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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

138. Verhandlungstag, 19.2.1965

 

Vernehmung der Zeugin Danuta Czech

 

Vorsitzender Richter:

[+ Sind Sie damit] einverstanden, daß ich Ihre Aussage auf ein Tonband nehme zum Zweck der Stützung des Gedächtnisses des Gerichts?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy zgadza sie pani z tym, ze pani zeznanie bedzie wziete na tasme magnetofonowa dla ulatwienia pracy sadowi?

 

Zeugin Danuta Czech:

Prosze.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bitte.

 

Vorsitzender Richter:

Frau Zeugin, Sie sind in Auschwitz - ist es richtig, daß Sie dort Mitarbeiterin in dem Museum sind?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, pani jest w Oswiecimiu, czy to zgadza sie z rzeczywistoscia, ze pani tam jest wspólpracownikiem Muzeum?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Sind Sie auch beteiligt an der Herausgabe der sogenannten »Hefte von Auschwitz«?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pani równiez wspólpracuje przy wydawaniu tak zwanych »Zeszytów Oswiecimskich«?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Frau Zeugin, ist es richtig, daß das »Kalendarium«, das in diesen Heften abgedruckt ist, insbesondere die Eintragung über Einlieferungen in den Strafbunkerblock 11 und die Erschießungen an der Schwarzen Wand, auf Urkunden beruhen, die im Zeitpunkt der angegebenen Ereignisse entstanden sind?1

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, czy to jest prawda, ze kalendarz, który jest zawarty w tych »Zeszytach Oswiecimskich«, dotyczacy osadzenia w bunkrze do bloku 11 i dotyczacy rozstrzeliwan przy scianie smierci, oparte sa, te dane, które pani wziela na ten temat, oparte sa na dokumentach, które powstaly w tym czasie, kiedy te wydarzenia mialy miejsce?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

So ist es. Trifft das auch zu für das »Kalendarium«, soweit es sich auf die Aufnahme von Häftlingen in das Konzentrationslager sowie die Zuteilung von Häftlingsnummern bezieht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to jest prawda, prosze pani, ze ten kalendarz dotyczy problemu przyjmowania wiezniów do obozu i przydzielania im poszczególnych numerów?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl. »Kalendarium.«

 

Vorsitzender Richter:

Kann man, mit anderen Worten, das »Kalendarium« als eine Zusammenstellung von zuverlässigen urkundlich belegten Daten ansehen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy mozna uwazac, ze ten kalendarz jest pewnego rodzaju zestawieniem opracowanym na podstawie wiarogodnych danych materialów dowodowych, materialów dokumentarnych?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

So ist es. Nun, Herr Rechtsanwalt Erhard, Sie haben insbesondere wissen wollen die Eintragung in Heft 2, 89 bis 118, Heft 3, 47 bis 110, und Heft 4, 64 bis 111.

 

Verteidiger Erhard:

Das ist das »Kalendarium«.

 

Vorsitzender Richter:

Das ist das »Kalendarium«. Und was wollten Sie von diesem »Kalendarium« insbesondere festgestellt wissen?

 

Verteidiger Erhard:

Dabei wollte ich, nachdem die Aussage, so wie sie jetzt gemacht ist, vorliegt, nur einen Verlesungsantrag stellen. Ich habe beantragt, dann, wenn das so ist, wenn diese Vermutung von mir durch die Zeugin bestätigt würde, bestimmte Seiten zu verlesen. Das habe ich unter der Ziffer 2 aufgeführt in meinem Beweisbeschluß.2

 

Vorsitzender Richter:

Also im Heft 4 wollten Sie verlesen haben auf Seite 64 die erste und zweite Eintragung unter dem 6.1.43.

 

Verteidiger Erhard:

Mit den dazugehörigen Anmerkungen 1 und 2.

 

Vorsitzender Richter:

Aus Heft 4, Seite 64, die erste und zweite Eintragung unter dem 6.1.43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To dotyczy zeszytu 4, na stronie 64, 1 i 2 notatka, data 6 styczen 43.

 

Vorsitzender Richter:

Wollen wir das dann gleich verlesen? Um der Zeugin eine Möglichkeit zu bieten, dazu Stellung zu nehmen. [...] Bitte schön?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Zeugin hat das in Polnisch.

