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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

55. Verhandlungstag, 12.6.1964

 

Vernehmung des Zeugen Jerzy Tabeau

 

Vorsitzender Richter:

Herr Tabeau, Sie heißen mit Vornamen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pana imie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jerzy.

 

Vorsitzender Richter:

Jerzy. [...]

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Das ist Georg.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Sie sind wie alt?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

45 lat.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

45 Jahre alt.

 

Vorsitzender Richter:

45 Jahre alt. Sind Sie verheiratet?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Von Beruf sind Sie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Lekarz.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Arzt.

 

Vorsitzender Richter:

Arzt. Sie wohnen in?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Kraków.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Krakau.

 

Vorsitzender Richter:

Und sind nicht verwandt und nicht verschwägert mit den Angeklagten?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nie spokrewniony

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I nie spowinowacony? — Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Haben Sie einen Doktortitel?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ma pan tytul doktora?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jestem docentem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bin Dozent.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Sind Sie Doktor med.?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Also das schreiben Sie mit zu den Personalien. Herr Zeuge, Sie sind ebenfalls in Auschwitz gewesen. Ich möchte nur ganz kurz fragen, erstens: Wann sind Sie verhaftet worden? Und zweitens: aus welchem Grunde heraus?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy zostal pan aresztowany i za co?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zostalem aresztowany w lutym 42 roku w zwiazku z dzialalnoscia polityczna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich wurde im Februar 1942 verhaftet, und zwar wegen meiner politischen Tätigkeit. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Wegen politischer Tätigkeit. Und Sie sind nach Auschwitz gekommen im März 42?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W marcu 42

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

26.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am 26.

 

Vorsitzender Richter:

Jawohl. Und Sie sind in Auschwitz geblieben bis zum 19. April 43?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

[Pause] Wo sind Sie dann hingekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dokad pan potem trafil?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Potem bylem w partyzantce.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Später war ich bei den Partisanen.

 

Vorsitzender Richter:

Sind Sie geflohen, oder sind Sie entlassen worden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan uciekl

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Ucieklem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bin geflohen.

 

Vorsitzender Richter:

Sie sind geflohen. Waren dann bei den Partisanen, das heißt, Sie waren in keinem Lager mehr außerhalb von Auschwitz?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie, juz nie bylem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, ich war in keinem Lager.

 

Vorsitzender Richter:

Sie waren also etwas länger als ein Jahr in Auschwitz.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, okolo [...] 20 miesiecy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Etwa 20 Monate.

 

Vorsitzender Richter:

Verzeihung. Vom 20. März bis zum 19. April, das dürften doch allerhöchstens 13 Monate gewesen sein.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

13? — Nie.

 

Vorsitzender Richter:

Ich meine, ich lasse mich belehren, aber...

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

26 marca 42 do 19 listopada 43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Listopada, pan, 43. — Vom 26. Februar 42 bis zum 19.

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Verzeihung. März, hat er gesagt. Er hat März gesagt. Er ist

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

W marcu bylem w obozie, a aresztowany bylem w lutym.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich wurde verhaftet im Februar. Im März war ich im Lager.

 

Vorsitzender Richter:

Richtig.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec, którego pan byl w obozie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

26 Marca 42 do 19 listopada 43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Lager war ich vom 26. März 42 bis zum 19. November 43.

 

Vorsitzender Richter:

Ah, das ist ein Irrtum. Ich hatte Sie gefragt: April. Und das war dann ein Mißverständnis. Also bis zum 19. November.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

November 43.

 

Vorsitzender Richter:

Das ist etwas anderes. Welchen Namen haben Sie dort geführt?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wesolowski. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Wesolowski. Und warum haben Sie dort einen anderen Namen geführt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dlaczego pan mial inne nazwisko?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poniewaz pod moim wlasnym nazwiskiem bylem poszukiwany przez gestapo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil ich von der Gestapo unter meinem eigenen Namen gesucht wurde.

 

Vorsitzender Richter:

Befürchteten Sie unter Umständen, daß, wenn man Sie unter dem richtigen Namen verhaftet hätte, Ihnen Schlimmeres passiert wäre?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Obawial sie pan, ze gdyby pana zaaresztowano

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Naturalnie, zrozumiala rzecz.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, natürlich, das ist verständlich.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli by bylo inaczej, nie byloby powodu do zmiany nazwiska.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn das anders wäre, gäbe es keinen Grund, den Namen zu ändern.

 

Vorsitzender Richter:

Eben. Nun sind Sie also im März 42 nach Auschwitz gekommen, hatten einige Kommandos zunächst und sind dann in den Krankenbau gekommen. Wollen Sie uns bitte sagen, in welcher Tätigkeit und auf welchen Block?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jaka byla dzialalnosc pana

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Czy chodzi

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Na izbie chorych?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Czy o szpital tylko chodzi, nie o poprzednie komando?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es geht Ihnen nur um den Krankenbau, nicht um die anderen Kommandos?

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Nun also, ich nehme an, daß bei den anderen Kommandos Sie wenig Namen von Angeklagten kennengelernt haben, über die Sie etwas aussagen können.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Przypuszczam, ze pan podczas swojej pracy w innych komandach nie znal specjalnie nazwisk innych oskarzonych

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Które pan by mógl powiedziec. — Nein, das

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Nein, ja. Also wollen wir sagen, wann sind Sie in den Krankenbau gekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy pan przybyl do...

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Do szpitala, oczywiscie nie potrafie tego powiedziec w sposób scisly, dokladny. Bylo to mniej wiecej jakies póltora do dwóch miesiecy po przyjsciu do obozu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bin natürlich nicht in der Lage, ein genaues Datum anzugeben, wann ich in den Krankenbau gekommen bin. Aber es war ungefähr anderthalb bis zwei Monate nach meiner Ankunft im Lager.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. In welchen Block sind Sie bitte gekommen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

28.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

28.

 

Vorsitzender Richter:

28. Und welche Funktion hatten Sie da?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poczatkowo jako chory.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zuerst als Kranker

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Potem jako taki, po niemiecku to sie nazywal Stubendienst.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und später, das hieß deutsch Stubendienst.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A nastepnie bylem juz jako pfleger.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und später war ich dann Pfleger.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Im Block 28. Und was hatten Sie in dieser Funktion zu tun?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakie bylo zadanie pana?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W poczatkowym okresie, no, to oczywiscie jako chory, to mialem funkcje chorego. To znaczy lezalem w lózku i czekalem, co sie bedzie dzialo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In der ersten Zeit als Kranker, na, da hatte ich die Funktion eines Kranken. Ich lag im Bett und wartete, was mit mir geschieht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A pózniej juz jako Stubendienst nalezalo do moich obowiazków robienie porzadku, przyjmowanie

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und als Stubendienst später, da gehörte zu meinen Aufgaben, die Ordnung zu halten

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przypilnowanie, zeby lózka byly dobrze zascielone.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aufpassen, daß die Betten alle gut gemacht werden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przyjmowanie chorych, którzy zostali z ambulatorium skierowani. I przydziel anie lózek tym chorym.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aufnahme der Kranken, die von der Ambulanz zugewiesen wurden, die Betten ihnen zuzuweisen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Rozdawanie posilków, pilnowanie mycia chorych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das Essen einteilen und aufpassen, daß die Kranken sich waschen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I jeszcze w pózniejszym okresie, poniewaz bylem w tym czasie studentem medycyny, juz rozdawalem lekarstwa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und später, dadurch, daß ich Student der Medizin war, habe ich auch die Medikamente verabreicht.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Waren denn in dem Block 28 auch Krankensäle, und wieviel?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy tam byly sale chorych i ile?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Tam byly sale chorych. Ja bylem na sali ostat niej po stronie lewej

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Ile, ile – pytanie.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ile bylo sal? Raz, dwa, trzy, cztery, cztery albo piec, ale to nie potrafie...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, es gab Krankensäle dort. Ja, also die Frage ist, wieviel. Das waren eins, zwei, drei – vier bis fünf Krankensäle.

 

Vorsitzender Richter:

Vier bis fünf Krankensäle. Waren die im Obergeschoß oder im Erdgeschoß?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na pierwszym pietrze.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war im ersten Stock.

 

Vorsitzender Richter:

Im ersten Stock. Waren Sie auch bei der Ambulanz tätig, also bei dem

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Tak jest. W pózniejszym okresie bylem w ambulatorium i wykonywalem opatrunki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, in der späteren Zeit war ich auch in der Ambulanz tätig und habe Verbände angelegt.

 

Vorsitzender Richter:

Die Verbände gewechselt. Und haben Sie auch da bei Selektionen irgendwie etwas zu tun gehabt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mial pan do czynienia z selekcjami w jakikolwiek sposób?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No widzialem selekcje i bylem selekcjonowany raz na 28 bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe die Selektionen gesehen, und ich wurde auch selbst selektiert auf dem Block 28.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Und wie lange blieben Sie im Block 28?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan zostal w bloku dwudziestym

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na 28 bloku bylem, nie potrafie tego z szczególami powiedziec, dni w obozie sa bardzo do siebie podobne.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, wie lange ich dort war, das kann ich nicht sagen. Die Tage im Lager sind sich so sehr ähnlich gewesen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ale bylem na 28 bloku do poczatku 43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber ich war auf dem Block 28 bis Anfang 43.

 

Vorsitzender Richter:

Bis Anfang 43. Und wo kamen Sie dann hin?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dokad pan

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Na blok 20.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dann kam ich auf den Block 20.

 

Vorsitzender Richter:

Ebenfalls im Stammlager?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Was sagten Sie, Anfang November?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

43.

 

Vorsitzender Richter:

Anfang 1943, jawohl. Auf Block 20 im Stammlager?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lange blieben Sie dort?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan tam pozostal?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Mniej wiecej, tez nie potrafie powiedziec dokladnie, jakies okolo dwóch, dwóch i pól miesiaca. Dwóch i pól do trzech, tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das kann ich ja auch nicht so genau sagen, aber ungefähr zwei bis zweieinhalb bis drei Monate.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Das wäre also im Frühjahr 1943 gewesen. Und wo kamen Sie dann hin?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To by byla wiosna 43 roku

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Tak jest. Nastepnie zostalem przeniesiony do obozu cyganskiego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und später wurde ich ins Zigeunerlager versetzt.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Und wo war das?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I gdzie to bylo?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W dalszym ciagu bylem przeniesiony jako administracja szpitala cyganskiego, który byl organizowany przez wiezniów.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co znaczy »w dalszym ciagu bylem przeniesiony«? Gdzie to bylo – pytanie. Pytanie Przewodniczacego, gdzie byl [+ obóz cyganski]?

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Czyli w Brzezince.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war in Birkenau.

 

Vorsitzender Richter:

In Birkenau. Wären Sie so liebenswürdig, würden mal an diese große Karte gehen und uns zeigen, wo da Ihr Block 23 gewesen ist?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To nie byl blok 23.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war kein Block 23.

 

Vorsitzender Richter:

Nein? Nun, dann zeigen Sie es mal, wo Sie gewesen sind.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Pause] To jest [unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist das Frauenlager. Das ist das Zigeunerlager.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Und wo war der Krankenblock, wo Sie drin waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I gdzie byla ta izba chorych, gdzie pan byl?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das kann ich nicht genau angeben. Das war hier auf der rechten Seite. Das war auf jeden Fall kein Block 23, weil auf dieser Seite nur die geraden Zahlen waren.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Ich frage Sie deshalb nach Block 23, weil bei einem Bericht, den Sie am 14.5.1960 abgegeben haben, drin zu lesen steht: »Und kam dann als Blockschreiber in den Krankenbau des Zigeunerlagers Birkenau (Block 23).«1

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Poniewaz pan sam podal

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

[unverständlich] to wszystko sie zgadza. Nie zgadza sie tylko numer bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das alles stimmt, nur die Nummer des Blocks ist nicht richtig.

