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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

105. Verhandlungstag, 29.10.1964

 

Vernehmung der Zeugin Adrienne Krausz

 

Vorsitzender Richter:

[+ Sind Sie damit einverstanden, daß wir] Ihre Aussage auf ein Tonband nehmen zum Zweck der Stützung des Gedächtnisses des Gerichts?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Selbstverständlich.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Frau Zeugin, Sie sind auch in Auschwitz gewesen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Wollen Sie uns bitte sagen: Wo sind Sie denn seinerzeit verhaftet worden?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich bin in Klausenburg festgenommen worden.

 

Vorsitzender Richter:

In Klausenburg.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

In Siebenbürgen. Das war damals Ungarn.

 

Vorsitzender Richter:

Das war damals schon Ungarn, oder?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja. Ich bin am 7. Juni nach Auschwitz geführt worden.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, Moment. Wir wollen da erst mal stehenbleiben. Wann sind Sie verhaftet worden?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich wurde nicht verhaftet.

 

Vorsitzender Richter:

Oder festgenommen, wie Sie es nennen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich bin gleich zum Ghetto genommen worden, in der letzten Minute, bevor unser Transport die Stadt verlassen hat.

 

Vorsitzender Richter:

Aha. Also Sie waren damals in Klausenburg, sagten Sie, ja?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und wann sind Sie ins Ghetto geschickt worden?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Man hat uns gerade zum Zug geschickt. Ich war mit meiner Mutter und meiner Schwester in meines Onkels Sanatorium – er hat ein Privatsanatorium gehabt in Klausenburg –, und meine Mutter [hat sich dort] aufgehalten, als sie krank war. Ich war dort mit meiner Schwester, die damals elf Jahre alt war, ich war 21. Und mein Vater war allein im Ghetto. Er wurde ein paar Wochen früher verhaftet, etwa zwei oder drei Wochen früher.

 

Vorsitzender Richter:

Und wann ungefähr war das?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Das war im Juni.

 

Vorsitzender Richter:

Im Juni neunzehnhundert?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

1944.

 

Vorsitzender Richter:

Im Juni 1944, ja. Und dann wurden Sie...

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Und wir haben geglaubt, daß wir dort bleiben können, im Sanatorium, wir haben es gehofft. Und dann hat man draußen im Ghetto erfahren, daß... Also die Mehrheit von den Leuten wußte, daß mein Vater seine Familie noch in der Stadt hat. Ich weiß nicht, wer gesprochen hat, allerdings hat man die Autoritäten nach uns geschickt. Und man hat uns herausgenommen zum Zug. Wir waren keine Minute im Ghetto gewesen.

 

Vorsitzender Richter:

Und das war auch noch im Juni 44?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Das war am 7. Juni.

 

Vorsitzender Richter:

Am 7. Juni 44?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Nun, Sie waren in Klausenburg. Was hatte Ihr Vater dort für einen Beruf?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Mein Vater und meine Mutter waren beide Ärzte.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie alt waren Sie damals?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich war damals 21 Jahre alt.

 

Vorsitzender Richter:

Hatten Sie damals schon mit Ihrem Studium begonnen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, ich hatte ein Jahr von meinem Medizinstudium gemacht. Ich habe 1943 angefangen.

 

Vorsitzender Richter:

Sie wohnten in Klausenburg wo?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Auf ungarisch Deák Ferenc Straße 11. [...] Und der rumänische Name war Strada Regina Maria 11.

 

Vorsitzender Richter:

Sagen Sie mal, es würde mich interessieren, wie war denn die Umgangssprache damals? Wie unterhielten sich denn die Leute offiziell?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ungarisch. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Und die rumänische Sprache, war die vorgeschrieben?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Also das ist eine ganze Geschichte: Ich bin in Rumänien geboren, in derselben Stadt, in Klausenburg. Ich wurde 1940 ungarische Staatsbürgerin in derselben Stadt und bin 45 nach Hause gekommen von Auschwitz in dieselbe Stadt, wieder in Rumänien. So war die rumänische Sprache die offizielle Sprache, als wir zu Rumänien gehört haben. Die ungarische Sprache war die offizielle Sprache, als wir zu Ungarn gehört haben.

 

Vorsitzender Richter:

Und das änderte sich im Jahr 40?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja. Meine Muttersprache ist Ungarisch.