 

Vorsitzender Richter:

Sie hat es in Polnisch vorliegen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pani znalazla 64 strone, 1 i 2

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Frau Zeugin, dann brauchen wir das vielleicht nicht vorzulesen. Sie können uns aber sagen, wenn Sie die Eintragung haben, diese Eintragung beginnt mit den Worten »Nach dem Morgenappell und dem Befehl ›Arbeitskommando formieren!‹ « und endet... Unter 1 und 2. Nein? Unter dem 6.1., heißt es doch hier.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ja moge [unverständlich]?

 

Sprecher (nicht identifiziert):

[unverständlich]

 

Vorsitzender Richter:

Nein, Herr Landgerichtsrat. Vom 6.1. sind doch hier verschiedene Eintragungen.

 

Verteidiger Erhard:

Die beiden ersten Eintragungen unter dem 6.1. meine ich. [...] Die beiden in Kleindruck wiedergegebenen habe ich nicht beantragt zu verlesen. Die sind für uns hier meines Erachtens unerheblich.

 

Vorsitzender Richter:

Aha. Und dazu wollen Sie die beiden Anmerkungen?

 

Verteidiger Erhard:

Und dazu die auch da vermerkten Anmerkungen, es sind 1 und 2.

 

Vorsitzender Richter:

Weiß die Zeugin, worum es sich handelt? Diese Eintragung »Nach dem Morgenappell und dem Befehl ›Arbeitskommando formieren!‹ «, dann der zweite Absatz: »Auf dem Hof von Block 11 wurden an der Todeswand 15 aus dem Bunkerblock 11 ausgesuchte Häftlinge erschossen.« 3

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Die dort vorher untergebracht wurden«. Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Was?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Die dort vorher untergebracht wurden«, steht da.

 

Vorsitzender Richter:

Nein, das steht hier nicht dabei.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na ja, es ist egal.

 

Vorsitzender Richter:

Und dann heißt es, Anmerkung 1 fängt an mit: »Unter den im Bunker Eingesperrten befanden sich die Häftlinge aus Block 7«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Motyka.

 

Vorsitzender Richter:

Bronislaw Motyka, ja. Und der erste Absatz endet m it »Hefte von Auschwitz, Nummer 1, Textreproduktion des Bunkerbuchs 1, 103 bis 105«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Und die zweite Anmerkung beginnt mit den Worten: »Siehe Hefte von Auschwitz, Nummer 1, Textreproduktion« und endet mit den Worten »in den Häftlingskrankenbau überstellt worden seien«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Kann die Zeugin uns Angaben machen, wie dieser Teil der »Auschwitz-Hefte« entstanden ist und auf welchen Urkunden dieser Teil beruht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pani moze nam powiedziec, w jaki sposób powstaly te obie notatki i na podstawie jakich dokumentów pani wtedy doszla do tego, a nie innego wniosku?

 

Zeugin Danuta Czech:

W obozie ten dzien przez wiezniów byl nazywany »wielka rozwalka«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Lager wurde dieser Tag als eine »große Liquidierung« bekannt.

 

Vorsitzender Richter:

Woher weiß die Zeugin das?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad pani to wie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak zeznawalo bardzo wielu wiezniów.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

So haben viele, sehr viele Häftlinge berichtet.

 

Zeugin Danuta Czech:

Podczas procesu bylego komendanta obozu Hößa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und zwar während des Prozesses gegen den ehemaligen Lagerkommandanten Höß.4

 

Vorsitzender Richter:

Ja

 

Zeugin Danuta Czech [unterbricht]:

Wsród

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Haben Sie auch irgendwelche schriftlichen oder gedruckten Unterlagen für diese Feststellung?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy oprócz tego, ma pani jeszcze pisemne jakies, drukowane dane na ten temat?

 

Zeugin Danuta Czech:

Jest wyjasnienie autorów komentarza do ksiazki bunkra. Ze tych 15 wiezniów zabranych, z adnotacja, ze przekazani sa do szpitala, ze zostalo rozstrzelanych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es gibt Erklärungen der Verfasser der Kommentare zum Bunkerbuch5 darüber, daß diese 15 Häftlinge, von denen ein Vermerk vorhanden ist, daß sie ins Krankenhaus überstellt wurden, tatsächlich erschossen wurden.

 

Zeugin Danuta Czech:

Poza tym, mam relacje pisemna, wieznia, który przezyl ten fakt.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Darüber hinaus habe ich noch eine schriftliche Bestätigung von einem Häftling, der diesen Tag überlebt hat.

 

Vorsitzender Richter:

Wie heißt der?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak on sie nazywa?