 

Vorsitzender Richter:

Die ist nicht richtig. Dann nehmen Sie bitte wieder Platz. [Pause] Uns geht es hier in erster Linie darum zu erfahren, ob und wer Selektionen durchgeführt hat und ob und wer für die Tötung von Gefangenen verantwortlich gemacht werden muß.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan zrozumial pytanie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli chodzi o wykonywanie selekcji, to w tym okresie czasu, kiedy ja bylem w obozie centralnym I, byl lekarz Entress.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also in dieser Zeit, als ich im Lager I, also im Stammlager, gewesen bin und die Selektionen dort durchgeführt wurden, da war dort der Arzt Doktor Entress.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Obok Entressa przy selekcjach byli obecny Klehr i Scherpe.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Neben dem Entress anwesend bei den Selektionen waren Klehr und Scherpe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli chodzi o wykonywanie selekcji, to zasadniczo przyjmowanie do szpitala, o przyjeciu do szpitala decydowal lekarz Entress.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Was die Durchführung der Selektionen anbetrifft [als auch] die Aufnahme im Krankenbau, darüber entschied Doktor Entress.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W wypadku jezeli nie bylo doktora Entressa, a to sie zdarzalo, o przyjeciu do szpitala, wzglednie wyborze do opatrunku, selekcji, czy wyrzucenia z powrotem na lagier, decydowali Scherpe, wzglednie Kle hr.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn Doktor Entress nicht dabei war, entschieden über die Aufnahme in den Krankenbau, über die Selektionen und ob jemand zurück ins Lager gehen muß, Scherpe und Klehr.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Da möchten wir einen Augenblick mal stehenbleiben und das uns etwas näher von Ihnen erläutern lassen. Zunächst: Um welche Selektionen handelte es sich? Denken Sie jetzt daran, daß die Menschen, die sich dem Arzt vorgestellt haben, weil sie erkrankt waren, sofort bei der Vorstellung eingeteilt wurden in solche, die in den Krankenbau gingen, und in solche, die eventuell getötet wurden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakie ma pan na mysli selekcje?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To chodzi mi o normalny tok przyjmowania chorych do szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dabei geht es mir um die normale Aufnahme in den Krankenbau.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Odbywalo to sie w ten sposób, ze chorego badal lekarz ambulatoryjny, wiezien.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also es ging so vor sich, daß der Kranke zuerst von einem Häftlingsarzt untersucht wurde in der Ambulanz.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I nastepnie wszyscy ci chorzy byli przedstawiani lekarzowi n iemieckiemu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und später wurden alle diese Kranken einem deutschen Arzt vorgeführt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli to byli chorzy zglaszajacy sie rano, wszystko odbywalo sie w godzinach przedpoludniowych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn das Kranke waren, die sich morgens gemeldet haben, spielte sich alles in den Vormittagsstunden ab.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli to sie odbywalo wieczorem, po wieczornym apelu

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und wenn es am Abend nach dem Abendappell geschah

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Kwestia decyzji byla zalatwiana [nastepnego dnia] rano.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Entschied sich die Frage der Aufnahme in den Krankenbau am nächsten Morgen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. [...] Herr Zeuge, Sie sagten, der Arzt – und zwar haben Sie den Namen Doktor Entress genannt – entschied darüber, ob die Leute in den Krankenbau aufgenommen wurden oder nicht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Nun, können Sie uns im einzelnen schildern, wie diese Entscheidung vor sich ging? Wir haben bisher gehört, daß zunächst die krankgemeldeten Häftlinge untersucht wurden durch die Häftlingsärzte. [...] Dann, nach dieser Voruntersuchung, wurden gewisse Krankenkarten, oder wie ich das ausführen soll, Karteikarten oder Krankengeschichten, je nachdem, ausgefüllt. Und diese Krankenkarten wurden dann vorgelegt dem SS-Arzt, der am nächsten Morgen kam.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak. Ja nie moge, ja nie znam i nie interesowalem sie samym mechanizmem przyjecia, poniewaz

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kenne den Mechanismus der Aufnahme nicht genau, weil ich mich nicht dafür interessiert habe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja moge tylko powiedziec o tym, co osobiscie widzialem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kann nur darüber sprechen, was ich persönlich gesehen habe.

 

Vorsitzender Richter:

Selbstverständlich, natürlich. Aber was wissen Sie denn nun, wie sich das Schicksal dieser Leute weiter entwickelte?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To bylo dla nas wszystkich jasne, poniewaz wszyscy ci chorzy, którzy byli przedstawiani lekarzowi, byli dzieleni na cztery grupy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war für uns alle klar, weil all die Kranken, die sich dem Arzt vorgestellt haben, in vier Gruppen eingeteilt wurden.

 

Vorsitzender Richter:

Nämlich?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Pierwsza, byli przyjmowani do szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die erste Gruppe, das waren die, die in den Krankenbau aufgenommen wurden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Druga, byli skierowani do ambulatorium do zabiegów.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die zweite Gruppe, das sind diejenigen, die in die Ambulanz geschickt wurden, um behandelt zu werden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I nastepnie odchodzili z powrotem na lagier.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die dann später zurück ins Lager gingen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Trzecia grupa, byli wyrzuceni od razu na lagier.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die dritte Gruppe, das waren diejenigen, die sofort ins Lager zurückgeschickt wurden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I czwarta grupa, ta, którasmy znali, to byla ta, których karty zatrzymywal SDG.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und die vierte Gruppe, die uns bekannt war, das waren diejenigen, deren Karten sofort von den SDGs zurückbehalten wurden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak. I no, ci, wiedzielismy, byli przeznaczeni na podawanie zastrzyków fenolu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von diesen haben wir gewußt, daß vorgesehen wurde, sie mit Phenolspritzen [zu töten]. — Albo?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Albo ewentualnie, jezeli to bylo przypadkiem w tym czasie, kiedy byl, odchodzil jakis transport do gazu, no to jechali do gazu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Oder, wenn es zufällig gerade so war, daß ein Transport in die Gaskammer ging, na, dann gingen sie eben in die Gaskammer.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Haben Sie das selbst miterlebt, oder hat sich das so bei den Häftlingen herumgesprochen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To, co w tej chwili mówilem, nie przezylem sam, poniewaz nie bylem, nie o tej selekcji wlasnej chcialem mówic.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das, was ich jetzt sage, das habe ich selbst nicht erlebt. Das ist nicht die Selektion, die ich ja selbst mitgemacht habe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Natomiast, jezeli chodzi o te selekcje, o których mówilem wtedy, w tej chwili widzialem je osobiscie, poniewaz odbywaly sie w ambulatorium tam, gdzie wykonywalem opatrunki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber die, von denen ich jetzt spreche, das wären die Selektionen, die ich selbst gesehen habe, weil das sich alles dort abspielte, wo ich Verbände gewechselt habe.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön. [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakie znaczy, niech pan opowiada.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, te, o których mówilem. Ten mechanizm to byl przy normalnych przyjeciach do szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan powiedzial cztery grupy i powiedzial pan, ze pan tego sam nie przezyl, ze pan bedzie cos innego opisywal. Pan powiada, zapytal sie Przewodniczacy cóz pan, prosze opowiadac, co pan. [...]

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie zrozumialem w pierwszym momencie, o co chodzi.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im ersten Moment habe ich nicht verstanden, um was es geht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Byla jedna selekcja zrobiona na 28 bloku wszystkich tych, którzy na tym 28 bloku byli.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es war eine Selektion, die auf dem Block 28 durchgeführt wurde, für alle, die sich auf dem Block 28 befanden.

 

Vorsitzender Richter:

Wissen Sie noch ungefähr, wann das war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan sobie przypomina mniej wiecej, kiedy to bylo?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na pewno bylo w roku 42.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ganz bestimmt im Jahre 42.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I to musialo byc gdzies w miesiacach raczej letnich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und das mußten eher die Sommermonate gewesen sein.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Selekcjonowani byli wtedy wszyscy od blokowego poczawszy, wszystkich mieszkanców bloku, niezaleznie, czy byli chorymi, czy byli personelem bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Selektion unterstanden alle, bei den Blockältesten angefangen bis zu Kranken, unabhängig davon, ob man krank oder gesund war, alle, der ganze Block.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To, jezeli to jest interesujace, to ja moge opowiedziec, w jaki sposób odbywala sie ta selekcja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn Sie das interessiert, dann kann ich Ihnen beschreiben, wie es vor sich ging.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön. Ja, natürlich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przy wejsciu do 28 bloku stal stól.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am Eingang zum Block 28 stand ein Tisch.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Za stolem siedzial Entress, który posiadal liste wszystkich mieszkanców bloku 28.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am Tisch saß Entress, der die Listen von allen hatte, die auf dem Block 28 wohnten.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przy nim byl SDG Klehr.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Neben ihm war der SDG Klehr.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wszyscy wiezniowie byli ustawieni w kolejce i podchodzili do stolu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Alle Häftlinge standen in einer Reihe aufgestellt und kamen einer nach dem anderen zum Tisch.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, Entress patrzyl na kazdego i zlecal siedzacemu obok, wydaje mi sie, ze to byl wiezien, odnotowywania na liscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Entress schaute sich jeden an und gab dann eine Anordnung einem, der am Tisch mit saß – ich glaube, das war ein Häftling –, eine Notiz auf der Liste zu machen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jakie notatki byly, tego nie wiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Was das für Notizen waren, das weiß ich nicht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na poczatku szli pflegerzy wszyscy stubendiensci, a nastepnie wszyscy chorzy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zuerst gingen alle Pfleger, dann der Stubendienst und dann alle Kranken.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ci chorzy, którzy nie mogli zejsc, to juz bylo wiadomo, ze oni byli na osobnej liscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Kranken, die nicht gehen konnten, von denen wußte man bereits, daß sie auf einer besonderen Liste stehen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W ten sposób wszyscy zostali posegregowani.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Auf diese Weise wurden alle eingeteilt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, ten epizod ja z tego wzgledu pamietam tak dokladnie, poniewaz, wydaje mi sie, ze przypadkowo zostalem tak samo wtedy zakwalifikowany do gazu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

An diese Episode erinnere ich mich deswegen ganz genau, weil es mir so scheint, daß ich damals auch fürs Gas bestimmt wurde.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przypadkowo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zufällig.

 

Vorsitzender Richter:

Warum zufällig, und warum sind Sie dann nicht dorthin gekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dlaczego przypadkowo i dlaczego pan nie poszedl jednak?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Dlatego, poniewaz nastepnie caly ten transport mial isc do gazu i mnie powiadomiono, ze jeszcze mój numer znajduje sie w tym transporcie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil am nächsten Tag dieser Transport ins Gas gehen sollte, und man informierte mich darüber, daß meine Nummer auf dieser Liste...

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie powiedzialem nastepnego dnia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec jak pan powiedzial, ze ten transport ma

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Potem przyszedl, to nie bylo nastepnego dnia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe nicht gesagt, am nächsten Tag. Das war nicht am nächsten Tag. Der Transport sollte ins Gas gehen, und man informierte mich, daß meine Nummer auch auf der Liste steht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wtedy blokowym byl blokowy Stössel, Alfred.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Blockälteste war damals Stössel, Alfred.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oczywiscie, wiedzial, ze ja jestem pracownikiem szpitala, a poza tym on czul do mnie sympatie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Natürlich wußte er, daß ich im Krankenbau arbeite. Und außerdem hatte er eine Sympathie mir gegenüber.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poszedl do Klehra i powiadal mi o tym, ze ja jestem pflegerem i czy stubendienstem i ze to przypadkowo musialem dostac sie na liste.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er ging zu Klehr und sagte ihm, daß ich Pfleger oder Stubendienst bin und daß ich zufällig auf der Liste mich befinde.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Klehr zazadal, ze chce zobaczyc tego wieznia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Klehr forderte ihn auf, er wolle den Häftling sehen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zostalem do niego doprowadzony, siedzial w malej sali operacyjnej po stronie lewej przy stole.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich wurde ihm vorgeführt. Er saß im kleinen Operationssaal am Tisch, an der linken Seite.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zameldowalem sie

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich meldete mich bei ihm

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Popatrzyl sie na mnie i kazal mi wyjsc. Nie, nie poszedlem do gazu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er schaute mich an und befahl mir fortzugehen. Ich bin nicht ins Gas geschickt worden.

 

Vorsitzender Richter:

[Pause] Hat der Angeklagte Klehr bei diesen Selektionen auch selbst irgendwelche Entscheidungen getroffen, oder wurden die Entscheidungen ausschließlich von Doktor Entress getroffen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Czy chodzi o ta selekcje, o której mówilismy, czy o wszystkie selekcje?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

[Geht] es Ihnen dabei um diese bestimmte Selektion oder um alle Selektionen, bitte?

 

Vorsitzender Richter:

Nun, zunächst einmal um diese bestimmte Selektion.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Z poczatku o te wlasnie selekcje.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Er hat keine Entscheidungen getroffen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy, on sam nie decydowal? — Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Nun, die Menschen, die nun bestimmt waren, will ich mal sagen, durch Phenolinjektion getötet zu werden: Wer führte diese Tat aus?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jesli chodzi o te osoby, które mialy byc zabite, zostaly zabite zastrzykami fenolu, kto dokonywal tego zabójstwa?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Czy chodzi o to, co ja widzialem, czy to, co ja wiem?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Geht es Ihnen darum, was ich selbst gesehen habe, oder um das, was ich weiß?

