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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

144. Verhandlungstag, 18.3.1965

 

Vernehmung der Zeugin Liselotte Franke-Gricksch

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Im Kriege 1948, als mein Mann aus englischer Kriegsgefangenschaft wiederkam, hat er mir diese Aufzeichnungen diktiert. Die habe ich dann vor einem Jahr, als ich in eine neue Wohnung umgezogen bin, wiedergefunden.1

 

Vorsitzender Richter:

Und was ist der Inhalt dieser Aufzeichnungen?

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Es kamen Meldungen nach Berlin ins Personalhauptamt, daß

 

– Schnitt –

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Zur Front gemeldet. Und das war der Anlaß zu einer Reise zum Reichsführer SS, mit Obergruppenführer von Herff. Er war Generalstabschef bei Rommel und war dann später im Personalamt der Waffen-SS.

 

Vorsitzender Richter:

Und Ihr verstorbener Ehemann war seinerzeit im Personalhauptamt?

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und wer hat diese Reise gemacht nach Berlin?

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Von Berlin dorthin?

 

Vorsitzender Richter:

Nein, Sie sagten, diese Vorkommnisse seien der Anlaß zu einer Reise nach Berlin gewesen.

 

Zeugin Liselotte Franke-Gricksch:

Nein, nein

 

– Schnitt –

 

 

 

1. Vgl. »Aus dem Tagebuch eines gefallenen SS-Führers«, Anlage 6 zum Protokoll der Hauptverhandlung vom 18.03.1965, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 109.

 

 
 
 
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Letzte Änderung: 18. Juli 2013
 
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