 

Zeugin Danuta Czech:

On sie nazywa Henryk Szklorz.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Henryk Szklorz.

 

Vorsitzender Richter:

Würden Sie mal buchstabieren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Henryk-Heinrich-Emil-Nordpol-Richard-Ypsilon- Kaufmann-Siegfried-Zeppelin

 

- Schnitt -

 

Zeugin Danuta Czech:

Czeslaw Jaworski

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Name ist Czeslaw Jaworski. Soll ich buchstabieren?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte schön.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Vorname: Cäsar-Zeppelin-Emil-Siegfried-Ludwig- Anton-Wilhelm. Czesl aw. Dann der Name: Julius- Anton-Wilhelm-Otto-Richard-Siegfried-Kaufmann-Ida.

 

Vorsitzender Richter:

Jaworski.

 

Zeugin Danuta Czech:

Opis doktora Jaworskiego, byl wówczas na prawach rekopisu. To bylo jego wspomnienie z obozu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Erklärung von Doktor Jaworski war damals noch eine handschriftliche Arbeit, das waren seine Erinnerungen aus dem Lager.

 

Zeugin Danuta Czech:

Nie jestem pewna, ale wydaje mi sie, ze w tej chwili zostalo to w Polsce wydane, ale zastrzegam sie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bin nicht sicher, also ich möchte das vorwegnehmen, aber ich glaube, daß diese Arbeit von ihm, seine Erinnerungen, zur Zeit bereits als gedrucktes Werk in Polen erschienen ist.

 

Vorsitzender Richter:

Dann wollte der Herr Rechtsanwalt Erhard noch wissen... die beglaubigten Fotokopien. Das ist bereits verlesen worden am 12. Februar 65, ja?

 

Richter Hotz:

Ja. Das geht hier nicht um die »Auschwitz-Hefte«.

 

Vorsitzender Richter:

Das geht hier nicht um die »Auschwitz-Hefte«. Aber der Herr Rechtsanwalt Göllner hatte in einem Antrag vom 11.7.64 noch beantragt, in dem

 

Verteidiger Göllner [unterbricht]:

Auf Seite 4.

 

Vorsitzender Richter:

In dem »Kalendarium« von Auschwitz, Heft 3, zu verlesen, und zwar am 15., 16. und 18. Dezember bis zum 30. Dezember.6

 

Richter Hotz:

Die Unterlagen festzustellen.

 

Vorsitzender Richter:

Und er wollte festgestellt wissen, aufgrund welcher Unterlagen diese Aufzeichnungen entstanden sind.

 

Verteidiger Göllner:

Jawohl.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also darf ich wiederholen: Heft 3

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Kleinen Moment, ich muß es selbst mal heraussuchen. Das ist Heft 2/3.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

3 zeszyt.

 

Zeugin Danuta Czech:

Trzeciego nie ma.

 

Vorsitzender Richter:

Also Heft 3, Dezember, und zwar am 15. Dezember fängt es an und hört auf am 30. Dezember.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tak.

 

Staatsanwalt Kügler:

Aber ich glaube, Herr Präsident, daß Herr Rechtsanwalt Göllner da nur bestimmte Eintragungen meint.

 

Verteidiger Göllner:

Ja, ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Da sind ja mehrere Eintragungen an einem Tag.

 

Verteidiger Göllner:

Ich hatte diesen Antrag gestellt wegen dieser berühmten Weihnachts-Selektion und bitte den Herrn Präsidenten, die gleiche Frage an die Zeugin zu richten wie eben im Falle meines Kollegen Erhard.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Also, Frau Zeugin, würden Sie uns bitte sagen, ob die Eintragungen in Heft 3 der Auschwitz-Hefte vom 15. bis zum 30. Dezember ebenfalls auf Urkunden beruhen, die sorgfältig überprüft sind und die einen tatsächlichen Hergang an diesen Tagen schildern?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, czy te dane, które sa podane w zeszycie 3 i te adnotacje, które sie zaczynaja od 15 grudnia i koncza sie [+ na] 30 grudnia, czy pani moze nam powiedziec, czy one, wszystkie te notatki, byly po dokladnym sprawdzeniu wiarogodnosci i na podstawie dokumentów stwierdzone, czy nie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tutaj chodzi o selekcje?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Geht es hier um eine Selektion?

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Es geht um eine Selektion, die im Krankenbau durchgeführt worden sein soll, und zwar um die Weihnachtsfeiertage.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, tak, tu chodzi o selekcje, która miala byc rzekomo przeprowadzona na bloku izby chorych, a mianowicie w okresie Swiat Bozego Narodzenia.