 

Vorsitzender Richter:

Zunächst, was Sie selbst gesehen haben.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Z poczatku to, co pan sam widzial.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Klehr. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Und was haben Sie gesehen, bei welcher Gelegenheit, und wie sind Sie dahin gekommen? Und wie wickelte sich die Sache ab?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Bylo to w czasie, kiedy bylem na bloku 28.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es war zu der Zeit, als ich auf dem Block 28 war.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Dostalem polecenie, azeby jednego wieznia odprowadzic na blok 20.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bekam eine Anweisung, einen Häftling auf den Block 20 zu führen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To cieply dzien.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ein warmer Tag.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Dokladnie, jaka to byla data, to nie potrafie powiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das Datum genau anzugeben bin ich nicht in der Lage.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wieznia tego zaprowadzilem na blok 20.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich brachte den Häftling auf den Block 20.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Doprowadzilem wieznia do kotary.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich brachte den Häftling bis zum Vorhang.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przed kotara nie bylo zadnych wiezniów, nikogo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Vor dem Vorhang waren keine Häftlinge, es gab niemanden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wszedlem za kotare, azeby komus oddac wieznia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich ging hinter den Vorhang, um jemandem den Häftling zu übergeben.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W przedsionku nikogo nie bylo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Auf dem Vorplatz war auch niemand.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Po prawej stronie w otwartych drzwiach widzialem Klehra, który dawal zastrzyk wiezniowi siedzacemu na takim zydlu, jakie byly w obozie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Rechts war die Tür auf, und ich habe gesehen, wie Klehr die Spritze einem Häftling verabreichte, der auf einem Hocker, die im Lager üblich waren, saß.

 

Vorsitzender Richter:

Wer war da noch dabei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kto jeszcze byl przy tym?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przy tym byl albo jeden, albo dwóch wiezniów. Tego nie potrafie [+ powiedziec].

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dabei waren ein oder zwei Häftlinge. Das kann ich nicht genau sagen.

 

Vorsitzender Richter:

Und was taten die?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co oni robili?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jeden trzymal wieznia w ten sposób, ze mial zaslonieta swoja lewa reka oczy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der eine hielt den Häftling so, daß der Häftling mit seinem linken Arm die Augen verdeckt hatte.

 

Vorsitzender Richter:

Hatte der Häftling den Oberkörper frei oder mit einem Kleidungsstück bedeckt?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Frei.

 

Vorsitzender Richter:

Frei. Was geschah mit dem Häftling, nachdem diese Spritze ihm gegeben war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co sie stalo?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie wiem, poniewaz przerazilem sie, ze tam wszedlem i wycofalem sie natychm iast.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß nicht, weil ich erschrocken war, daß ich hineingekommen bin, und ich ging dann zurück.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To bylo niebezpieczne, bo moglem sie sam na tym miejscu z tego powodu znalezc.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war gefährlich. Ich konnte mich an seiner Stelle dann [wiederfinden].

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Und was geschah mit Ihrem Häftling, den Sie vorgeführt hatten?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co sie stalo z tym wiezniem, którego pan doprowadzil?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Natychmiast wyszedl jakis wiezien, chyba którys z tych, ten albo którys z tych asystentów Klehra i tego wieznia zabral.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sofort ging einer von den Häftlingen, irgendeiner von den Assistenten von Klehr, und nahm den Häftling mit.

 

Vorsitzender Richter:

Und Sie zogen sich wieder zurück?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I pan wrócil z powrotem?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Moja funkcja zostala zakonczona, wrócilem na swój blok.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Meine Aufgabe war erfüllt, und ich kehrte auf meinen Block zurück.

 

Vorsitzender Richter:

Wissen Sie, warum gerade dieser Häftling von Ihnen vorgeführt werden sollte?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy wiedzial pan, dlaczego ten wlasnie wiezien musial byc przez pana doprowadzonym?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, tam nas nie informowano, dlaczego cos robimy, tylko, ze mamy robic.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort gab man uns keine Erklärung, warum wir es tun müssen. Man gab uns nur die Anweisung, das zu tun.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Hat man Ihnen die Anweisung gegeben, den Häftling zur Injektion vorzuführen? Oder was war der Inhalt dieser Anweisung, und wer hat sie Ihnen gegeben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy panu powiedziano, ze pan ma doprowadzic te iniekcje? Jaka byla tresc tego rozkazu, który pan dostal?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiezien, numer ten a ten, ma byc odstawiony do dyspozycji Klehra.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es klang so: »Der Häftling Nummer soundso muß zur Verfügung von Klehr vorgeführt werden.«

 

Vorsitzender Richter:

Zur Verfügung von Klehr. Wußten Sie, was das bedeutete, oder war das unterschiedlich?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy wiedzial pan, co to znaczy: »do dyspozycji Klehra«, czy to bylo rózne znaczenie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Z chwila, kiedy wychodzilem z bloku, ale z chwila, kiedy wszedlem na 20 blok, wiedzialem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Als ich ja aus meinem Block fortging, da wußte ich es nicht, aber nachdem ich im Block gewesen bin, da wußte ich es schon.

 

Vorsitzender Richter:

[Pause] Wer hat Ihnen den Befehl gegeben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kto panu dal rozkaz? Ten rozkaz wlasnie.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ten rozkaz dal mi ktos ze Schreibstuby.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Diesen Befehl bekam ich von irgend jemandem aus der Schreibstube.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To bylo trzech takich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort waren drei solche Personen.

 

Vorsitzender Richter:

Was heißt drei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To, co?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To bylo trzech urzedników, którzy pracowali w schreibstubie, wiec to musial byc jeden z nich trzech.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das waren zwei Angestellte, die dort arbeiteten. [...] Einer von ihnen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, ja. Nun, haben Sie noch einmal etwas gehört von dem Schicksal dieses Mannes, den Sie da hinübergeführt haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy slyszal pan cos o losie tego jednego wieznia, którego pan doprowadzil?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Nein. [Pause] Haben Sie sonst Klehr noch bei irgendeiner Gelegenheit gesehen? Insbesondere, haben Sie einmal erlebt, daß Klehr ohne einen Arzt Selektionen durchgeführt hat?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja. Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Dann bitte erzählen Sie das.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze opowiedziec.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wlasnie wtedy, jezeli zdarzalo sie, ze nie bylo lekarza i kiedy odbieral ambulatorium Klehr, wtedy postepowal, spelnial funkcje lekarza.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn kein Arzt dabei war und in der Ambulanz Klehr dieselbe Funktion durchführte, da hat er genau das gleiche getan, was der Arzt tat.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Haben Sie das selbst gesehen oder nur gehört?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan to sam widzial? — Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Das haben Sie selbst gesehen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

[Pause] Sie sind auf Block 28 [Pause] geblieben bis Anfang 43?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan pozostal na bloku 28 do poczatku 43 roku.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest, zgadza sie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das stimmt.

 

Vorsitzender Richter:

Und waren da noch in Block 20 zwei bis drei Monate.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Was können Sie uns sagen, wie lange Klehr dort Sanitätsdienstgrad auf Block 20 oder 28 oder sonstwo gewesen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan powiedziec, jak dlugo Klehr byl sanitariuszem na bloku 28 czy 20, czy czyms?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak dlugo, jak dlugo ja bylem w obozie centralnym, tak dlugo Klehr tam byl.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

So lange ich im Stammlager war, so lange war der Klehr auch dort.

 

Vorsitzender Richter:

Der Angeklagte Klehr hat uns jetzt wiederholt erklärt, er sei bereits im Sommer 1942 versetzt worden. Und zwar sei er dann nicht mehr Sanitätsdienstgrad gewesen, sondern sei zum Leiter des Desinfektionskommandos ernannt worden.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Oskarzony Klehr ciagle, wciaz powtarza i twierdzi, ze juz latem 42 roku przestal byc sanitariuszem i ze zostal skierowany jako kierownik grupy dezynfektorów.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, widzialem. Zostal skierowany? Tego ja oczywiscie nie wiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nun, wohin er versetzt wurde, das weiß ich natürlich nicht. [...]

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ale zawsze do czasu mojego pobytu w obozie centralnym, widywalem go i pelnil funkcje sanitariusza w tym bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber immer, solange ich im Stammlager gewesen bin, habe ich ihn dort gesehen, und er führte die Funktion eines SDGs aus.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Haben Sie dort auch den Angeklagten Scherpe oder Hantl gesehen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Hantl habe ich nie gesehen. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Nie gesehen. Und Scherpe?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und wann ungefähr tauchte Scherpe dort auf?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy mniej wiecej pojawial sie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Scherpe] pelnil te same funkcje, które pelnil Klehr.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy on sie pojawil tam? Pytanie: kiedy Scherpe pojawil sie tam?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Kiedy on sie pojawil tam? Dokladnie nie potrafie na to pytanie odpowiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Scherpe führte dieselben Funktionen wie Klehr aus. Wann er dort aufgetaucht ist, das kann ich nicht sagen.

 

Vorsitzender Richter:

Kann es so sein, daß Scherpe und Klehr gleichzeitig dort beschäftigt waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to jest mozliwe, ze Klehr i Scherpe byli jednoczesnie, w tym samym czasie, w szpitalu?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Znaczy, nie rozumiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy oni jednoczesnie pracowali? Jednoczesnie, czy byli SDG w tym samym czasie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oni jednoczesnie w tym samym okresie czasu bywali w szpitalu i [pelnili] funkcje SDG.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, sie waren in demselben Zeitabschnitt im Krankenbau und haben die Funktion eines SDGs ausgeführt.

 

Vorsitzender Richter:

Ist Ihnen etwas bekanntgeworden davon, daß an Weihnachten 1942 eine Selektion im Krankenbau stattgefunden haben soll?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy wiadomym panu jest, czy slyszal pan, czy wie pan o tym, ze na Boze Narodzenie w 1942 roku miala zostac dokonana, miala byc przeprowadzona – i byla przeprowadzona = selekcja na izbie chorych w szpitalu?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Selekcje byly tak czesto przeprowadzane.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Boze Narodzenie. Chodzi specjalnie o te selekcje.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja sie musze chwileczke zastanowic.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Selektionen waren so häufig, daß ich einen Augenblick nachdenken muß.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Pause] To jest mozliwe, ale zdecydowanie pewnie nie moge na to odpowiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist möglich, aber ganz bestimmt darauf antworten kann ich nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Es ist uns von anderen Zeugen erzählt worden, daß am Weihnachtstag 1942 der Doktor Entress nicht dagewesen sein soll und daß die Häftlinge aus diesem Grunde froh waren, weil sie glaubten, an diesem Tag fände eine Selektion nicht statt. Und dann soll trotzdem eine Selektion durchgeführt worden sein. Haben Sie da was davon gehört?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Opowiadano tutaj, inni swiadkowie mówili, ze na Boze Narodzenie 42 roku nie bylo doktora Entressa i wiezniowie cieszyli sie, sadzac, ze nie bedzie przeprowadzona zadna selekcja. Mimo to selekcja zostala przeprowadzona przez oskarzonego Klehra. Czy panu cos jest o tym wiadomym?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W tym okresie, o tym mi jest wiadomo, ale nie pamietam tego osobiscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist mir bekannt, aber ich persönlich erinnere mich nicht daran.

 

Vorsitzender Richter:

Gut. Danke schön. Ich habe an den Zeugen keine Fragen mehr.

 

Sprecher (nicht identifiziert):

[unverständlich] wie viele Selektionen durchgeführt wurden?

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Können Sie uns eine Zahl angeben, wie viele Selektionen Klehr ohne Zuziehung eines Arztes von sich aus unternommen hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan podac liczbe selekcji, które zostaly przeprowadzone przez Klehra samodzielnie, na wlasna inicjatywe, bez obecnosci lekarza?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, das kann ich nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Waren es mehr als eine?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to bylo wiecej niz jedna selekcja?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, na pewno.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bestimmt.

 

Vorsitzender Richter:

Bestimmt. Noch eine Frage? Hat das Gericht noch Fragen? Herr Staatsanwalt.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie sagten, Herr Zeuge, daß Sie auch den Angeklagten Scherpe dort kennengelernt haben. Hat der Angeklagte Scherpe auch selbständig Selektionen durchgeführt, wie Sie es in bezug auf den Angeklagten Klehr geschildert haben?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie das selbst gesehen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Können Sie sich an einen bestimmten Vorfall noch erinnern?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan jakas selekcje przypomniec, opisac?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Staatsanwalt Kügler:

Wissen Sie noch, auf welchem Block er das gemacht hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wie pan, na którym bloku zostala taka selekcja przez niego przeprowadzona?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja moglem tylko to widziec, co sie dzialo na 28 bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich konnte nur das gesehen haben, was sich auf dem Block 28 abspielte.

