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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

152. Verhandlungstag, 30.4.1965

 

Vernehmung der Zeugin Hilde Müller

 

Vorsitzender Richter:

[+ Sind Sie damit einverstanden], daß ich Ihre Aussage auf ein Tonband nehme zum Zweck der Stützung des Gedächtnisses des Gerichts?

 

Zeugin Hilde Müller:

Bitte schön.

 

Vorsitzender Richter:

Frau Müller, Sie haben das heute vormittag noch teilweise mitbekommen. Es dreht sich hier um die Frau Pozimska, die hier als Zeugin geladen war, soviel ich gehört habe, erkrankt war und in Darmstadt gesund gepflegt worden ist, bis sie dann hier vernommen werden konnte. Wurde sie in dieser Zeit von Ihnen betreut?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja. Also es war so: Eines Abends wurde ich sehr spät in Darmstadt angerufen. Frau Poszimska stand am Bahnhof bereits, bei dem Roten Kreuz, und hatte meine Adresse und war verzweifelt, sie sei krank, hätte kein Geld. Da habe ich gesagt: »Das Rote Kreuz fährt Sie in Ihr Hotel.« Wo sie denn untergebracht sei. Im Rex. Daraufhin habe ich ihr gesagt, ich werde morgen nach ihr sehen.

Ich bin am nächsten Morgen sofort hingefahren, sah, sie war sehr grippekrank, holte Medikamente und etwas zu essen. Denn in dem Hotel Rex, das ist ein Hotel Garni, war keine andere Möglichkeit. Ich informierte Frau Minssen, und sie sah am Nachmittag nach ihr. Am nächsten Morgen wurde ich von Frau Minssen angerufen: Frau Pozimska kann nicht kommen, und sie muß also irgendwo untergebracht werden.

Daraufhin fuhr ich sie zu den Marienschwestern. Hier war sie ungefähr sieben Tage. Ich habe sie einige Male besucht und auch am letzten Tag in Darmstadt Einkäufe mit ihr gemacht [+ sie] und auf ihren Wunsch einen Tag vor ihrer Aussage nach Frankfurt gefahren. Ich ging mit ihr zur Gerichtskasse und muß sagen, ich war sehr erstaunt, welchen beruflichen Verdienst sie angab. Ich habe viele Zeugen zur Gerichtskasse begleitet und hörte plötzlich etwas von einem Monatseinkommen von 18.000 Zloty. Sie erzählte, sie sei freiberuflich, hätte eine Strickmaschine, ich habe nämlich vorhin gehört, daß sie Herrn Doktor Eggert erzählte, sie sei Fabrikarbeiterin. Daraufhin bekam sie also eine sehr große Abfindung. Wir haben dann zu Mittag gegessen. Dann fuhr ich nach Darmstadt. Ich zeigte ihr noch die Richtung zum Kaufhof.

Abends, sieben, halb acht, habe ich sie lediglich angerufen, weil ich wußte, sie kennt sich nicht aus. Und sie war überhaupt ein sehr unselbständiger Mensch, so schien es mir. Und am Telefon sagte mir Frau Fleischer, es sei ein Rechtsanwalt da, ob ich sie doch sprechen wollte. Daraufhin habe ich gesagt: »Ja, bitte schön.« Ich habe Frau Pozimska nur gefragt: »Sind Sie gut heimgekommen? Gehen Sie früh ins Bett.« Das war alles.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Es ist hier behauptet worden, Sie hätten auch zu ihr gesagt: »Sind Sie ja vorsichtig mit allem, was Sie diesem Rechtsanwalt sagen, insbesondere bezüglich der Vorgänge in Polen.«

 

Zeugin Hilde Müller:

Das stimmt nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Das stimmt nicht. Das haben Sie ihr nicht gesagt?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Ist sonst noch eine Frage zu stellen? Von seiten des Gerichts, der Staatsanwaltschaft, dem Herrn Rechtsanwalt Ormond, Raabe, Doktor Kaul?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich überlege eben, ob wir uns nicht von der Zeugin jetzt schildern lassen, was sich dann am nächsten Tage nach der Vernehmung abspielte, wozu Doktor Noack aussagen soll.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Oder ob wir das zurückstellen, bis wir Doktor Noack [unverständlich] ich stelle [unverständlich] anheim.