 

Zeugin Danuta Czech:

Wiec, do 15 grudnia w ksiazce, tak zwanym Totenbuch, w ksiazce [kostnicy], widnialy przy selekcjach wpisy »szpila«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Szpila«?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bis zum 15. Dezember sah man bei allen Eintragungen im Totenbuch einen Vermerk »szpila«.

 

Zeugin Danuta Czech:

Po 15 grudnia, po 12 grudnia, tych adnotacji nie ma.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nach dem 15. Dezember gibt es keine Vermerke solcher Art.

 

Vorsitzender Richter:

Was soll das heißen, »szpila«?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Szpila«, das ist Spritze, Einspritzung.

 

Zeugin Danuta Czech:

Einspritzung.

 

Vorsitzender Richter:

Aha.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Einspritzung, das ist ein Lagerausdruck. »Abspritzung« wörtlich.

 

Zeugin Danuta Czech:

W obozie nie bylo epidemii.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Lager gab es keine Epidemie.

 

Zeugin Danuta Czech:

Epidemia tyfusu zostala opanowana z koncem sierpnia 42 roku. Mimo to, smiertelnosc byla duza. Spowodowana wlasnie selekcjami na »szpilowanie« fenolem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Typhusepidemie wurde Ende August 1942 bereits liquidiert. Trotzdem war die Sterblichkeit sehr hoch. Und das wurde hervorgerufen eben durch die Selektionen der Häftlinge, die für Phenolspritzen vorgesehen wurden.

 

Zeugin Danuta Czech:

Po 12 grudnia, w dalszym ciagu byly »szpilowania«, ale nie sa odnotowane

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nach dem 12. Dezember [gab es] ebenfalls »Abspritzungen«, aber sie wurden nicht vermerkt.

 

Zeugin Danuta Czech:

Jednak mozna to udowodnic, zwlaszcza jesli chodzi o selekcje przeprowadzane w bloku 28.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das kann man jedoch beweisen, besonders wenn es sich um die Selektionen handelt, die auf dem Block 28 vorgenommen wurden.

 

Zeugin Danuta Czech:

Jesli wiezien umieral w bloku 28, ma napisane zawsze numer izby chorych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn ein Häftling auf dem Block 28 verstorben war, war immer dort die Nummer der Krankenstube.

 

Zeugin Danuta Czech:

J esli wiezien byl zabijany fenolem, jest pisane tylko: »blok 28«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und wenn der Häftling mit der Spritze getötet wurde, stand lediglich dahinter: »Block 28«.

 

Zeugin Danuta Czech:

To byla podstawa

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war die Grundlage.

 

Zeugin Danuta Czech:

Aby przyjac informacje wiezniów, ze w grudniu, w okresie Bozego Narodzenia, w dalszym ciagu byly przeprowadzane selekcje.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war die Grundlage dafür, die Berichte der Häftlinge entgegenzunehmen darüber, daß die Selektionen im Dezember weiterhin stattgefunden haben, und zwar in der Zeit um die Weihnachtsfeier.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Aber nun fällt mir auf, daß gerade um die Zeit der Weihnachtstage lediglich eine Selektion in dem »Kalendarium« enthalten ist, nämlich die am 24. Dezember. Und da heißt es: »Ein SS-Arzt führte eine Selektion unter denjenigen Häftlingen durch, die sich im Häftlingskrankenbau in Block 20 des Stammlagers befanden, und wählte 37 Kranke aus. Am gleichen Tag wurden diese durch Phenolinjektionen direkt ins Herz getötet.« 7

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Znalazla pani, co?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das ist hier in Polnisch.

 

Vorsitzender Richter:

Es ist in diesen Weihnachtstagen, um die es uns hauptsächlich jetzt geht, am 23. Dezember eine Selektion eingetragen im Block 20 durch einen SS- Arzt, am 24. eine Selektion eingetragen durch einen SS-Arzt. Am 25. ist weder in der ersten noch in der zweiten Eintragung etwas von einer Selektion die Rede. Am 26. wird nicht davon gesprochen, am 27. nicht, am 28. nicht, am 29. nicht, und da hört es überhaupt anscheinend auf.

 

Sprecher (nicht identifiziert):

Am 30.