 

Staatsanwalt Kügler:

So daß also die Selektionen, die Scherpe ohne Begleitung eines Arztes gemacht hat, sich auf Block 28 abgespielt haben?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Handelt es sich dabei um die Selektionen der sogenannten Arztvorsteller?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie ihn auch bei Selektionen des gesamten Blocks beobachtet?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy widzial pan tez, mógl pan obserwowac jego przy selekcji przeprowadzanej na calym bloku? Odnosnie calego bloku.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zeby to robil osobiscie sam, nie potrafie powiedziec i raczej nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kann nicht sagen, daß er das persönlich getan hat. Eher nicht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli, to raczej w towarzystwie jako asysta lekarza.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn, dann in Gegenwart, also als Begleitung eines Arztes.

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie Beobachtungen darüber machen können, ob die für die Gaskammer Selektierten mit Lastkraftwagen abtransportiert wurden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mógl pan obserwowac, ze ci, którzy zostali przeznaczeni do gazu, ze oni byli odwiezieni ciezarówkam i?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie sind dann, wie Sie sagten, in das Zigeunerlager nach Birkenau gekommen. Können Sie eine Angabe darüber machen, ob die sogenannte Rampe – das sind also diese Eisenbahngleise hier auf dieser Karte – zu der Zeit, als Sie nach Birkenau kamen, schon fertiggestellt und in Betrieb waren oder ob das später und, wenn ja, zu welchem Zeitpunkt war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Powiedzial pan, ze pan potem

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

To ja rozumiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tak.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Od tego czasu, kiedy ja bylem na cyganskim obozie, juz tam przychodzily transporty.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zu der Zeit, als ich ins Zigeunerlager gekommen bin, da kamen dort bereits die Transporte an.

 

Staatsanwalt Kügler:

Das war also im Frühjahr 1943.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie im Zigeunerlager einen der Angeklagten kennengelernt, insbesondere den Angeklagten Broad?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Staatsanwalt Kügler:

Wissen Sie aus eigener Anschauung, ob sich der Angeklagte Broad bei irgendwelchen Handlungen beteiligt hat, die die Tötung von Häftlingen zur Folge hatten? Ich denke jetzt insbesondere an den Dienst auf der Rampe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli chodzi o obecnosc na rampie, to ja zwracalem na to bardzo duza uwage, poniewaz od 42 roku przygotowywalem ucieczke z obozu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also was die Anwesenheit an der Rampe anbetrifft, so wurde die von mir sehr genau beobachtet, weil ich seit 1942 bereits die Flucht aus dem Lager vorbereitet habe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wszystko to, co sie dzialo w najblizszym otoczeniu obozu, to mnie interesowalo, ze wzgledu na stworzenie sobie warunków do ucieczki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also alles, was sich in der nächsten Nähe abspielte im Lager, interessierte mich sehr, weil ich die Bedingungen, die Umstände meiner Flucht vorbereitet habe.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Können Sie uns bitte erzählen, was Sie auf der Rampe beobachtet haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co pan obserwowal na rampie? Moze pan nam opowiedziec?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, moze by to bylo celowe, jak ja moglem to zobaczyc.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Vielleicht wäre es zweckmäßig, wenn ich erklären würde, wie ich das sehen konnte.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja, bitte.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze.

 

Staatsanwalt Kügler:

Wenn Sie es zeigen können auf der Karte.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan pokazac na karcie.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, ja spróbuje.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich werde es versuchen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Pause] To jest Blockführerstuba na kobiecym obozie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist die Blockführerstube im Frauenlager.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I to jest rampa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Hier ist die Rampe.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tu jest szpital.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Hier ist der Krankenbau.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Kolo szpitala meskiego w Birkenau.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist der Krankenbau des Männerlagers in Birkenau.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A to jest obóz cyganski.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und hier ist das Zigeunerlager.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A transporty tutaj przychodzily.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Transporte kamen hier an.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na cyganskim obozie tutaj [unverständlich] Nie, to tutaj jest cyganski

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Hier ist das

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

[unverständlich] tutaj byl, w tym bloku, w tym bloku byly klozety.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In diesem Block befand sich das Klosett.

 

Staatsanwalt Kügler:

Herr Zeuge, darf ich darauf aufmerksam [+ machen], dieser Block ist nicht im Zigeunerlager, den Sie eben gezeigt haben.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist doch e.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Aber jedenfalls auf dieser Karte ist der Stacheldraht direkt unter dem e.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Niech pan popatrzy, gdzie druty, druty sa potem.

 

Staatsanwalt Kügler:

Jetzt wieder eins zu tief.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To jest, tak, teraz juz jest wszystko jasne. Ja myslalem, ze [unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jetzt ist ja alles klar. Ich habe gedacht, daß sich alles auf diese Linien bezieht. Aber das sind doch Wege, nicht wahr, die Linien.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tu cyganski obóz.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also hier ist das Zigeunerlager.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A tutaj jest klozet.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und hier ist die Toilette.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak. A tutaj byl magazyn.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und hier ist ein Magazin.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I w tym magazynie byl bojler.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und in diesem Magazin befand sich ein Boiler.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

On byl obudowany w betonie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der war in Beton eingebaut.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tu byla taka wysoka stosunkowo wieza.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war so ein verhältnismäßig hoher Turm.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I na te wierze mozna bylo sie dostac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und man konnte auf diesen Turm klettern.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W blokach byly na górze okienka.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In den Blocks oben waren kleine Fenster.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Stamtad dokladnie mozna bylo widziec, co sie dzieje na rampie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von dort aus konnte man ganz genau sehen, was sich auf der Rampe abspielte.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oczywiscie wtedy, jezeli wagony nie stanely bardzo blisko [unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Natürlich nur dann, wenn die Waggons nicht allzu nahe... — Nie za blisko, gdzie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie za blisko tutaj, bloku Blockführerstuby na meskim obozie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nicht zu nahe der Blockführerstube waren.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Dlatego, bo w tych warunkach wagony zaslanialy to, co sie dzialo tutaj na tej ulicy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil unter diesen Umständen die Waggons den Blick über das, was sich auf der Straße abspielte, nahmen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli wagony stanely dalej, ta cala przestrzen byla wolna. Ta cala przestrzen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn die Waggons aber etwas weiter dort standen, dann war diese ganze Fläche frei.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I tutaj z góry mozna bylo obserwowac

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und von hier aus, von oben aus, konnte man genau beobachten, was sich dort abspielte.

 

Staatsanwalt Kügler:

[Pause] Wenn Sie von Ihrem Standort aus, den Sie uns eben beschrieben haben, die Ankunft eines Transportes beobachten konnten, dann schildern Sie uns doch bitte, wie das abgewickelt wurde.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gdy pan mógl obserwowac przybycie transportu, to prosze nam opowiedziec, jak sie to odbywalo.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli to bylo widoczne, przychodzily wagony, z których byli wyladowywani wiezniowie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn es also sichtbar war: Da kamen die Waggons an, und aus diesen Waggons wurden dann die Häftlinge ausgeladen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Byli oni ustawiani tam na drodze.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die wurden dann auf der Straße aufgestellt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I byla grupa przy [+ tym] pracowników SS obozu, która ten transport przyjmowala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und es stand dort eine Gruppe der SS-Angehörigen des Lagers, und diese Gruppe nahm die Häftlinge in Empfang.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiezniowie byli ustawieni w jeden dlugi szereg.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Häftlinge wurden in einer langen Reihe aufgestellt

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I nastepnie byli dzieleni na dwie grupy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und wurden dann in zwei Gruppen eingeteilt.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Können Sie uns diese beiden Gruppen beschreiben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan opisac te obie grupy?

 

Staatsanwalt Kügler:

War es beispielsweise so, daß die eine Gruppe nur aus Männern bestand oder die andere nur aus Frauen und Kindern?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jawohl. — To bylo wszystko dzielone.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nie, chodzi o to, jakie byly te dwie grupy. Kto byl w jednej grupie, kto byl w drugiej grupie? Moze pan to podac?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W jednej grupie znajdowali sie mezczyzni.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also so war es: In der einen Gruppe waren die Männer.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A w drugiej grupie, ta grupa byla czesto mieszana.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und die zweite Gruppe, das war häufig gemischt.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Konnten Sie irgendwelche Feststellungen hinsichtlich des Alters machen? Sah es also so aus, daß eine Gruppe aus jüngeren Menschen bestand, während die andere Gruppe aus älteren Menschen bestand?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mógl pan stwierdzic jakies róznice w wieku tych obu grup? Czy to oznaczalo, ze jedna grupa to byli mlodsi, druga grupa starsi?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, to jest bardzo trudne pytanie, bo mysmy wszyscy w obozie dokladnie wiedzieli, ze starsi ida do gazu, a mlodsi ida do pracy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist eine schwierige Frage. Wir wußten alle im Lager, daß die Jüngeren zur Arbeit gehen und die Älteren eben vernichtet werden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiec obiektywnie to stwierdzic w tej chwili, to po 20 latach, to jest jednak

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also objektiv das heute nach 20 Jahren festzustellen ist schwer.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Haben Sie irgendwelche Beobachtungen dahingehend machen können, daß die Einteilung derjenigen, die für das Gas, und derjenigen, die für das Lager bestimmt wurden, von einem SS-Führer gemacht wurde? Oder waren daran alle auf der Rampe oder ein Teil der auf der Rampe befindlichen SS-Leute beteiligt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mógl pan zauwazyc, kto dokonywal tej selekcji, tego podzialu? Czy to dokonywal jeden jakis, którys z tych SS-Führerów, czy to wszyscy?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Cala grupa byla tam obecna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, die ganze Gruppe war ja dort anwesend.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Und haben Sie irgendwelche Beobachtungen darüber machen können, ob einer aus dieser Gruppe die letzte Entscheidung hatte?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oczywiscie, jeden ta akcja kierowal.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Natürlich, einer hat die Aktion geleitet.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Aber wer das war, konnten Sie im einzelnen nicht...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ale kto to byl, to nie mógl pan [+ rozpoznac]?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja moglem tylko rozpoznac tylko tych, których znalem dokladnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich konnte nur diejenigen erkennen, die ich ja genau kannte.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Befinden sich unter den Angeklagten solche?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy sa tacy wsród oskarzonych, których pan tam widzial?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oskarzony Broad.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Angeklagte Broad.

 

Staatsanwalt Kügler:

Können Sie uns sagen, was Sie im einzelnen beobachtet haben, was der Angeklagte Broad auf der Rampe getan hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan powiedziec, co pan obserwowal? Co robil oskarzon y Broad?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Czesto byl obecny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Oft war er dort anwesend.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I jedna selekcje pamietam. Raczej to nie byla selekcja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und an einer Selektion, das war eher keine Selektion, an die kann ich mich erinnern.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przyszedl, to byl transport, który w calosci w jednej grupie zostal odprowadzony do krematorium, do gazu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ein Transport, der geschlossen in einer Gruppe ins Krematorium gebracht wurde.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I tam nie bylo przeprowadzonej typowej selekcji.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dabei wurde keine typische Selektion durchgeführt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tylko dwóch bylo przy tej selekcji obecnych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nur zwei waren bei dieser Selektion zugegen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jednym, jednym z nich byl Broad.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Einer von ihnen war Broad.

 

Staatsanwalt Kügler:

Und was haben Sie beobachten können, was der Angeklagte Broad damals gemacht hat? Hat er diese Gruppe begleitet zum Krematorium?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec, mógl pan obserwowac, co robil oskarzony Broad z ta grupa? Czy on ja odprowadzal do krematorium?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie. On jej nie odprowadzal.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, er hat sie nicht ins Krematorium begleitet.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zreszta, polityczny oddzial nie odprowadzal nigdy do krematorium. O ile ja wiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Übrigens die Politische Abteilung, soweit ich es weiß, hat ja niemals ins Krematorium begleitet.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Können Sie uns eine Beschreibung der Tätigkeit geben, die der Angeklagte Broad bei der Abfertigung dieser Gruppe auf der Rampe entfaltet hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan opisac, co robil oskarzony Broad wtedy, bedac na rampie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiezniowie zostali ustawieni, zostali

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Häftlinge wurden aufgestellt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zostali przez tych dwóch, wsród nich Broada, odliczeni.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sie wurden dann von diesen beiden, unter ihnen eben Broad, abgezählt

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I nastepnie przez innego juz, kogos innego odprowadzeni.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und dann von einem anderen dahin gebracht.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Niewatpliwie do gaz u.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ohne Zweifel in den Gastod.