 

Vorsitzender Richter:

Nun, Frau Zeugin, kannten Sie damals in Klausenburg schon den Doktor Capesius?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich kannte ihn nicht persönlich. Ich wußte von seiner...

 

Vorsitzender Richter:

Tätigkeit.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich wußte, daß es einen Doktor Capesius gibt, der der Propagandist oder Vertreter der Bayer-Firma ist, für Klausenburg oder ganz Siebenbürgen, das weiß ich nicht genau. Und ich wußte, daß er ein Sachse ist aus Medias oder Schäßburg. Er ist dort geboren irgendwo in Medias oder Schäßburg, das habe ich von ihm gehört.

 

Vorsitzender Richter:

Von ihm gehört?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Also nicht von ihm gehört, über ihn gehört.

 

Vorsitzender Richter:

Über ihn gehört, richtig. Und [Pause] wieso wußten Sie vor Auschwitz von seiner Existenz?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich habe es gehört, Klausenburg war eine kleine Stadt, es war keine große Stadt. Und meine Eltern waren beide Ärzte, so haben wir die Mehrheit von den Leuten, die Ärzte waren oder die sich in ärztlichen Kreisen bewegt haben, gekannt. Ich kann Ihnen nicht haargenau sagen, woher ich wußte, daß er existiert.

 

Vorsitzender Richter:

Hat er denn vielleicht Ihre Eltern besucht als Vertreter der Bayer-Werke?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Es ist sehr [+ gut] möglich, ja. Aber ich weiß nichts Sicheres davon.

 

Vorsitzender Richter:

Sie wissen nichts Sicheres davon.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Also jedenfalls steht fest, daß Sie in Klausenburg diesen Doktor Capesius nie gesehen haben.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Nun wurden Sie am 7. Juni 44 noch durchs Ghetto in diesen Zug gebracht und wurden nach Auschwitz transportiert.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Wie groß war ungefähr der Transport? Haben Sie eine ungefähre Ahnung?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ungefähr 3.000 oder 3.500 Leute.

 

Vorsitzender Richter:

Sie meinen, ungefähr 3.000 Menschen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und da waren Ihre Eltern dabei und Ihre kleine Schwester.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und sind Sie in einem Waggon transportiert worden?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich war im selben Waggon mit meinen Eltern und meiner Schwester.

 

Vorsitzender Richter:

Und sind Sie alle lebend nach Auschwitz gekommen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Angekommen, ja.

 

Vorsitzender Richter:

Angekommen, ja. Nun, erzählen Sie bitte mal sehr langsam und genau, wie es war bei Ihrer Ankunft. Zunächst: Wissen Sie noch, wo Sie angekommen sind in Auschwitz?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja. Ich weiß nicht genau, wie die Stelle heißt, wo wir angekommen sind.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, aber wie sah es denn aus?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Wir sind in der Früh angekommen, gegen drei oder vier Uhr in der Früh. Es war noch ganz dunkel, und die Lichter waren an, und sämtliche Leute in gestreiften Uniformen sind herumgelaufen und haben geschrien: »Schnell, schnell, schnell!« Und da haben wir SS-Offiziere kommen und gehen sehen, und sie haben [+ geschrien]: »Los, los!« Da haben wir genommen, was wir in der Hand gehabt haben. Wir sind ja mit ziemlichem Gepäck gefahren. Man hat uns gesagt: »Das dürft Ihr alles im Waggon lassen. Ihr werdet es später bekommen.« Wir sind heruntergestiegen vom Waggon. Da hat man gesagt, daß jede Frau die Kinder in den Arm nehmen oder bei der Hand führen soll. Und die Männer sollen sich in eine Extrareihe und die Frauen sollen sich in eine Extrareihe stellen.