 

Vorsitzender Richter:

Am 30. ist das Wort »Selektion« wieder zu finden.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec prosze pani, 23 grudnia jest selekcja na bloku 20 zanotowana, 24 jest selekcja, która przeprowadzal lekarz SS, 25, pózniej 26, 27 nie ma nic, 28 nie ma nic, 29 nie ma nic i 30. Pani to ma wszystko?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe das alles hier.

 

Vorsitzender Richter:

Ist das richtig so?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I tak, jak to jest, rzeczywiscie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak.

 

Vorsitzender Richter:

Entspricht das Ihren Feststellungen aufgrund des Ihnen vorliegenden Materials und der Urkunden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I rzeczywiscie to odpowiada rzeczywistosci na podstawie tych dokumentów i materialów, które pani ma do dyspozycji?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Wenn das richtig wäre, was Sie eben sagen, könnte also weder am 24. Dezember noch in den nachfolgenden Tagen eine Selektion durch den Angeklagten Klehr ohne Anwesenheit eines Arztes stattgefunden haben.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jesli to jest

 

Staatsanwalt Kügler [unterbricht]:

Entschuldigen Sie, Herr Präsident, ich würde vielleicht vorschlagen, ehe diese Frage in dieser Form an die Zeugin gestellt wird, sie zu fragen, wie es mit den Selektionen war, die der Sanitätsdienstgrad gemacht hat. Denn bei dieser fraglichen Selektion, um die es uns hier geht, wird ja behauptet, daß der Arzt nicht da war und daß es der Sanitätsdienstgrad alleine gemacht hat.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Staatsanwalt Kügler:

Die Eintragungen im »Kalendarium« beziehen sich nur auf Selektionen, die ein SS-Arzt gemacht hat. Ich möchte anregen, daß die Zeugin gefragt wird, ob die Eintragung »SS-Arzt« auf einer Nachprüfung beruht durch die Zeugin, daß aufgrund der Aussagen es immer der Arzt war, oder ob Sie einfach geschrieben hat »SS-Arzt«, wo es möglich ist. Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Herr Staatsanwalt, wir werden schon darauf hinkommen, wenn wir sie so fragen, wie wir sie gefragt haben. Also zunächst einmal die Frage, ob diese Eintragungen stimmen und ob es aufgrund dieser Eintragungen möglich wäre oder unmöglich wäre, daß in den Tagen vom 24. bis 26. Dezember auch noch eine Selektion durch den Angeklagten Klehr durchgeführt worden wäre, ohne daß ein Arzt dabei zugegen gewesen sei.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, jezeli to jest prawda, to, co pani poprzednio powiedziala, znaczy, ze to jest oparte na dokumentach. Czy jest mozliwe, czy tez jest niemozliwe, zeby w okresie czasu miedzy 24 a 26 grudniem byla dokonana selekcja przez oskarzonego Klehra, bez udzialu jakiegokolwiek lekarza SS? Czy pani to wyklucza?

 

Zeugin Danuta Czech:

Nie wykluczam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das schließe ich nicht aus.

 

Vorsitzender Richter:

Und warum nicht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

A dlaczego nie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Dlatego, ze w ksiazce [kostnicy] sa wiezniowie, którzy w tym czasie figuruja jako zmarli.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil in dem Buch der Leichenhalle Häftlinge aufgeführt werden, die in dieser Zeit gestorben sind.

 

Zeugin Danuta Czech:

Poniewaz to sa mniejsze liczby, ponizej 30 ja nie przyjelam ich [za] selekcje

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Weil das kleinere Zahlen sind, also kleinere Mengen, unter 30, habe ich sie nicht als Selektion bewertet.

 

Zeugin Danuta Czech:

Przeprowadzana przez lekarza SS.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Als solche Selektion, die von einem SS-Arzt durchgeführt wurde.

 

Zeugin Danuta Czech:

Poza tym chcialam wyjasnic, ze w kalendarzu wydarzen obozowych lekarz SS nie oznacza zadnego konkretnego czlowieka. To jest - ein Symbol.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Darüber hinaus wollte ich Ihnen folgendes erklären: Im »Kalendarium« bedeutet der Ausdruck »SS-Arzt« keinen bestimmten Menschen, sondern es ist ein Symbol.

 

Zeugin Danuta Czech:

To mógl byc kazdy ze sluzby sanitarnej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das könnte jeder gewesen sein, der zu dem Gesundheitsdienst gehörte.

 

Zeugin Danuta Czech:

Wladz obozowych

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Also auch ein SS-Dienstgrad?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy kazdy z SS, esesmani.