 

Staatsanwalt Kügler:

Mehr können Sie dazu nicht sagen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiecej pan nie moze powiedziec na ten temat?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Znaczy, moge tylko powiedziec, dlaczego jestem przekonany, ze zostali odprowadzeni do gazu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kann nur lediglich sagen, warum ich der Meinung bin, daß sie eben ins Krematorium gekommen sind.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Würden Sie das bitte sagen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poniewaz wszyscy wiedzielismy dokladnie, ze jezeli wiezniowie sa prowadzeni miedzy obozem ta droga, która byla na przeciwko Blockführerstuby na kobiecym obozie, szli

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir haben genau gewußt, wenn die Häftlinge auf diesem Wege geführt werden

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I nastepny

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der zwischen der Blockführerstube auf dem Frauenlager... — M iedzy Blockführerstube a?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie, wprost od Blockfü hrerstuby w kierunku »Meksyku«, to sie tak nazywalo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also direkt von der Blockführerstube des Frauenlagers in Richtung »Mexiko«. Wenn sie dahin geführt wurden

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wtedy musieli byc prowadzeni do krematorium.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dann mußten sie ins Krematorium gebracht werden.

 

Staatsanwalt Kügler:

Würden Sie es bitte mal auf der Karte andeuten?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan pokazac?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Pause] [unverständlich] rampa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von der Rampe hier, so den Weg entlang.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tam nie bylo zadnych miejsc do kapieli.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort gab es nämlich keine Stellen, wo die gebadet werden konnten.

 

Staatsanwalt Kügler:

[Pause] Herr Doktor Tabeau, ist Ihnen die Liste mit den Namen der hier in diesem Prozeß Angeklagten bekannt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy zna pan liste oskarzonych w tym procesie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, oczywiscie ja czytalem, ale...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, natürlich, ich habe sie gelesen, aber...

 

Staatsanwalt Kügler:

Ist Ihnen außer dem Angeklagten Broad noch ein anderer Angeklagter bekannt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy zna pan jeszcze kogos, poza oskarzonym Broadem, z tej listy?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, znam Kaduka, ale nic nie potrafie na ten temat powiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na ja, ich kenne den Kaduk, aber ich kann nichts über ihn sagen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Znam tak samo Bogera.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kenne auch den Boger.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I wiem, slyszalem, i zreszta mial jak najgorsza opinie w obozie

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und ich habe [+ von ihm] gehört, er hatte übrigens einen sehr schlechten Ruf im Lager gehabt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ale osobiscie nic takiego nie widzialem, co móglbym powiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber ich persönlich habe nichts gesehen, was ich hier beschreiben könnte.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Dann können Sie vielleicht dem Gericht noch sagen, nachdem Sie uns geschildert haben, wie Sie den Angeklagten Broad auf der Rampe gesehen haben, woher Sie den Angeklagten Broad gekannt haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad pan znal oskarzonego Broada? Poniewaz pan przedtem powiedzial, ze pan go widzial na rampie. Skad pan go znal?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Broad byl, pracowal w oddziale politycznym obozu cyganskiego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Broad arbeitete in der Politischen Abteilung des Zigeunerlagers.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ach, und da Sie selbst im Zigeunerlager waren

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Byl czesto w obozie cyganskim, lubil sluchac muzyki, to byl tam czesto.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er war häufig im Zigeunerlager. Er [mochte es], der Musik zu lauschen, und da kam er häufig hin.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ist Ihnen aus dieser Zeit noch irgend etwas in Erinnerung, was Sie zur Charakterisierung des Angeklagten sagen können, irgend etwas, was er gesagt oder getan hat dort im Zigeunerlager?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy przypomina pan cos, co by moglo scharakteryzowac sylwetke oskarzonego Broada, co on powiedzial, czy razil [+ czyms], czy cos, co by moglo go opisac, scharakteryzowac.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, ja znam jeszcze jedna historie, ale ona jest, powiedzmy, tylko relacja osób trzecich, takze nie wydaje

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kenne eine Geschichte, aber das ist nur vom Hörensagen. Das ist ein Bericht einer dritten Person und ich weiß nicht, ob das...

 

Staatsanwalt Kügler:

Vielleicht erzählen Sie es uns bitte.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan jednak opowie nam?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Od jednej z Cyganek slyszalem, ze byla przez oskarzonego Broada namawiana do poddania sie dobrowolnej sterylizacji. W zamian za to ma byc zwolniona z obozu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe von einer Zigeunerin gehört, daß der Angeklagte Broad sie zu überreden versuchte, daß sie sich freiwillig einer Sterilisation unterzieht. Daß sie aus diesem Grund danach entlassen wird.

 

Staatsanwalt Kügler:

Von wem haben Sie das gehört? Können Sie uns das noch sagen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Od kogo pan to slyszal?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Od jednej z Cyganek, Cyganek.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von einer Zigeunerin.

 

Staatsanwalt Kügler:

Deren Name ist Ihnen nicht bekannt?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Znaczy imie znam: Lonia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kenne nur den Vornamen: Loni.

 

Staatsanwalt Kügler:

Nun haben Sie dem Gericht erzählt, daß Sie im Häftlingskrankenbau waren im Jahre 1942. Ist Ihnen aus dieser Zeit irgendein Vorfall in Erinnerung im Zusammenhang mit den ukrainischen Brüdern Bandera?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan opowiadal sadowi, ze pan byl w 42 roku w szpitalu. Czy panu cos z tego okresu jest wiadomo o jakims wypadku z bracmi Banderami?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To jest 42 rok. Oczywiscie, ja bym na to nie zwrócil uwagi, gdyby

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das ist das Jahr 1942. Aber natürlich wäre ich nicht darauf aufmerksam geworden

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Gdyby nie to, co bylo na ten temat napisane w prasie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn nicht das wäre, was bereits in der Presse darüber geschrieben wurde.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To, co zostalo wsród nas pózniej opowiadane.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und das, was man eben darüber bei uns dann später erzählt hat.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jeden z Banderów umarl u mnie na bloku 28.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der eine von den Banderas starb bei mir auf dem Block 28.

 

Staatsanwalt Kügler:

Können Sie sagen, woran er starb?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na co on zmarl, moze pan powiedziec?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Durchfall. [...]

 

Staatsanwalt Kügler:

Und wissen Sie noch den Vornamen dieses Bandera?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nein.

 

Staatsanwalt Kügler:

Können Sie mit einer jeden Irrtum ausschließenden Sicherheit sagen, daß es sich bei diesem Bandera um einen der Gebrüder Bandera gehandelt hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy moze pan z cala pewnoscia, wykluczajac wszelka mozliwosc pomylki, powiedziec, ze przy tym, który wlasnie, o którym pan teraz opowiada, chodzilo o braci, jednego z braci Banderów?

 

Staatsanwalt Kügler:

Womit ich also sagen will: aus jener berühmten Familie Bandera. Es gibt ja sicherlich noch mehrere Banderas.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja mam na mysli ta slynna rodzine Banderów.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Takie pytanie jest zawsze trudne, bo mozna na nie odpowiedziec, jezeli sie widzi dowody osobiste.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, auf diese Frage zu antworten ist immer sehr schwierig, weil man nur dann antworten kann, wenn man einen Personalausweis dieser Person gesehen hat.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wydaje mi sie jednak nie ulegac watpliwosci, ze to byl jeden z nich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es scheint mir aber, daß es ohne Zweifel, einer von diesen Gebrüder war.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poniewaz mial wielu protektorów, którzy przychodzili do niego z prosba o specjalna opieke.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil er sehr viele Förderer hatte, die immer wieder kamen und für ihn baten, um eine besondere Behandlung.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Hatte dieser Bandera, der dort an Durchfall gestorben ist, sonst noch irgendwelche Verletzungen? Also wurde er eingeliefert in den Krankenbau, weil er geschlagen worden ist, oder wurde er eingeliefert, weil er eine andere Krankheit gehabt hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy oprócz tej biegunki, o której pan opowiadal, czy oprócz tego, on mial jeszcze jakies inne slady pobicia, czy jakis innych uszkodzen z tego powodu moze byl skierowany na izbe chorych?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, blok 28 nie byl oddzialem chirurgicznym.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Block 28 war keine chirurgische Abteilung.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja poza tym osobiscie nie przypominam sobie i nie wydaje mi sie, zeby to bylo mozliwe, zeby on byl jakis pobity.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Außerdem erinnere ich mich nicht, und ich halte das nicht für möglich, daß er ja hätte geschlagen werden können.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Sie haben also nicht in Erinnerung, daß er mit irgendwelchen Verletzungen eingeliefert wurde.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec nie moze pan sobie przypomniec, ze on z jakims

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Nie moge sobie przypomniec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Da kann ich mich nicht erinnern.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ist es richtig, daß Sie der Auffassung sind, daß der Bandera mit Durchfall eingeliefert wurde und an Durchfall gestorben ist?

 

Verteidiger Staiger:

Ich widerspreche dieser Frage.

 

Verteidiger Erhard:

Ich widerspreche dieser Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Warum?

 

Verteidiger Staiger:

Ich widerspreche, weil gerade der Zeuge gesagt hatte, er erinnert sich nicht, ob der Bandera mit Verletzungen eingeliefert worden ist.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Und das schließt die

 

Verteidiger Staiger [unterbricht]:

In Folge dessen wird der Zeuge befragt über seine eigene Schlußfolgerung, ob er beurteilen könne, ob der Zeuge nun gestorben sei an Durchfall oder möglicherweise an Verletzungen, an die er sich nicht erinnert.

 

Verteidiger Erhard:

Ich widerspreche [unverständlich] ist es richtig.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Nun also, Sie hatten gesagt, soviel Ihnen in Erinnerung ist, ist der Bandera mit Durchfall eingeliefert worden.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan sobie przypomina, o ile pan sobie przypomina, chce pan powiedziec, ze o n

 

Sprecher (nicht identifiziert) [unterbricht]:

[unverständlich]

 

Vorsitzender Richter:

Bitte?

 

Sprecher (nicht identifiziert):

[unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gestorben.

 

Vorsitzender Richter:

An Durchfall gestorben ist, ja. Und nun war die zweite Frage, ob Sie sich erinnern können, daß er auch Verletzungen aufgewiesen hat. Diese Frage haben Sie mit »nein« beantwortet.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie przypominam sobie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Sie erinnern sich nicht. Ja. Und nun eine weitere Frage?

 

Staatsanwalt Kügler [unterbricht]:

Es ist die Frage, ob sich der Zeuge erinnern kann, daß der Durchfall der Grund für die Einlieferung war.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy moze pan sobie przypomniec, jaka byla przyczyna jego skierowania do szpitala?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Oczywiscie, nie potrafie sobie tego przypomniec, bo to w tym czasie bylo tak malo interesujace dla mnie, z czym jest przyjety do szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Ursache der Einlieferung, an die kann ich mich nicht erinnern. Das war für mich so wenig interessant damals, zu erfahren, aus welchem Grunde jemand in den Krankenbau eingeliefert wurde.

 

Staatsanwalt Kügler:

Können Sie, aufgrund Ihrer Erfahrungen im Häftlingskrankenbau, eine Auskunft darüber geben, ob Häftlinge, die geschlagen worden sind, in den chirurgischen Block kamen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy moze pan powiedziec ze swojego doswiadczenia jako pielegniarz, czy ci, którzy byli pobici, czy oni przychodzili do bloku 20, czy przychodzili do chirurgicznego oddzialu?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, decyzja przeciez skierowania chorego lezala nie w mocy chorego, tylko w mocy lekarza. I na calym swiecie jest przyjete tak zreszta, jak bylo w obozie, ze przypadki chirurgiczne szly na oddzial chirurgiczny, a wewnetrzne na oddzial wewnetrzny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Entscheidung darüber, wohin der Häftling eingeliefert werden sollte, lag natürlich nicht beim Häftling, sondern bei einem Arzt. Und in der ganzen Welt und auch im Lager war das üblich, daß die chirurgischen Fälle auf die chirurgische Abteilung gekommen sind.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ich habe dann keine Fragen mehr. Danke.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Ormond.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ja. Herr Zeuge, ich komme noch einmal auf den Fall des Häftlings zurück, den Sie von Block 28 nach Block 20 gebracht haben. Haben Sie sich hinterher, nachdem Sie zurückkamen wieder auf Ihren Block, erkundigt bei irgendeinem Funktionshäftling, was aus jenem Häftling geworden ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist bereits beantwortet.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Ormond, ich habe den Zeugen bereits gefragt: »Ist Ihnen über das weitere Schicksal dieses Häftlings etwas bekannt geworden?« Der Zeuge hat mir geantwortet: »Nein.«

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Gut, [...] danke sehr, dann gilt die Frage als beantwortet. Dann habe ich die eine Frage: Ihnen ist die Flucht aus dem Lager gelungen?2

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Panu udala sie ucieczka z obozu?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, prawdopodobnie mnie nie byloby tutaj, jak by mi sie nie udalo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wahrscheinlich, wenn sie nicht gelungen wäre, wäre ich nicht hier.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ja. Es gab ja auch Fälle, denen die Flucht gelungen war, die ausnahmsweise bestraft wurden und dann doch überlebt haben, oder?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Byly przeciez takie wypadki, ze komus sie udala ucieczka, zlapano go, zostal za to ukarany i mimo to przezyl. Byly takie wypadki?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[Pause] Tak dlugo, jak ja bylem w obozie, to znaczy do roku 43 , listopada, nie wiadomo mi o takim wypadku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Solange ich im Lager gewesen bin, also bis November 43, ist mir kein solcher Fall bekanntgeworden.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ist es nicht richtig, daß es insgesamt, nach meiner Information, im ganzen Bestehen des Lagers 80 Häftlingen gelungen ist zu fliehen und daß Tausenden die Flucht mißglückt ist? Wissen Sie etwas darüber?