Man hat uns zu Hause noch geraten, wir sollten ein weißes Band mit rotem Kreuz am linken Arm [+ tragen], damit man erkennt, daß wir Ärzte sind, weil man den Ärzten ärztliche Arbeit geben wird. Mein Vater war 51 Jahre alt, und meine Mutter war 46. Die haben beide das ärztliche Band getragen. Und mein Vater wurde gleich von uns getrennt. Er wurde in eine andere Reihe gestellt mit den Männern, und wir haben in einer anderen Reihe gestanden, meine Mutter, meine Schwester und ich. Dann haben wir den Offizier erreicht, der selektiert hat. Wir wußten nicht, was die Selektion bedeutet. Und bevor wir zu dem Offizier getreten sind, hat meine Mutter mir gesagt: »Das ist ja der Doktor Capesius von Klausenburg.« Er war der Offizier, der unseren Transport selektiert hat. Ob er meine Mutter erkannt hat oder nicht – ich glaube, scheinbar ja. Ich kann mir nur nicht vorstellen, daß [+ er sie] nicht [+ erkannt hat], es war schon hell genug.

Und er hat nur mit der Hand gewinkt. Bei unserem Transport – obzwar man bei anderen Transporten davon gesprochen hat, daß die Gaskammer links war und die Arbeitslager ganz rechts waren –, ich erinnere mich deutlich, daß meine Mutter und meine Schwester [+ nach] rechts geschickt wurden. Scheinbar war unsere Position anders gewesen als bei anderen Transporten, die angekommen sind. Er hat mit seiner Hand gewinkt, und sie sind nach rechts gegangen, und ich bin nach links gegangen.

Später habe ich die Möglichkeit gehabt, mich mit einem guten Freund aus Klausenburg, der später auch gestorben ist, in Auschwitz zu treffen. Er war der Vater einer Freundin von mir, ein Ingenieur aus Klausenburg. Und der hat mir gesagt, daß er in der Reihe mit meinem Vater war. Das will ich sagen, das habe ich von ihm gehört. Und mein Vater hat den Doktor Capesius erkannt, und er hat ihn begrüßt und hat zu ihm gesagt: »Herr Doktor, ich habe meine Frau und meine Tochter in diese [Richtung] gehen sehen.« Er hat gesagt: »Oh, ich schicke sie auch dorthin. Das ist ein sehr guter Ort.« Das habe ich gehört, dieses Gespräch soll zwischen meinem Vater und zwischen Doktor Capesius bei der Selektion stattgefunden haben. Ich war nicht dort, ich habe es nicht persönlich gehört.

 

Vorsitzender Richter:

Also Tatsache ist, daß bei dieser Selektion Sie die einzige waren, die am Leben geblieben ist.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Von meiner Familie, ja.

 

Vorsitzender Richter:

Von Ihrer Familie. Der Vater kam, wie Sie eben gesagt haben, offensichtlich auch noch auf die Seite der Leute, die nicht ins Lager kamen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Der Vater kam ganz bestimmt auch ins Gas.

 

Vorsitzender Richter:

Er kam nicht ins Lager, ins Gas

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Er kam nicht ins Lager. Seit der Selektion hat ihn niemand mehr gesehen.

 

Vorsitzender Richter:

Sie haben doch eben gesagt, der Capesius soll gesagt haben: »Ich schicke Sie auch dahin. Dort ist es gut.«[Pause] Sie sagen also, um das zusammenzufassen: Erstens hat Ihre Mutter den Doktor Capesius erkannt und hat gesagt

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Sie hat zu mir gesagt: »Das ist der Doktor Capesius von Klausenburg.«

 

Vorsitzender Richter:

»Das ist der Doktor Capesius von Klausenburg.«

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Zweitens hat Ihnen ein Bekannter gesagt, der Ihren Vater und den Doktor Capesius kannte

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Er hat den Doktor Capesius nicht gekannt.

 

Vorsitzender Richter:

Nicht gekannt.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Er hat mir gesagt, was er gehört hat, das Gespräch, das vor ihm [geführt wurde].

 

Vorsitzender Richter:

Das Gespräch zwischen Ihrem Vater und dem Doktor Capesius?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Zwischen meinem Vater und dem Doktor Capesius.

 

Vorsitzender Richter:

Und wieso wußte er, daß das Doktor Capesius war, mit dem Ihr Vater gesprochen hat? Hat er gehört, daß Ihr Vater seinen Namen genannt hat, oder wie?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Scheinbar. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Anscheinend. Also Sie sind der Auffassung, daß dieser Mann ihn erkannt hätte, denn er hat Ihnen erzählt, er hätte ein Gespräch gehört zwischen Ihrem Vater und diesem Offizier, der da selektiert hat – er hat ihn Doktor Capesius genannt –, und daß Ihr Vater gesagt hätte: »Meine Frau und meine Tochter sind da auf der anderen Seite.« Da hätte er gesagt: »Dann schicke ich sie auch dahin, das ist ein guter Ort.«

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Das ist richtig.