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja, ich kann eigentlich noch zufügen, Frau Pozimska war ja immerhin eine Woche immer im Kontakt mit mir. Sie hat in dieser ganzen Zeit überhaupt nichts von Schwierigkeiten ihres Mannes erzählt.

 

Vorsitzender Richter:

Schwierigkeiten in?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ihres Mannes als Entlastungszeuge. Und warum kommt sie dann noch nach Frankfurt als Entlastungszeuge, wenn sie schon danach erzählte, ihr Mann hätte die Stelle verloren. Das hat sie uns allen nicht erzählt.

 

Vorsitzender Richter:

Sie hat Ihnen nicht erzählt, der Mann hätte die Stelle verloren?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Mhm. Woher wissen Sie das, daß Sie das überhaupt erzählt hat?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich war ja bei ihrer Aussage hier im Gericht.

 

Vorsitzender Richter:

Ja?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und da haben Sie das gehört?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Darf ich mir noch eine Frage gestatten?

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

In welchem Zusammenhang haben Sie denn, Frau Zeugin, die Zeugin Pozimska in Darmstadt betreut?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich habe sie nur zu den Marienschwestern gebracht, und sie war bettlägerig mehrere Tage.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Warum sind Sie denn vom Roten Kreuz angeläutet worden? Hier ist eine Frau Pozimska, die in Frankfurt aussagen soll. Und die steht dann plötzlich in Darmstadt. Wie hängt denn das alles miteinander zusammen?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja, vorhin habe ich ja gehört, als Herr Rechtsanwalt Doktor Eggert erzählte, es hätten zwei Engel am Bahnhof gestanden.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich möchte gerne wissen, Frau Zeugin

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

Also ich bin nicht der Engel gewesen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Nicht doch, wie Sie dazu kommen... Warum läutet Sie das Rote Kreuz an und sagt: »Hier steht eine polnische Zeugin.«

 

Zeugin Hilde Müller:

Also es ist so: Die Zeugen haben unsere Adressen. Und so kam es, daß sie uns

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Von wem?

 

Zeugin Hilde Müller:

Von anderen Zeugen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ja, sind Sie in irgendeiner Form damit betraut, die Zeugen zu betreuen? Ich habe Sie zwar niemals gesprochen, aber ich sehe Sie doch immer hier im Gericht, auch um um die Zeugen bemüht zu sein.

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja, wir

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Wie kommt das? Haben Sie einen offiziellen, einen inoffiziellen Auftrag?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein, das ist kein offizieller Auftrag. Sie wissen, daß vier Frauen sich um die Zeugen kümmern wollen, ihnen helfen wollen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Woher kommen die vier

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

Aber nicht, um sie irgendwie zu beeinflussen, das möchte ich mal endlich auch klarstellen. Wir haben Be- und Entlastungszeugen betreut.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Aber wie sind diese vier Frauen zu dieser Aufgabe gekommen? Haben sie sich zufälligerweise gefunden, sind sie von einer Organisation gestellt worden? Wie kamen die vier Frauen dazu, sich um die Zeugen zu kümmern?

 

Zeugin Hilde Müller:

Wir sind zufällig zusammengekommen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ohne irgendeine Organisation?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ohne eine Organisation.

 

Vorsitzender Richter:

Sie gehören nicht zum Roten Kreuz?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein. Wir sind nur ehrenamtlich in dieser Arbeit mit dem Roten Kreuz zusammen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, haben Sie sich dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt für diese Arbeit?

 

Zeugin Hilde Müller:

Tja.

 

Vorsitzender Richter:

Offensichtlich müssen Sie doch irgendwie mit dem Roten Kreuz

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Lächerlich. Ich begreife das nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Irgendeine Verbindung aufgenommen haben, daß man Sie gerade anruft. Wie kommt sonst das Rote Kreuz gerade dazu, Sie anzurufen und nicht andere Frauen? Haben Sie denn dem Roten Kreuz sich zur Verfügung gestellt für diese Arbeit, oder wie?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja sicher, seit vielen Monaten.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Na, das ist doch das, was ich wissen wollte, Frau Zeugin. Können Sie uns vielleicht erzählen, wie es dazu gekommen ist?