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Aber Herr Rechtsanwalt Ormond, wie soll der Zeuge das wissen?

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Er hat sich doch sicher dafür interessiert, Herr Vorsitzender. Und wir haben bis jetzt wirklich von keinem Fall gehört, von Zeugen, von anderen, oder von welchen, die hier aufgetreten sind

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Der Zeuge hat eben gesagt, ihm ist kein Fall bekannt, daß ein Flüchtling bestraft worden ist und überlebt hat. Er kennt diese Fälle nicht.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Solange er im Lager war.

 

Vorsitzender Richter:

Er kann uns ja nur das sagen, was er im Lager erlebt hat. Daß er dort eine Statistik über Häftlinge führen konnte, die geflohen waren und die nicht wieder zurückkamen und die wieder zurückkamen, das kann ich mir nicht vorstellen.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ich dachte nur, es wäre interessant für uns, einmal hier zu hören, wie verschwindend wenigen Menschen es gelungen ist, da raus zu kommen.

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Darf ich die Frage vielleicht übersetzen, so schnell?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte schön. Sagen Sie es ihm.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Chce wiedziec z informacji, które mielismy, bylo 80 wypadków takich, kiedy uciekajacym udala sie ucieczka z obozu. Na przestrzeni calego istnienia obozu, ze 80 osobom udala sie ucieczka, ale dziesiatkom tysiecy nie udalo sie. Czy panu jest wiadome w stosunku miedzy tymi, którzy próbowali uciec i którym sie udalo i takim, którym sie nie udalo?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie ulega zadnej watpliwosci, ze tym, którym sie udalo, to jest

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Tak, tak, ale ile, jaka ilosc byla?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Min imalny procent. Ale ja nic, ani mnie nie interesowalo, ani nie interesowalem sie cala sprawa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, es unterliegt keinem Zweifel, daß es ein ganz minimaler Prozentsatz gewesen ist, denen es gelungen war, zu flüchten. Aber ich habe mich nicht interessiert damals und auch nicht später, wie viele es gewesen sind.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Gut. Keine Frage, danke sehr.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Doktor Kaul.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Herr Zeuge, Sie haben dem Herrn Staatsanwalt geantwortet auf seine Frage, wie die Selektionen durchgeführt wurden, daß einer die oberste Leitung hatte auf der Rampe. Bedeutet das, daß die anderen SS-Angehörigen nicht selbständig selektioniert haben? Hing das nur von dem einen ab, wer ins Gas ging und wer ins Lager ging?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Powiedzial pan przedtem na pytanie prokuratora, ze z pana obserwacji pan widzial, ze jeden kierowal na rampie akcja selekcji. Czy to oznacza, ze ci pozostali, którzy znajdowali sie w tej grupie nie decydowali na wlasna reke, kto ma isc do gazu, a kto nie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy tylko ta jedna osoba decydowala?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Z odleglosci 60 czy 80 metrów, bo taka mniej wiecej byla odleglosc, nie mozna wiedziec, czy ktos wiecej mial do gadania, czy nie. Ja widzialem tylko osoby i widzialem pewien ruch. I widzialem kogos, okolo którego sie to wszystko krecilo, ale czy ktos poza tym mial jakis wplyw i mozliwosci, tego z tej odleglosci ani zobaczyc, ani nie [unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aus einer Entfernung von 60 bis 80 Metern ist es schwer zu sagen, wer was dort getan hat. Ich sah nur eine Person, um die sich alles drehte, und ich habe auch gesehen, daß sich dort alles abgespielt hat. Aber es ist nicht möglich, auf diese Entfernung hin zu sagen, wer und ob jemand noch zu entscheiden hätte.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Dann schließt also Ihre Bemerkung, daß eine oberste Leitung bei diesen Selektionen auf der Rampe bestand, nicht aus, daß auch die anderen SS-Angehörigen selbständig selektioniert haben?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Naturalnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Natürlich nicht.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Wissen Sie, wer in der Zeit, in der Sie im Lager waren, Adjutant des Lagerkommandanten war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wie pan, kto w tym czasie, kiedy pan byl obozie, byl adiutantem komendanta?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Haben Sie den Namen Mulka einmal gehört, während Sie im Lager waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy slyszal pan w tym czasie, kiedy pan byl w obozie, nazwisko Mulki?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nawet jezeli slyszalem, to sobie nie przypominam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sogar wenn ich es gehört hätte, kann ich mich jetzt nicht erinnern.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Wissen Sie, wo dieser Bandera, der später im Krankenbau, im Block 28 gestorben ist, vor seiner Einlieferung in den Block gearbeitet hat?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie, nie, nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, nein.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich danke, ich habe keine Fragen mehr.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Verteidiger Steinacker:

Herr Zeuge, Sie haben berichtet, daß der Bandera in Block 28 an Durchfall gestorben ist. War das Sterben von Häftlingen an Durchfall etwas Außergewöhnliches oder eine alltägliche Sache?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zupelnie pospolite.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist ja eine ganz alltägliche Geschichte.

 

Verteidiger Steinacker:

Ganz alltägliche Sache. Wie kommt es, daß Sie sich an diese Nebensächlichkeit, daß jemand also an einer alltäglichen Sache gestorben ist, erinnern?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakze moglo byc, ze pan akurat taki wypadek, który byl pospolita rzecza, ze moze pan sobie teraz przypomina wlasnie taki po spolity?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich widerspreche dieser Frage.

 

Staatsanwalt Kügler:

Die Frage ist beantwortet, der Herr Zeuge hat gesagt, es war ein Besucher da, der sich nach Bandera erkundigt hat.

 

Verteidiger Steinacker [unterbricht]:

Nein, das hat er deshalb nicht gesagt; er hat gesagt, es hat Förderer gegeben, die haben sich um Bandera gekümmert. Das hat aber doch nichts mit der Frage

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Und oft gekommen sind.

 

Verteidiger Steinacker:

Zu tun, die ich eben gestellt habe. Aber ich bitte das Gericht zu

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Na, ja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan odpowiedziec.

 

Vorsitzender Richter:

Mir ist es jedenfalls in dieser Deutlichkeit nicht erinnerlich. Warum können Sie sich daran erinnern, daß dieser Bandera an Durchfall gestorben ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dlaczego moze pan sobie tak dokladnie przypomniec, ze Bandera

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Dlatego, poniewaz to byl chory, który mial wielu ludzi, którzy sie nim interesowali, którzy chcieli wiedziec, na co umarl. Bo gdy byl ktos, którym sie nikt nie interesuje, to bym w ogóle o tym nie wiedzial.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil das ein Kranker war, für den sich sehr viele Personen interessierten und kamen, und aus diesem Grunde ist mir die Ursache seines Todes bekannt. Wenn das eine andere Person wäre, ein anderer Häftling, um den sich niemand gekümmert hätte, hätte ich mich nicht daran erinnert.

 

Verteidiger Steinacker:

Sie haben vorhin gesagt, dieser Fall überhaupt, Bandera, ist erst wieder in Ihre Erinnerung gekommen, nachdem Sie Presseberichte gelesen haben. Habe ich Sie da richtig verstanden?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja. Ganz richtig.

 

Verteidiger Steinacker:

Haben Sie dann auch in den Presseberichten gelesen, daß die Behauptung aufgestellt worden ist von Zeugen, er sei wegen Mißhandlungen in den Krankenbau gekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I czytal pan tez o tym, ze swiadkowie wystapili, którzy powiedzieli, ze on zmarl na skutek pobicia? I znecania sie na nim?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Verteidiger Steinacker:

Das haben Sie gelesen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Verteidiger Steinacker:

Und aufgrund dieser Pressemeldungen haben Sie sich wieder erinnert?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Verteidiger Steinacker:

Nein, ich meine, aufgrund dieser Presseberichte ist Ihnen der Fall wieder in Erinnerung gekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I na skutek tych notatek w gazecie, przypomnial pan sobie znów ten wypadek?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tego przypadku nie potrzebowalem sobie przypominac, poniewaz przypadek ja znalem i znam. Tylko w tym czasie, a nim to zostalo podane w prasie, to nie bylo dla nikogo, interesujace.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

An diesen Fall brauchte ich mich nicht zu erinnern, weil er in meiner Erinnerung war. Aber solange das nicht in der Presse aufgetaucht war, habe ich nicht daran gedacht, weil das für niemand interessant gewesen ist.

 

Verteidiger Steinacker:

Gut. Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Ist sonst noch eine Frage? Herr Rechtsanwalt Schallock.

 

Verteidiger Schallock:

Herr Doktor Tabeau, hatte die polnische Widerstandsbewegung im Lager Beziehungen zu den Partisanengruppen außerhalb des Lagers?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ruch oporu w obozie mial stosunki, kontaktowal sie z grupami partyzantów poza obozem?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Mialem bardzo luzny kontakt z ruchem oporu i na to pytanie nie potrafie odpowiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich hatte sehr lose Bande, die mich mit der Widerstandsbewegung im Lager verbanden, und ich kann darüber nichts antworten. Ich weiß es nicht.

 

Verteidiger Schallock:

Wie ist Ihnen denn die Flucht aus dem Lager zu den Partisanen geglückt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakze udala sie panu ucieczka z obozu do partyzantów?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W obozie dostalem adres od doktora Klodzinskiego, pod który sie zglosilem po ucieczce, a poza tym pracowalem

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bekam im Lager von Doktor Klodzinski eine Adresse, an die ich mich nach der Flucht aus dem Lager wandte.

 

Verteidiger Schallock:

Durch diesen Adressaten, durch den Inhaber dieser Adresse wurden Sie dann in die Partisanenbewegung eingereiht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I przez te osobe, której dotyczyl adres, zostal pan pózniej przydzielony do grupy partyzantów?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja sobie wybralem te grupe, a jezeli chodzi konkretnie o ten adres, to byla wlasnie komórka, zajmujaca sie wspólpraca z organizacja konspiracyjna w obozie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, also ich habe mir selbst eine Partisanengruppe ausgesucht. Aber was diese Adresse anbetrifft, das war eine Zelle, die eben in Verbindung mit der Widerstandsbewegung im Lager stand.

 

Verteidiger Schallock:

Und die Partisanen außerhalb des Lagers, deren Ziel war, gegen die Besatzungsmacht Sabotage zu betreiben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy zadaniem partyzantów poza obozem bylo przyprowadzanie

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Wir wollen die Frage lieber so stellen, Herr Rechtsanwalt Schallock: Was war das Ziel und die Aufgabe dieser Partisanengruppen?

 

Verteidiger Schallock:

Ja, ich bin damit einverstanden.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jaki byl cel i zadanie partyzantów?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jest tyle na ten temat napisane i to sie tak luzno z obozem laczy, ze mozna by cala epopeje na ten temat powiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es ist schon soviel darüber geschrieben worden, und das steht in so einem losen Zusammenhang mit dem Lager. Man könnte eine ganze Epopöe darüber erzählen.

 

Verteidiger Schallock:

Ja, wir können leider nicht das benutzen, was alles geschrieben ist, sondern wir müssen uns ein Bild durch die Zeugen machen. Und deswegen bitte ich doch, wenigstens in kurzen Worten, zu sagen, was das Ziel dieser Partisanen

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Herr Rechtsanwalt Schallock, Sie wollen doch sicherlich darauf hinaus, daß Sie festgestellt haben wollen, ob nun die Bekämpfung der Widerstandsleute im Lager eine sehr wichtige Tätigkeit war, weil dieser Widerstand zum Ziel hatte eine aktive Angriffshandlung gegen die bestehende Ordnung.

 

Verteidiger Schallock:

Zweifellos, ja.

 

Vorsitzender Richter:

Sie fragen aber nun nicht über die Widerstandsgruppe innerhalb des Lagers, sondern außerhalb des Lagers.

 

Verteidiger Schallock:

Außerhalb des Lagers.

 

Vorsitzender Richter:

Aber die Angeklagten sind ja nur verantwortlich für das, was innerhalb des Lagers passiert ist.