 

Vorsitzender Richter:

Haben Sie den Doktor Capesius später noch einmal gesehen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Wann?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich habe ihn am selben Tag gesehen, im sogenannten Brzezinka.

 

Vorsitzender Richter:

Was ist das?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Im sogenannten Brzezinka. Brzezinka hatte der Ort geheißen, wo man uns zum Baden und Abscheren und Umziehen

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Also in Birkenau, nicht?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, in Birkenau. Wir wußten nicht, wo wir sind. Nach der Selektion hat man unseren Transport dort hereingeführt, also die Frauen. Man hat uns gesagt: »Ihr zieht euch aus, nackt!« Und dann hat man uns durch verschiedene Räume geführt. In einem Raum hat man unsere Haare abgeschnitten, in dem anderen Raum haben wir die — shower, hogy mondják...

Dolmetscher Dienesch:

Sie wurden geduscht.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Und dann hat man uns wieder andere [Kleidungsstücke] gegeben, unsere hat man weggenommen. Und wie wir in der Reihe gestanden sind, nackt, um zu warten zwischen dem Saal, wo wir uns ausgezogen haben und bevor wir in den Duschraum hereinkommen sind, ist der Doktor Capesius da durchgegangen. Und ich bin bei einer Dame aus Klausenburg gestanden, eine gewisse Frau Stark, eine ältere Frau, sie war, ich glaube, über 50 Jahre alt. Und sie hat den Capesius erkannt. Sie war scheinbar in privaten Beziehungen mit ihm, sozial, und sie hat zu ihm gesagt: »Doktor« oder »Doktor Capesius, was wird«... Sie hat ihn angesprochen, allerdings kann ich mich nicht [+ genau] erinnern, was sie zu ihm gesagt hat. Und er hat sie mit der Hand weggestoßen, so daß die Arme umgestürzt ist. Er hat sie so weggeschoben aus seinem

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

So heftig, ja.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Weil sie ihn ansprechen wollte, weil sie aus der Reihe herauskommen wollte. Und er hat sie mit der Hand weggeschoben, so ist sie umgefallen. Es ist ihr nichts geschehen beim Umfallen, aber er wollte nicht, daß sie ihn anspricht.

 

Vorsitzender Richter:

Das war das letzte Mal, daß Sie Doktor Capesius... Zeugin Adrienne Krausz:

Das war das letzte Mal.

 

Vorsitzender Richter:

Und was er dort getan hat, was er dort wollte in diesem Bad drin

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Scheinbar hat er [aufgepaßt], was passiert. Aber ich weiß nichts Genaues davon.

 

Vorsitzender Richter:

Das habe ich eben nicht verstanden.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Scheinbar war er

Dolmetscher Dienesch [unterbricht]:

Aufseher. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Die Aufsicht gehabt.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Die Aufsicht gehabt, der herumgeht, aber das ist nur meine...

 

Vorsitzender Richter:

Ihre Meinung.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Meine Meinung.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Ich habe keine Fragen mehr an die Zeugin. Hat das Gericht noch Fragen?

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Welche Häftlingsnummer hatten Sie?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich weiß meine Häftlingsnummer nicht. Ich war in einem Lager, wo man nicht tätowiert hat. Ich habe keine Tätowierung.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Sie waren nicht tätowiert worden?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein. Ich war im letzten Lager, das hat geheißen B, Abschnitt III, in Birkenau.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

BIII.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja. Und dort hat man uns nicht tätowiert. Und ich erinnere mich nicht, wie meine Nummer war.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Können Sie noch sagen, wie viele Frauen aus Ihrem Transport, aus dem Zug mit Ihnen ins Lager kamen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Etwa 200.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Und wie viele Frauen waren es ungefähr?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich kann Ihnen [nur eine] ungefähre Zahl sagen. Ich kann Ihnen nur sagen, daß unser Transport circa 3000, 3500 Personen hatte. Und wie es gewöhnlich vorkommt in Kriegszeiten, war die Mehrheit Frauen.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Ja. Und noch etwas anderes: Erinnern Sie sich, in welcher Sprache Doktor Capesius mit Ihnen gesprochen hat, also mit den Häftlingen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Er hat mit mir gar nicht gesprochen.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Überhaupt mit anderen Häftlingen, haben Sie nicht gehört?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Und Ihre Mutter hat ihn nicht angesprochen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Sie wollte ihn nur ansprechen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein, nein, sie wollte nicht. Sie hat nur zu mir gesagt: »Das ist der Doktor Capesius von Klausenburg.«