 

Zeugin Hilde Müller:

Wir hörten in der Zeitung, daß in Frankfurt ausländische Gäste ankommen und höflich empfangen werden und Sehenswürdigkeiten und alles mögliche überhaupt erleben. Dieser Artikel stand ja in der Zeitung »Die Welt«, und das haben wir gelesen. Und daß die Zeugen aus dem Ausland für den Auschwitz-Prozeß einsam hier stehen, zwar wird von der Gerichtskasse alles sehr gut erledigt, aber sie sind ja sowieso verängstigt, und wir wollten ihnen helfen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Na und, was haben Sie dann gemacht?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja, muß ich von meiner Arbeit eigentlich erzählen?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Na, wenn Sie nicht wollen, brauchen Sie es nicht zu erzählen. Ich dachte nur, daß es nicht ganz sinnlos sein würde

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

Wir haben die Zeugen nach der Aussage, besonders gerade freitags, schnell zur Gerichtskasse gefahren

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Nein, danach habe ich Sie gar nicht gefragt. Sondern als Sie das nun gelesen hatten und den Wunsch hatten, hier zu helfen, was haben Sie getan? Sind Sie dann zu einer Organisation gegangen, oder haben Sie das freiwillig gemacht, oder?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich habe das freiwillig gemacht.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Bei wem haben Sie sich denn gemeldet?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich wurde eines Tages von einer Dame von diesen vieren angerufen. Ich habe sie sogar noch nicht mal gekannt.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, wieso konnte denn die Dame Sie anrufen, wenn sie Sie nicht gekannt hat?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ach, sie hat meine Adresse wahrscheinlich bekommen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, und von wem bekommen?

 

Zeugin Hilde Müller:

Es kann sein, von meiner Frauenorganisation.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Na, da

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Da sind wir doch jetzt endlich drauf. Sie sind also in einer Frauenorganisation.

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

So. Und was ist das für eine Frauenorganisation?

 

Zeugin Hilde Müller:

»Woman«.

 

Vorsitzender Richter:

Und diese Frauenorganisation, die hat sich offensichtlich eingeschaltet in die Sache, nicht?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Nichts anderes wollte ich geklärt wissen. Es war also nicht etwa der Demokratische Frauenbund gewesen?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein, »Woman«.

 

Vorsitzender Richter:

So. Wenn die Fragen damit beantwortet sind und auch von seiten der Verteidigung keine Fragen mehr... oder doch, bitte sehr, ja.

 

Verteidiger Laternser:

Frau Zeugin, Sie sagten also, Sie wären über diese Frauenorganisation an diese Aufgabe herangekommen. Wer hat Sie denn darüber orientiert, was für Sie lohnenswert wäre zu tun den Zeugen gegenüber? Wer hat Sie denn aufgeklärt, wie Sie sich verhalten sollten?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich glaube, wir haben uns sehr korrekt verhalten

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Ja, Frau Zeugin, das wird ja gar nicht anders behauptet. Ich möchte nur wissen: Wer hat Sie aufgeklärt, was Sie den Zeugen gegenüber tun könnten? Zum Beispiel, Sie können sich doch nicht den ganzen Tag an die Bahn stellen, sondern Sie müssen doch orientiert werden von irgend jemand, wann ein Zeuge ankommt. Wer hat das getan?

 

Zeugin Hilde Müller:

Die meisten Zeugen haben wir hier im Gerichtssaal kennengelernt, vor ihrer Aussage.

 

Verteidiger Laternser:

Darf ich fragen, wodurch, durch wen? Es kommen doch sehr viele Personen her. Und da müssen Sie doch

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

Wir haben durch das Rote Kreuz...

 

Verteidiger Laternser:

Ja, was durchs Rote Kreuz?

 

Zeugin Hilde Müller:

Die Ankunft von Zeugen, die mit dem Flugzeug aus Rumänien ankamen, haben wir von dem Roten Kreuz mitgeteilt bekommen.

 

Verteidiger Laternser:

Ja. Und wenn sie mit dem Zuge ankommen, ist Ihnen das auch mitgeteilt worden?

 

Zeugin Hilde Müller:

Mir nicht. Ich wohne in Darmstadt und habe eigentlich nie am Zug jemand abgeholt.

 

Verteidiger Laternser:

Sie sagen »eigentlich nie am Zug«. Waren Sie denn doch mal da?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja. Ich habe zum Beispiel Frau Palarczykowa, mit der ich mich befreundet habe, an die Bahn gebracht, als sie zurückfuhr.

 

Verteidiger Laternser:

Und abgeholt haben Sie nicht jemanden?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein.