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Oder Sanitätsdienstgrad.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja. Kazdy sanitariusz SS.

 

Zeugin Danuta Czech:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Göllner, sind noch Fragen zu stellen?

 

Verteidiger Göllner:

Frau Zeugin, ist es richtig, daß Sie diese gleichinhaltliche Erklärung in einer Fußnote in dem »Kalendarium« irgendwo festgehalten haben? Ich finde sie im Moment nicht. Ich habe sie aber irgendwann einmal gesehen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to jest prawda, ze gdzies, ja nie pamietam teraz, w jakim miejscu jest tego rodzaju adnotacja, wlasnie to, co pani powiedziala, w »Kalendarzu«?

 

Zeugin Danuta Czech:

To, co powiedzialam, czy jest taka adnotacja?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tak.

 

Zeugin Danuta Czech:

Nie, nie ma.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, da ist nichts.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Erhard, hatten Sie noch eine Frage?

 

Verteidiger Erhard:

Ich habe sonst keine Frage, nein.

 

Vorsitzender Richter:

Keine Frage mehr.

 

Verteidiger Steinacker:

Herr Vorsitzender, ich habe eine Frage. Die Zeugin hat auf Ihre Frage, ob das »Kalendarium« als eine Zusammenstellung urkundlicher Daten angesehen werden könne, mit Ja geantwortet bezüglich bestimmter, in dem Beweisantrag von Herrn Kollegen Erhard bestimmter Komplexe.

Ich bitte Sie, die Zeugin zu fragen, ob das auch gilt bezüglich des »Auschwitz-Heftes« Nummer 7, Seite 87. Dort ist eine Eintragung, das Datum ist nicht genau festzustellen, 4.1944. Liegt Ihnen das »Auschwitz-Heft« vor, Nummer 7? Vielleicht hat es der Herr Ergänzungsrichter.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Darf ich schon übersetzen?

 

Vorsitzender Richter:

Sie dürfen übersetzen, aber ich möchte zunächst noch einmal von dem Herrn Steinacker die Fundstelle angegeben wissen.

 

Verteidiger Steinacker:

Seite 7

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Fragezeichen, 4.

 

Vorsitzender Richter:

Seite 7 oder 87?

 

Verteidiger Steinacker:

Verzeihung, Seite 87.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nummer 7.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Fragezeichen, 4.

 

Verteidiger Steinacker:

Fragezeichen 4.1944.

 

Vorsitzender Richter:

Und was wünschen Sie da festgestellt zu wissen?

 

Verteidiger Steinacker:

Dort steht folgende Notiz. »Um die Spuren der vergangenen Verbrechen im Konzentrationslager Auschwitz I zu verwischen, verwandelte man das alte Krematorium Nr. I in einen Luftschutzbunker und demontierte die schwarze Todeswand, die sich auf dem Hof von Block 11 befand. Der Sand vor der Todeswand wurde hinausgefahren.« 8

Ich möchte also wissen, ob diese Notiz ebenfalls auf entsprechenden Urkunden beruht.

 

Vorsitzender Richter:

Und wollen Sie auch gleichzeitig wissen, ob diese Tätigkeiten im April 1944 erfolgt sind?

 

Verteidiger Steinacker:

Ja, das ergibt sich ja daraus. Denn die Notiz ist ja unter dem April 1944 eingetragen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Verteidiger Steinacker:

Wenn also die eine Eintragung auf Urkunden beruht, dann auch das andere.

 

Staatsanwalt Kügler:

Das ist ja angegeben bei der Eintragung, Herr Präsident, unter Anmerkung

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

54.

 

Staatsanwalt Kügler:

54, »Material der Widerstandsbewegung im Lager«.

 

Vorsitzender Richter:

Band 7, Seite 433.9

 

Staatsanwalt Kügler:

Darauf beruht die Eintragung.

 

Vorsitzender Richter:

Also Frau Kapkajew, wenn Sie so liebenswürdig wären.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, ich habe schon.

 

Vorsitzender Richter:

Sie haben schon.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja. - Prosze pani, w numerze 7 Zeszytów Oswiecimskich, na stronie 87 jest podane: »zeby zniszczyc i zniwelowac slady, zostaly usuniete, zostaly zmienione, przebudowane stare krematorium na bunkier przeciwgazowy, przeciwlot niczy, zostala zerwana sciana smierci i piasek zostal wywieziony. Po to tylko, zeby usunac slady przestepstw, które tam byly dokonane«. Teraz, adnotacja do tego powiada, ze to zostalo stwierdzone na podstawie dokumentów ruchu oporu w obozie, materialów zebranych. Czy to odpowiada rzeczywistosci?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak, to jest meldunek wyslany z obozu do Krakowa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das war eine Meldung, die aus dem Lager nach Krakau gegeben wurde.