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Ah, sie hat nur gesagt: »Das ist Doktor Capesius.«

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Und Sie haben ihn überhaupt nicht sprechen gehört?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Staatsanwalt.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie sind mit Güterwagen nach Auschwitz gebracht worden? [...]

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Wie viele Personen waren in dem Wagen, in dem Sie saßen, etwa?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

30, 35.

 

Staatsanwalt Kügler:

30, 35. Ist es richtig, daß Sie am 11. Juni angekommen sind?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ist richtig.

 

Staatsanwalt Kügler:

Am 11. Juni. Können Sie den Namen des Freundes Ihres Herrn Vater noch nennen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja. Adler, Ingenieur Adler.

 

Staatsanwalt Kügler:

Er war Ingenieur aus Klausenburg, ja?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie sagten, er ist umgekommen, wenn ich Sie recht verstanden habe.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Er ist umgekommen, und seine Frau und seine Tochter wurden selektiert bei [der Ankunft].

 

Staatsanwalt Kügler:

Wissen Sie, auf welche Art und Weise er umgekommen ist?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie das von irgend jemand erfahren, oder schließen Sie

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Nein, ich weiß nur, daß er nicht mehr zurückgekommen ist.

 

Staatsanwalt Kügler:

Er ist nicht mehr zurückgekommen. Was haben Sie später dann noch machen müssen, nachdem Sie in dieses Lager BIII gekommen sind? Hat man Sie zur Arbeit eingesetzt?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Für etwa zwei Wochen haben wir gar nichts gemacht. Und dann nachher, nach zwei Wochen circa, ist einmal die Lagerkapo hereingekommen und hat gefragt, ob Ärzte im Transport sind. Es waren keine Ärzte [+ dabei]. Dann hat sie gefragt, ob Medizinstudenten da sind. Ich war die einzige Medizinstudentin. Da hat sie mich herausgerufen und hat zu mir gesagt, daß ich mir elf andere Frauen suchen soll, und wir werden die Latrinen putzen. So hat man uns Overalls gegeben, und wir waren das sehr gut bekannte Latrinenkommando.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie waren das Latrinenputzkommando?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Und wie lange haben Sie das gemacht?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Fast zwei Monate. Ich wurde von Auschwitz am 9. August mit einem Transport nach Deutschland genommen.

 

Staatsanwalt Kügler:

Und wo sind Sie in Deutschland hingekommen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

In Deutschland war ich zwei Wochen in Ravensbrück. Da waren wir in Quarantäne. Von Ravensbrück hat man uns in eine kleine Lokalität [gebracht] mit Namen Dachau, wo wir in einer Fabrik arbeiten sollten. Aber in der Zwischenzeit, bis wir gefahren sind, hat man die Fabrik bombardiert. So hat man für uns keine Arbeit gehabt. Dann hat man uns weitergenommen nach Altenburg, Thüringen. In Altenburg habe ich gearbeitet bis zum 12. April 1945. Und am 12. hat man uns evakuiert nach Waldenburg, Sachsen. Und dort sind wir befreit worden am nächsten Tag, am 13. April, von den amerikanischen Truppen.

 

Staatsanwalt Kügler:

Welches war der Vorname Ihrer Mutter?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Theresia.

 

Staatsanwalt Kügler:

Und der Ihres Vaters?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Akosch.

 

Staatsanwalt Kügler:

Und der Ihrer kleinen Schwester?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Marietta.

 

Staatsanwalt Kügler:

Marietta. Können Sie sich noch erinnern, ob an der Stelle, an der Sie ausgeladen wurden, nur ein Gleis war oder ob dort zwei oder drei Gleise waren?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Was ist Gleis?

 

Staatsanwalt Kügler:

Eine Eisenbahnschiene, wo die Eisenbahn darauf fährt. [...]

 

Zeugin Adrienne Krausz:

[Pause] Ich weiß nicht, es kommt mir vor, daß es war wie eine tote Endstation, wo die Eisenbahnen im allgemeinen, so...