 

Verteidiger Laternser:

Und wenn Sie am Flughafen waren und Zeugen abgeholt haben, wer war dann noch dabei? Waren Sie da alleine, oder [+ war] eine andere Dame mit dabei?

 

Zeugin Hilde Müller:

Da war ich allein, oder ich war auch mal mit einer anderen Dame vom Roten Kreuz, also genau einer Mitarbeiterin, zusammen.

 

Verteidiger Laternser:

Ja, ja. Mit wem haben Sie vom Roten Kreuz gesprochen, der Sie also orientiert hat, was Sie tun könnten, daß Sie sie begleiten, daß Sie sie zur Gerichtskasse bringen und so weiter? Wer hat Sie da eingeführt? Das können Sie doch von sich aus nicht wissen, das muß Ihnen doch jemand erklärt haben.

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja wir haben das alle einer von dem anderen gehört. Zum Beispiel heute hörte ich: »Kommen Sie ins Gericht. Es ist ein tschechischer Zeuge da.« Er ist nicht gekommen. Das weiß ich von einer anderen Mitarbeiterin.

 

Verteidiger Laternser:

Mitarbeiterin. Gut. Und woher weiß die es?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ich nehme an, vom Roten Kreuz. Ich habe mich darum nicht gekümmert. Ich habe mich um die Menschen gekümmert, ihnen geholfen, aber nicht um diese bürokratischen Dinge.

 

Verteidiger Laternser:

Ja. Also ich möchte mich nicht weiter im Kreise drehen.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Kann vielleicht Herr Staatsanwalt Wiese uns darüber von Amt aus, ex officio, Aufklärung geben?

 

Staatsanwalt Wiese:

Die Ankunftszeiten der Zeugen, soweit sie mir bekannt waren, sind vereinbarungsgemäß von mir dem Roten Kreuz mitgeteilt worden, damit die Zeugen, der Landessprache meist nicht mächtig, am Flugplatz oder an der Bahn in Empfang genommen werden. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Eggert.

 

Verteidiger Eggert:

Frau Zeugin, welche fremden Sprachen sprechen Sie?

 

Zeugin Hilde Müller:

Französisch und etwas Englisch, kein Wort Polnisch.

 

Verteidiger Eggert:

Aber die Frau Pozimska hat Deutsch gesprochen, ja?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja, sehr gut.

 

Verteidiger Eggert:

So ist es.

 

Zeugin Hilde Müller:

Sie hat mir auch diese Woche einen Brief geschrieben und eine Osterkarte. Ich bin bereit, diesen Brief gerne dem Gericht zur Verfügung zu stellen, es steht überhaupt nichts drin.

 

Verteidiger Eggert:

Frau Zeugin, nur noch eine Frage. Haben Sie mal einen der hier in Frankfurt anwesenden Zeugen darum gebeten, er möge mal zum Herrn Langbein raufkommen?

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein.

 

Verteidiger Eggert:

Danke.

 

Verteidiger Laternser:

Ich habe eine Frage: Sie sind ja mit der Frau Pozimska zur Gerichtskasse gegangen. Was hat sie denn als Verdienstausfall bekommen?

 

Zeugin Hilde Müller:

Über 3.000 Mark.

 

Verteidiger Laternser:

Und wie lange war sie in Frankfurt?

 

Zeugin Hilde Müller:

Sie war ja eine Woche krank, und das wird ja so berechnet, wie die Zeugin es angibt.

 

Verteidiger Laternser:

So. Haben sie ähnlich hohe Entschädigungen schon mal...

 

Zeugin Hilde Müller:

Nein.

 

Verteidiger Laternser:

Wie waren sonst

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

Es schien mir sehr hoch.

 

Verteidiger Laternser:

So. Und Sie haben dann

 

Zeugin Hilde Müller [unterbricht]:

In diesem Fall sehr hoch.

 

Verteidiger Laternser:

Gut, danke schön. Keine weiteren Fragen.

 

Vorsitzender Richter:

Von seiten der Angeklagten keine Fragen mehr, keine Erklärung mehr abzugeben.

Frau Zeugin, können Sie das, was Sie gesagt haben, mit gutem Gewissen beschwören?

 

Zeugin Hilde Müller:

Ja.

 

– Schnitt –

 

 

 

 
 
 
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Letzte Änderung: 18. Juli 2013
 
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