 

Vorsitzender Richter:

Nach Krakau gegeben wurde und noch während des Bestehens des Lagers Auschwitz?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy wtedy, kiedy obóz jeszcze istnial?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest. Wszystkie materialy dotyczace ruchu oporu pochodza z okresu, kiedy obóz istnial. Wszystkie zostaly skierowane do Krakowa. W Krakowie byly przechowane i w tej chwili my mamy prawie komplet, bo tam niektórych meldunków prawdopodobnie brakuje.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Alle die Unterlagen, die Materialien, die Angaben und Meldungen, die von der Untergrundbewegung nach Krakau geschickt wurden, stammen aus der Zeit des Bestehens des Lagers. Sie wurden damals nach Krakau geschickt, dort aufbewahrt, und gegenwärtig besitzen wir fast komplett, mit kleinen Ausnahmen, das gesamte Material, das damals auf diese Weise aus dem Lager gegangen ist.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Ist die Frage beantwortet?

Herr Rechtsanwalt Göllner.

 

Verteidiger Göllner:

Herr Präsident, ich habe die Fußnote gefunden, auf die ich mich berufen habe bei meiner Frage, die die Zeugin wahrscheinlich unwissentlich verneint hat. Es handelt sich um die Seite 75 des Heftes 3, und es ist die Fußnote 48.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, darf ich wissen, was darauf steht?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, ich kann es Ihnen gleich

 

Verteidiger Göllner [unterbricht]:

Das, was ich gesagt habe.

 

Vorsitzender Richter:

Seite 75

 

Verteidiger Göllner [unterbricht]:

Unten, die erste Fußnote.

 

Vorsitzender Richter:

Fußnote Nummer?

 

Verteidiger Göllner:

48.

 

Vorsitzender Richter:

48. »In Block 20 des Stammlagers befand sich die Infektionsabteilung. Die Selektionen führten auch SS-Männer durch, die im Sanitätsdienst standen (SDG). Im besonderen: SS-Oberscharführer Josef Klehr, SS-Unterscharführer Hans Nierzwicki und andere.« 10

 

Staatsanwalt Kügler:

Das steht aber nicht im Widerspruch zu dem, was die Zeugin gesagt hat.

 

Verteidiger Göllner:

Das habe ich auch nicht erklären wollen. Sondern ich wollte nur sagen, daß

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Würden Sie das einmal der Zeugin [+ übersetzen]?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, w zeszycie 3 na stronie 75 w adnotacji numer 48, jest powiedziane, ze oprócz lekarzy, którzy dokonywali selekcji, równiez sanitariusze, miedzy innymi Józef Klehr, Niedzwiecki i - Andere?.

 

Richter Hotz:

Andere.

 

Vorsitzender Richter:

»Und andere«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Und andere«. Ich habe »andere« als Name verstanden. - I pozostali.

 

Zeugin Danuta Czech:

Ich weiß nicht, ob - W tej chwili nie pamietam, prawda, czy ta adnotacja tam, ale jesli jest napisane, to na pewno jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, im Moment erinnere ich mich nicht daran, ob solch ein Vermerk dort auf dieser Seite steht. Aber wenn es so ist, dann muß er wohl dastehen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Im übrigen würde dieser Vermerk ja übereinstimmen mit dem, was die Zeugin gesagt hat. Denn die Zeugin hat ja gesagt: »SS-Arzt war nur ein Begriff, unter den alle in dem Gesundheitsdienst tätigen Personen, also auch SDGs zu verstehen sind.«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tak pani zrozumiala, ze wlasnie to pojecie »lekarz SS« oznaczalo, ze to nie byl specjalnie lekarz, tylko wszyscy, którzy nalezeli do sluzby zdrowia w obozie.

 

Zeugin Danuta Czech:

Gdybym miala nazwisko lekarza, który przeprowadzal selekcje, podalabym go. Ale w dokumencie nie ma podane, kto przeprowadzal selekcje. Tylko podane jest, ze selekcje przeprowadzono.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn ich den Namen desjenigen, der die Selektion durchgeführt hatte, gehabt hätte im Dokument - das ist aber nie dort angegeben -, dann hätte ich den Namen auch angegeben. Es steht dort aber nur, daß eine Selektion stattgefunden hat.