Dolmetscher Dienesch:

Abgestellt.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

That's right. — Mint egy olyan félreeső vonal.

Dolmetscher Dienesch:

Wie ein totes Gleis, wie ein Abstellgleis.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Annyi éve volt, nem is gondolkoztam rajta.

Dolmetscher Dienesch:

Ich kann mich nicht genau erinnern nach so vielen Jahren.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Können Sie sich noch erinnern an die Uniform, die der Doktor Capesius angehabt hat?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Oh, ich erinnere mich im Detail nicht, aber ich weiß bestimmt, daß es eine SS-Uniform war.

 

Staatsanwalt Kügler:

War es eine SS-Uniform in der üblichen Farbe, oder war sie weiß?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nicht weiß.

 

Staatsanwalt Kügler:

Sie war nicht weiß. Sind Sie in der Lage, aus der Erinnerung von damals noch eine ungefähre Personenbeschreibung zu geben?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Von ihm?

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Er war mehr auf der fetteren Seite, war korpulent, [...] mittelgroß.

 

Staatsanwalt Kügler:

Mittelgroß, ja. Ist Ihnen das Haar noch in Erinnerung?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ist Ihnen nicht mehr in Erinnerung. Ich danke Ihnen sehr.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Raabe? Herr Doktor Kaul?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Keine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Doktor Laternser?

 

Verteidiger Laternser:

Frau Zeugin, als Sie in Auschwitz ankamen und ausgestiegen waren, da sagten Sie, hätten Sie Leute mit den gestreiften Anzügen gesehen und auch SS-Leute.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Waren das mehrere SS-Leute?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Oh ja.

 

Verteidiger Laternser:

Wie viele, glauben Sie – nach der langen Zeit, ich will selbstverständlich nichts Unmögliches erfragen –, wie viele etwa haben Sie da gesehen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Das kann ich Ihnen nicht sagen.

 

Verteidiger Laternser:

Nein. Aber mehrere?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Ja. Und haben Sie darunter auch Offiziere gesehen? Konnten Sie die SS-Leute damals schon unterscheiden zwischen Offizieren und Unteroffizieren und Mannschaften?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Es war um drei Uhr oder vier Uhr in der Früh. Es war dunkel, und ich war nicht sehr gewöhnt an die SS-Uniform.

 

Verteidiger Laternser:

Sie können also nur noch sagen, daß Sie mehrere SS Leute da gesehen haben beim Aussteigen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, ja.

 

Verteidiger Laternser:

Ich habe keine weiteren Fragen mehr.

 

Vorsitzender Richter:

Sind von seiten der Verteidiger sonst noch Fragen zu stellen? Von seiten der Angeklagten? Doktor Capesius, wollen Sie etwas sagen?

 

Angeklagter Capesius:

Ich habe weder an der Rampe jemals selektiert, noch habe ich jemals eine Aufsicht über eine Badeanstalt oder Sauna oder sonst etwas gehabt. Ansonsten mag ja die Schilderung der Ankunft der Dame richtig sein, aber nicht mit mir.

 

Vorsitzender Richter:

Sie haben das gehört, was Herr Doktor Capesius gesagt

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Ich habe es gehört.

 

Vorsitzender Richter:

Aber Sie bleiben bei dem, was Sie gesagt haben?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, selbstverständlich.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Frau Zeugin, können Sie das, was Sie uns gesagt haben, mit gutem Gewissen beschwören

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Herr Vorsitzender, darf ich gerade noch mal eine Frage stellen?

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Frau Zeugin, Sie sagten, daß die Männer in eine besondere Reihe mußten und die Frauen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Das ist klar, das wissen wir auch. Nun, haben sich diese Reihen nacheinander oder gleichzeitig in Bewegung gesetzt?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nacheinander. Erst die Frauen, dann die Männer.

 

Verteidiger Laternser:

Können Sie mal an die Karte gehen und zu zeigen versuchen, wo die Reihe der Männer stand und wo die Reihe der Frauen stand?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich kann es versuchen.