 

Verteidiger Schallock:

Nun, die Überleitung zu dieser Frage liegt ja nahe. Wenn nämlich Leute aus dem Lager Kontakt haben zu dieser Partisanengruppe oder zu ihr fliehen, so ist das natürlich eine Aufgabe auch eventuell der Politischen Abteilung, das zu verhindern.

 

Vorsitzender Richter:

Na, selbstverständlich.

 

Verteidiger Schallock:

Ja, aber ich will dann nicht diese Frage fortsetzen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli to jest interesujace, to ja pewne konkretne rzeczy moge podac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn das für Sie interessant ist, dann kann ich selbstverständlich gewisse...

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To mi nie przeszkadza.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das stört mich nicht, da kann ich Ihnen natürlich ein paar Angaben geben.

 

Verteidiger Schallock:

Nein, ich habe auf die weitere Frage verzichtet.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Herr Rechtsanwalt Göllner.

 

Verteidiger Göllner:

Herr Zeuge, anschließend an die Frage meines Kollegen Schallock, schildern Sie doch bitte, weil wir das zum ersten Mal heute gehört haben, den eigentlichen Fluchtweg aus dem Lager. Wie sind Sie als Pfleger aus dem Zigeunerlager aus dem doppelt bewachten Auschwitz, aus der Kleinen Postenkette, aus der Großen Postenkette, herausgekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan opisac, bo ja pierwszy raz widze taki wypadek, jak panu udala sie, panu, pielegniarzowi z obozu cyganskiego, ucieczka z podwójnie ochranianego obozu. Z obozu, gdzie byla pierwsza i druga linia ochrony. Jak panu sie to udalo, jaka byla droga pana ucieczki z obozu?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, ja przypuszczam, ze oskarzony Broad te droge zna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich nehme an, daß der Angeklagte Broad diesen Weg kennt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A jezeli chodzi o mnie, ja ja bardzo chetnie opowiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber wenn nicht, dann erzähle ich ja gerne, bitte.

 

Verteidiger Göllner:

Ich bitte darum.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiec ucieczke [przygotowywalem] od 42 roku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Flucht habe ich seit 42 vorbereitet.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Z tego zreszta wzgledu interesowalem sie wszystkimi tymi sprawami, które mogly mi byc przy tym potrzebne.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und aus diesem Grunde interessierte ich mich für alle diese Sachen, die für mich notwendig gewesen sind.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Miedzy innymi ruch wokolo obozu i te wszystkie transporty.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und darunter der Verkehr um das Lager herum und die Transporte, die da hin und her gingen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zdecydowalismy sie uciekac w trzech, nas, wtedy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir haben uns entschlossen, zu dritt zu fliehen damals.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Postanowilismy przygotowac sobie caly konieczny sprzet.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir haben beschlossen, alles Notwendige, die Ausrüstung, vorzubereiten

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nastepnie spowodowac krótkie spiecie na przewodach wysokiego napiecia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und schließlich einen Kurzschluß an den elektrischen Leitungen um das Lager herum zu verursachen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poprzecinac druty w obozie cyganskim.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Den Drahtzaun im Zigeunerlager durchzuschneiden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poprzecinac druty w obozie f.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Drähte im Lager f zu durchschneiden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, i nastepnie uciec pomiedzy krematoria i las, tam, gdzie byly palone zwloki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und dann auf dem Wege zwischen den Krematorien in den Wald zu fliehen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

I to sie nam udalo, mimo ze juz bylo SS zawiadomione, ze chcemy uciekac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und das ist uns gelungen, obwohl die SS bereits darüber informiert wurde, daß wir fliehen wollen.

 

Verteidiger Göllner:

Hat Broad denn von dieser Vorbereitung der Flucht gewußt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy Broad wiedzial o tych przygotowaniach do ucieczki?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, wydaje mi sie, ze sa za duze wymagania pod moim adresem, zebym takie informacje posiadal.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es scheint mir, daß es eine zu große Anforderung ist, von mir diese Informationen zu verlangen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, der Herr Rechtsanwalt ist vielleicht zu dieser Frage angeregt worden durch eine Bemerkung von Ihnen, die Sie vorhin gemacht haben: »Der Angeklagte Broad wird es ja wissen, wie es gewesen ist.«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To bylo skutkiem, obrona postawila pytanie na skutek pana wzmianki, która pan przedtem powiedzial, ze oskarzony Broad bedzie mógl, wie chyba to

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Und außerdem haben Sie eben gesagt: »Uns gelang der Fluchtweg, obwohl es bereits der Politischen Abteilung oder der SS bekannt war.«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I pan powiedzial, ze nam sie udala ucieczka, mimo ze SS juz wiedzialo o tym, ze zamierzamy uciec. Wiec, co pan?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Pierwsze oswiadczenie chyba jest jasne, ze jezeli ktos ucieka to w pierwszym rzedzie wie o tym oddzial polityczny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, meine erste Bemerkung ist ja klar. Weil, wenn jemand fliehen will, das ist klar, daß die Politische Abteilung darüber weiß.

 

Vorsitzender Richter:

Nicht, wenn er fliehen will, sondern, wenn er geflohen ist.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan ma na mysli, kiedy on uciekl, czy on chce uciec?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To jest pierwsza, to jest, odpow iedzialem najpierw na

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Nie, nie. Wiec, jak pan odpowiedzial? Jeszcze raz, prosze.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jest rzecza jasna, ze jezeli ktos ucieknie, to w pierwszym rzedzie

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Ucieknie.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Zain teresowany jest tym oddzial polityczny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Po ucieczce?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Powiedzialem

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Po ucieczce?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Po ucieczce powiedzialem, ze jak ucieklem, to bedzie wiedzial chyba Broad. Tak powiedzialem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, ich habe gesagt, wie ich geflohen bin, davon wird der Angeklagte Broad wissen. Wenn jemand geflüchtet ist, dann weiß darüber in erster Linie die Politische Abteilung.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dann.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jezeli chodzi o drugie pytanie, tez potrafie na to odpowiedziec poniewaz po mojej ucieczce zostal poinformowany lagerältester w Krankenbau, który odeslal jednego z Pflegerów ze zleceniem zawiadomieni a Blockführerstuby.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan bedzie jeszcze raz, powoli troszeczke.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To, ze ja chce uciekac wiedzial lagerältester szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Davon, daß ich fliehen möchte, wußte der Lagerälteste des Krankenbaus.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Który poslal wieznia z poleceniem zawiadomienia Blockführerstube.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und er schickte einen Häftling, um die Blockführerstube zu benachrichtigen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A mnie osobiscie kazal isc ze soba.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und er befahl mir persönlich, mit ihm zu gehen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To bylo w tym

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Moment, was soll ich darunter verstehen: »die Blockführerstube zu benachrichtigen«?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Prosze?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co to znaczy, zawiadomic Blockführerstube? On poslal?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Poslac meldunek, ze w obozie sa wiezniowie, którzy chca uciekac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das heißt, eine Meldung dahin schicken, daß im Lager Häftlinge sind, die fliehen wollen.

 

Vorsitzender Richter:

Und was hatte das für einen Sinn?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co to mialo za sens?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Azeby wiezniów zlapac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Um die Flüchtlinge zu fassen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, aber das kann ich also nicht verstehen, der Blockälteste, das war doch ein Häftling.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Lagerälteste. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Der Lagerälteste.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Das war ein Häftling, das stimmt. — To sie zgadza.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Und trotzdem hat er Sie da verraten, oder wie?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy, on zdradzil pana.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

On nie mógl nie zdradzic, jezeli mu to zameldowano.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er mußte mich verraten, nachdem ihm bereits die Meldung darüber gemacht wurde.

 

Vorsitzender Richter:

Ach, so. Ja. Nun, weiter. Und er hat Ihnen gesagt, Sie sollten mit ihm gehen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

On panu powiedzial, ze pan musi z nim isc?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Lagerälteste.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To byl ten dzien, kiedy my mielismy wyznaczony termin ucieczki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war an dem Tag, an dem wir bereits den Termin der Flucht festgelegt haben.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Prawdopodobnie niejasnosc, która tutaj istnieje polega na tym, ze nie wiadomo, jak do tego doszlo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Vielleicht entsteht die Ungenauigkeit und die Unklarheit darüber dadurch, daß man nicht weiß, wie es dazu gekommen ist.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

My mielismy uciekac o godzinie dziewiatej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir sollten um neun Uhr fliehen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Przed tym wszystko to, co

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Rano czy wieczorem?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wieczorem, wieczorem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am Abend.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Te rzeczy, które byly do ucieczki nam potrzebne, ja juz wzialem ze schowka i schowalem pod swoja poduszka w bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Sachen, die notwendig waren, habe ich bereits aus einem Versteck herausgeholt und habe es unter mein... — P od, pod poduszka?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

[unverständlich] pod poduszka.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Unter mein Kissen gelegt.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To zostalo znalezione przez Cyganke, która sprzatala ten pokój.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Diese Sachen wurden gefunden von einer Zigeunerin, die dieses Zimmer saubermachte.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Powiedziala ona o tym jednemu z moich przyjaciól z prosba, zeby mnie przekonal, zebym nie uciekal.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sie sagte das einem meiner Freunde, mit der Bitte, mich zu beeinflussen, daß ich nicht fliehen soll.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

A ten zameldowal to lagerältestowi.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und er meldete es dem Lagerältesten.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wydaje mi sie, ze teraz juz jest wszystko jasne.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und es scheint mir, daß jetzt alles klar ist.

 

Verteidiger Göllner:

Ich habe noch drei kleine Ergänzungsfragen.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Verteidiger Göllner:

Herr Doktor Tabeau, Sie schilderten bei der Selektion von Block 28, daß Sie durch den mit Ihnen befreundeten Blockältesten Alfred Stössel dem Klehr vorgeführt wurden zur Untersuchung. Ich habe aus den Akten gelesen, daß der mit Ihnen damals befreundete Alfred Stössel nicht mehr lebt, und zwar bei einem Häftlingstransport von Häftlingen umgebracht worden sein soll. Wissen Sie darüber Näheres? Ist das richtig?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Powiedzial pan, opisujac ta pierwsza selekcje, ze zostal pan doprowadzony do oskarzonego Klehra przez ówczesnego blokowego Alfreda Stössla.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Slyszalem, ze Alfred Stössel zginal podczas transportu? Czy panu jest cos o tym wiadome?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wiadomo jest mi, ze

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Przez wiezniów.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Alfred Stössel zginal nie w transporcie, tylko zostal rozstrzelany na bloku 11 i to bylo niewatpliwie pózniej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß, daß Alfred Stössel umgekommen ist, aber nicht auf einem Transport, sondern er wurde erschossen auf dem Block 11. Und das war später.

 

Verteidiger Göllner:

Danke. Der Herr Vorsitzender hat Sie gefragt, wer Ihnen den Auftrag zur Vorführung des Häftlings bei Klehr zur Phenolinjektion erteilt habe. Und Sie haben geantwortet: »Den Auftrag hatte ich von einer Schreibstube erhalten.« Ich habe aber nicht gehört, ob Sie genau geantwortet haben, von welcher Schreibstube, ob von der Schreibstube

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Er hat gesagt, Herr Rechtsanwalt: »Auf dieser Schreibstube saßen drei oder vier Häftlinge. Und von einem derselben habe ich diesen Auftrag bekommen. Ich weiß heute nicht mehr, von wem.«

 

Verteidiger Göllner:

War es von dem Block 28, oder war es von der Schreibstube des Lagerarztes?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to byla Schreibstuba 28 bloku?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Schreibstuba 28 bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war die Schreibstube des Blocks 28.

 

Verteidiger Göllner:

Danke. Herr Zeuge, der von mir vertretene Klehr sagt zu dem Fall Bandera, ein Häftling, der Durchfall hätte, sei niemals auf Block 28 gekommen, sondern stets auf die Isolierstation. Was sagen Sie dazu? Block 28 sei der Block für innere Krankheiten gewesen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Oskarzony Klehr, którego ja bronie, powiedzial mi, ze w zwiazku z ta, z wypadkiem jednego z braci Banderów, o którym pan powiedzial, ze zmarl na biegunke, ze nigdy w zyciu zaden wiezien, który chorowal na biegunke, nie byl skierowany d o bloku 2, tylko na Isolierstation.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Stwierdzilem tylko, ze Bandera byl na 28 bloku i ze umarl na biegunke. I do tego nic nie mam wiecej do dodania.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe festgestellt und ich habe nichts mehr [hinzufügen], daß der Bandera auf dem Block 28 infolge eines Durchfalls gestorben ist. Mehr kann ich nicht dazu sagen.

 

Verteidiger Göllner:

Noch eine Abschlußfrage: Sie haben bei der Schilderung der Tätigkeit von Klehr und Scherpe gesagt, daß sie die gleichen Funktionen im HKB ausübten. Schildern Sie bitte die Beobachtungen, die Sie hierüber in den beiden oder drei letzten Monaten gemacht haben, 1942.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Powiedzial pan, ze Klehr i Scherpe wykonywali te same funkcje na bloku. Moze pan bedzie laskaw opisac te funkcje ich dwóch, powiedzmy w ostatnich trzech miesiacach, kiedy pan tam byl.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

To sa oczywiscie te same funkcje z mojego punktu widzenia, bo administracyjnie ja tego nie moglem znac.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das waren natürlich dieselben Funktionen von meinem Standpunkt aus, wie das verwaltungsmäßig war, konnte ich ja nicht wissen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ja wiem o tym, ze oni przychodzili na bloki, ze odbierali apele.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß, daß sie auf die Blocks gekommen sind, daß sie die Appelle entgegennahmen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Byli obecni przy Arztvormelder.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Daß sie bei den Artztvormeldern anwesend waren.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Ze do ich obowiazków nalezal o, o ile sobie dobrze przypominam, podpisywanie apteki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Daß zu ihren Aufgaben, soweit ich mich gut erinnere, auch gehörte, die Apotheke zu unterschreiben, also die Medikamente wahrscheinlich.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jakie poza tym mie li inne funkcje? Ja przypuszczam, ze mieli, ale mnie to nie interesowalo ani nie potrafie o tym wiecej powiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Was sie für andere Funktionen hatten, erstens interessierte es mich nicht, zweitens weiß ich es nicht, und ich kann nichts darüber sagen.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Na, haben gespritzt. — No, to ja wiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und sie haben auch gespritzt. Das weiß ich.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, Sie haben aber selbst gesagt, daß Sie den Scherpe dabei niemals gesehen hätten.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Ja powiedzialem, ze ja wiem o tym, ale nie powiedzialem, ze widzialem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl, ich habe gesagt, ich weiß darüber, aber ich habe es selbst nicht gesehen.

 

Vorsitzender Richter:

Jawohl. Sind von seiten der Verteidigung noch Fragen zu stellen? Herr Rechtsanwalt Doktor Fertig.

 

Verteidiger Fertig:

Noch einige Fragen: Herr Zeuge, handelt es sich bei der Selektion, die der Angeklagte Klehr in der Ambulanz vorgenommen haben soll, um eine Selektion der Arztvorsteller?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy przy tej selekcji, która rzekomo mial przeprowadzic Klehr w ambulatorium, czy tu chodzilo o tych tak zwanych Arztvorsteller?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Hat er schon wiederholt gesagt, Herr Rechtsanwalt.

 

Verteidiger Fertig:

Ja, er hat sich ausgedrückt, »in der Ambulanz«, es war unklar, ob es sich hier um die Arztvorsteller handelt.

 

Vorsitzender Richter:

Na ja.

 

Verteidiger Fertig:

Herr Zeuge, ist es möglich, daß es sich bei dieser Selektion beziehungsweise bei Ihren Beobachtungen dabei lediglich um eine Vorselektion handelt und die endgültige Entscheidung dem Arzt vorbehalten wurde?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mozliwym jest, ze ta selekcja, o której pan mówi, byla przygotowawcza selekcja i ze pózniej decydowal jeszcze lekarz?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wedlug tego, co mysmy wiedzieli, to te karty, które zabieral sobie selekcjonujacy, to byli ci, którzy szli do gazu. Czy on to przedstawial pózniej jeszcze lekarzowi do ostatecznej decyzji, nie wiem. Wydaje mi sie to watpliwe.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir haben es gewußt, daß diejenigen, deren Karten von dem Selektionierenden weggenommen wurden, in den Gastod gingen. Ob diese Karten später noch einmal einem Arzt vorgelegt wurden wegen einer Entscheidung, das weiß ich nicht, aber ich halte das für ausgeschlossen.

 

Verteidiger Fertig:

Ja, ich frage Sie deshalb, weil es sich hier um eine Selektion der Arztvorsteller handelt und der Angeklagte Klehr ja kein Arzt war.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja pytam sie pana o to dlatego, ze tu chodzi o tak zwanych Arztvorsteller, a Klehr nie byl przeciez lekarzem.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

No, on usilowal spelniac te funkcje.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er bemühte sich, diese Funktion durchzuführen.

 

Verteidiger Fertig:

Dann noch eine weitere Frage: Können Sie dazu etwas sagen, ob sich die Selektionen, das heißt, die Einteilung in die einzelnen Gruppen, danach richteten, welche Diagnose in den Karteikarten eingetragen war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy panu jest wiadomym cos o tym, czy moze pan powiedziec, ze podzial na grupy przy selekcjach powodowany byl diagnoza postawiona na tych kartach chorych? Czy diagnoza lekarska, która stala, przyczyniala sie do tego, w jaki sposób nastepowal podzial przy selekcji?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W pewnym stopniu wydaje mi sie, ze tak, ale to jest moje wrazenie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In gewissem Sinne scheint mir, daß es so gewesen ist, aber das ist nur mein Eindruck.

 

Verteidiger Fertig:

Und diese Eintragungen in die Karteikarten, die wurden von Häftlingsärzten getätigt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I to, co bylo napisane na kartach, to bylo przeprowadzane przez lekarzy-wiezniów?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Verteidiger Fertig:

Keine weiteren Fragen.

 

Verteidiger Steinacker:

Herr Direktor, der Angeklagte Dylewski hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß eben bei der Übersetzung auf den Vorhalt des Kollegen Doktor Fertig, die Frage, ob es ausgeschlossen sei, der Zeuge erklärt habe, es sei »fragwürdig«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan powiedzial

 

Verteidiger Steinacker [unterbricht]:

Er halte das für fragwürdig, statt für »ausgeschlossen«. Die Dolmetscherin hat

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Darf ich dann noch mal

 

Verteidiger Steinacker [unterbricht]:

»Ausgeschlossen«

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Was für eine Frage war das, Herr Rechtsanwalt?

 

Verteidiger Steinacker:

Ja, bitte. [...] Auf die Frage von Herrn Doktor Fertig, ob es möglich sei, daß nach der sogenannten – wie er es formuliert hat – Vorselektion die Karten noch einmal zu einem Arzt zur letzten Entscheidung vorgelegt worden seien, hat die Frau Dolmetscherin übersetzt, es sei »ausgeschlossen«.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Unwahrscheinlich.

 

Verteidiger Steinacker:

Nein, hier hat sie gesagt: »ausgeschlossen«.

 

Sprecher (nicht identifiziert):

So habe ich das nicht verstanden.

 

Verteidiger Steinacker:

Ja, Sie hat hier »ausgeschlossen« gesagt. Und nun weist mich

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Darf ich dann noch einmal die Frage stellen?

 

Verteidiger Steinacker [unterbricht]:

Ja, entschuldigen Sie, lassen Sie es mich doch erst mal sagen. Und nun weist mich der Angeklagte Dylewski darauf hin, der Zeuge habe gesagt: »fragwürdig«.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

[+ Ich habe] »unwahrscheinlich« aufgeschrieben.

 

Vorsitzender Richter:

»Unwahrscheinlich«. Na, also, fragen Sie bitte.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

So, also darf ich dann die Frage noch mal stellen?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte schön.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß es jetzt nicht mehr. — Czy pan powiedzial, pytanie bylo postawione przez obrone, czy mozliwym jest, ze selekcja przeprowadzona odnosnie Arztvorsteller, ze ta selekcja byla selekcja wstepna i ze pózniej, pózniejsza decyzja dokonywana moze byla przez lekarza? Pan powiedzial i moze pan bedzie laskawy jeszcze raz odpowiedziec na to pytanie.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Selekcja byla...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pytanie bylo takie, czy ta selekcja wstepna, czy to jest mozliwe, ze to byla selekcja wstepna i ze decydowal ostatecznie o tym lekarz? Pan powiedzial, nam sie wydawalo

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Powiedzialem, ze

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Ze karty zostaly zabierane.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Karty, wiedzielismy, ze te karty, które zabiera Klehr, to sa karty [wiezniów którzy] nastepnie ida do gazu albo na zastrzyki fenolu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir wußten, daß die Personen, deren Karten von Klehr zurückgehalten wurden, vergast werden oder mit Phenol getötet werden.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak. Czy te karty byly przedstawiane pózniej lekarzowi niemieckiemu, tego nie wiem. Wydaje mi sie to bardzo malo prawdopodobne.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß nicht, ob die Karten einem deutschen Arzt noch vorgelegt werden. Es scheint mir sehr unwahrscheinlich zu sein. [+ Das ist] jetzt die Antwort.

 

Verteidiger Steinacker:

Ja. Dann habe ich noch eine Frage: Herr Zeuge, Sie waren als Pfleger tätig im Krankenbau. Kennen Sie Herrn Doktor Szewczuk? [...]

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Szewczuk? Nie

 

Verteidiger Steinacker [unterbricht]:

Einen Ukrainer.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Szewczyk, ja.

 

Verteidiger Steinacker:

Oder Szewczyk, kann auch sein. Ich weiß nicht, wie es ausgesprochen wird.

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Szewczyk to byl wiezien, który pracowal w aptece. O tego chodzi?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Szewczyk war ein Häftling, der in der Apotheke arbeitete. Geht es um den?

 

Verteidiger Steinacker:

Den meine ich nicht, sondern einen Ukrainer, der ebenfalls im Krankenbau arbeitete. Ob jetzt in Block 28 oder

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

[unverständlich]

 

Verteidiger Steinacker:

Kennen Sie den?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nein, nein, nein.

 

Verteidiger Steinacker:

Können sich nicht erinnern?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nein, nein.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nie zna pan takiego?

 

Verteidiger Joschko:

Ich habe eine einzige Frage: Herr Zeuge, woher wissen Sie, daß der Stössel in Block 11 erschossen wurde?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad panu wiadomym jest, ze Stössel zostal rozstrzelany na bloku 11?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Wielu zostalo wtedy zamknietych do bunkra, miedzy innymi Stössel. Wielu, co nosili zwloki i cala ta duza grupa zostala rozstrzelana, a wiedzialem

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war eine große Gruppe damals, viele, die in den Bunker gekommen sind, das waren Leichenträger. — I kto jeszcze? Ci, którzy nosili trupy?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Tak jest. Ci, którzy nosili trupy, duza grupa rozstrzelana. A ze zostal rozstrzelany, no to wiem, bo go w koncu koledzy pózniej do krematorium odwozili.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und ich weiß auch, daß er erschossen wurde, weil die Kameraden ihn später ins Krematorium gebracht haben.

 

Vorsitzender Richter:

Von seiten der Verteidiger sind keine Fragen mehr? Bitte schön.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Wie nannten Sie sich im Lager mit Vornamen?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Jerzy.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Im Lager auch?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Auch Jerzy.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Danke.

 

Vorsitzender Richter:

Boger.

 

Angeklagter Boger:

Ich habe eine Frage an den Zeugen.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Angeklagter Boger:

Herr Zeuge, ist Ihnen der Name des Häftlings noch in Erinnerung, der am Tage Ihrer Flucht Lagerältester im Zigeunerlager gewesen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan przypomina sobie nazwisko tego, który byl lagerältester w tym czasie, w tym dniu, kiedy pan uciekl?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

Nie.

 

Angeklagter Boger:

Danke.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Haben die Angeklagten noch Fragen zu stellen oder eine Erklärung abzugeben? Nein? Herr Zeuge, können Sie das, was Sie gesagt haben, mit gutem Gewissen beschwören?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy moze pan przysiac z czystym sumieniem

 

Zeuge Jerzy Tabeau [unterbricht]:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na to, co pan powiedzial?

 

Vorsitzender Richter:

Wollen Sie den Eid in religiöser oder in bürgerlicher Form leisten?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan chce skladac przysiege w formie religijnej, czy w formie cywilnej. Z powolaniem sie na Boga?

 

Zeuge Jerzy Tabeau:

W cywilnej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In der bürgerlichen, in der zivilen Form.

 

Vorsitzender Richter:

Bürgerlichen.

 

– Schnitt –

 

 

1. Vgl. Erklärung vom 14.06.1960, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 33, Bl. 5.644.

2. Tabeau floh am 19.11.1943 zusammen mit dem Häftling Roman Cielczko aus dem Lager und verfaßte einen Bericht über das Lager. Tabeaus Bericht ist unter der Bezeichnung »Bericht eines polnischen Majors« im Frühjahr 1944 in den USA veröffentlicht worden. Vgl. Czech, Kalendarium, S. 657. Siehe den Abdruck des Berichts in: London wurde informiert ... Berichte von Auschwitz-Flüchtlingen. Hrsg. von Henry Swiebocki. Oswiecim: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1997, S. 107-179.

 

 
 
 
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