 

Verteidiger Laternser:

Nur wenn Sie es wissen, versuchen Sie es mal. [Pause] Ich kann Ihnen einen kleinen Hinweis geben: Sehen Sie, das ist das Gleis, wie es ins Lager fährt.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Und auf einem dieser Gleise müßte, wenn es richtig ist, Ihre Ankunft gewesen sein. Und versuchen Sie sich mal zu orientieren.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Also Sie meinen, daß wir vielleicht da angekommen sind?

 

Verteidiger Laternser:

Ich meine gar nichts, sondern

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Das ist der Eingang.

 

Verteidiger Laternser:

Ja.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Und das ist der Ausgang, dort.

 

Verteidiger Laternser:

Nein, da ist kein Ausgang.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Aber das gehört zu dem Lager.

 

Verteidiger Laternser:

Das geht ins Lager rein. [...] Sie sehen ja, da sind die Gebäude des Lagers. Und hier werden Sie hineingekommen sein – Augenblick!

 

Staatsanwalt Kügler:

Herr Rechtsanwalt, vielleicht kann man der Zeugin noch sagen zur besseren Orientierung: Dort hinten ist das Lager, ganz rechts, in dem Sie nachher waren.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Also wie ich mich erinnere – das ist meine sehr entfernte Erinnerung, ich kann nicht schwören darauf, daß ich recht habe, das kann ich nicht –, sind wir da irgendwo angekommen. Es ist mir vorgekommen wie eine Endstation, wie ich Ihnen gesagt habe. Da mußte die Selektion irgendwo vorgekommen sein.

 

Verteidiger Laternser:

Und wo stand nun die Reihe der Männer, und wo stand die Reihe der Frauen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Wie ich mich erinnere, standen wir auf der rechten Seite und die Männer auf der linken Seite. Aber das ist eine sehr, sehr ungesicherte Erinnerung.

 

Verteidiger Laternser:

Wie weit war etwa die Entfernung zwischen diesen beiden Reihen der Männer und Frauen? Wie schätzen Sie?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ziemlich weit. [...]

 

Verteidiger Laternser:

Was verstehen Sie unter ziemlich weit?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Wenn Sie damit meinen, daß wir sprechen konnten oder kommunizieren konnten – das konnten wir nicht.

 

Verteidiger Laternser:

Nein, ich will nur die Entfernung wissen.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, ja. Also es war wenigstens von da zu der Ecke des Saales.

 

Verteidiger Laternser:

Also es war mindestens so weit.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Und war der Beginn dieser Reihen auf gleicher Höhe? Ich will Ihnen mal zeigen, was ich damit meine.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja, bitte schön.

 

Verteidiger Laternser:

Nur angenommen – ich weiß es ja nicht, ich war ja nicht dabei –, der Zug ist hier reingefahren, und angenommen, man ist nach dieser oder jener Seite ausgestiegen, dann, wenn die Reihen

 

Zeugin Adrienne Krausz [unterbricht]:

Nein, nein, ich erinnere mich noch ganz bestimmt, daß wir auf der rechten Seite ausgestiegen sind.

 

Verteidiger Laternser:

Auf der rechten.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Also nach der Einfahrt auf die rechte Seite.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Und Sie stiegen also aus. In welcher Richtung stand die Reihe, nach hier oder nach unten, auf dem Bild gesehen?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Nein, nach vorwärts.

 

Verteidiger Laternser:

Nach vorwärts. Also dann stand die Reihe mit dem Gesicht nach – wenn das Norden wäre – Norden.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Und Sie sagten nun, beide waren auseinander so weit wie von hier bis da.

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Und nun wollte ich wissen: Standen die beiden Reihen nebeneinander, oder stand die Reihe der Männer schon weiter vorn und die der Frauen weiter hinten?

 

Zeugin Adrienne Krausz:

Ich kann es Ihnen nicht sagen. Ich erinnere mich nicht. Ich probiere, aber es kommt mir nicht in den Sinn. Das einzige, woran ich mich erinnern kann, ist, daß die Frauen erst selektiert wurden und dann die Männer. Aber es tut mir leid, es ist so viele Jahre her, es kommt mir nicht in den Sinn.

 

Verteidiger Laternser:

Ja, sicher, sicher. Ich will nur versuchen, da Klarheit reinzuholen. Wie lange waren etwa diese Reihen? Es waren ja 3.000 Personen. Und wo standen Sie etwa bei der Reihe? Na, also wir wollen es doch mal versuchen. Wenn also 3.000 Menschen angekommen

 

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