 

Vorsitzender Richter:

Ist damit die Frage beantwortet, Herr Rechtsanwalt Göllner? Herr Staatsanwalt Kügler, Sie wollten noch? [...]

 

Staatsanwalt Kügler:

Frau Zeugin, ich greife aus dem »Kalendarium« jetzt einmal wahllos eine Eintragung heraus, und zwar unter dem 4. Februar 1943.

 

Vorsitzender Richter:

Heft Nummer?

 

Staatsanwalt Kügler:

Heft Nummer 4.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, ja wyciagam tak sobie teraz notatke. To, co bylo zapisane w zeszycie 4 po data 4 luty 1943.

 

Staatsanwalt Kügler:

Dort steht unter dem 4.2.1943: »RSHA-«, also Reichssicherheitshauptamt-»Transport aus dem Lager in Westerbork. 321 jüdische Männer und Knaben sowie 569 jüdische Frauen und Mädchen. Nach der Selektion lieferte man 48 Männer als Häftlinge ins Lager ein, sie bekamen die Nummer« soundso bis soundso. »52 Frauen bekamen die Nummer« soundso bis soundso. »Die restlichen 273 Männer und Knaben sowie 517 Frauen und Mädchen wurden vergast.« 11

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Znalazla pani?

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Ich möchte Sie fragen, aufgrund welcher Unterlagen Sie Eintragungen wie diese, die sich ja zahlreich in dem »Kalendarium« befinden, haben machen können?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pytanie moje [idzie] w tym kierunku. Na jaki ej podstawie mogla pani robic tego rodzaju stwierdzenie w »Kalendarzu«? To pojawia sie zreszta bardzo czesto, z dokladnym podaniem ilosci. W jaki sposób doszlo do tego?

 

Zeugin Danuta Czech:

Na podstawie materialów uzyskanych z Czerwonego Krzyza, z H olandii.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das geschah anhand der Unterlagen, die wir vom Roten Kreuz in Holland bekommen haben.

 

Zeugin Danuta Czech:

I ja w muzeum posiadam tylko listy transportów

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich, das heißt das Museum, wir besitzen lediglich die Listen der Transporte.

 

Zeugin Danuta Czech:

[Gdzie] pod odpowiednia data zanotowano liczbe przybylych mezczyzn i osobno kobiet.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und dort wurde unter dem entsprechenden Datum die Zahl der angekommenen Männer angegeben und getrennt der angekommenen Frauen.

 

Vorsitzender Richter:

Frage beantwortet?

 

Zeugin Danuta Czech:

Przy transportach zydowskich, nie ma podanej miejscowosci, skad. Stad zawsze wiem, ze to jest transport zydowski.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bei den jüdischen Transporten fehlt die Angabe des Ortes, woher sie kommen. Daher weiß ich immer, daß es sich um einen jüdischen Transport handelt.

 

Zeugin Danuta Czech:

Szukam w innych dokumentach pomocniczych

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Danach suche ich in anderen Dokumenten Hilfsunterlagen.

 

Zeugin Danuta Czech:

Czy w dokumentach figuruja wiezniowie, którzy by otrzymali numeracje z tego transportu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ob dort die Häftlinge figurieren, die entsprechenden Nummern, also die tätowierten Nummern, die sie in diesem Transport bekommen haben.

 

Zeugin Danuta Czech:

Czy sa w innych dokumentach obozowych.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ob in anderen Dokumenten im Lager diese Nummern vorhanden sind.

 

Zeugin Danuta Czech:

Jesli przy tych numerach, jesli przezyli tacy wiezniowie, czy ewentualnie figuruja w dokumentach obozowych, podano »holländische Juden«. To utwierdza mnie, ze transport jest z Holandii.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wenn also solche Häftlinge es überlebt haben, wenn sie also in irgendwelchen Lagerdokumenten vorhanden sind, dann steht hinten noch »holländische Juden«. Das bestätigt mir dann meine Annahme, daß dieser Transport aus Holland kommt.

 

Zeugin Danuta Czech:

Szukam wtedy w materialach otrzymanych z Holandii dokladnych danych dotyczacych tego transportu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich suche dann aus Materialien, die ich aus Holland habe, die genauen Angaben, die diesen Transport betreffen.

 

Zeugin Danuta Czech:

Holandia posiada dokladne zestawienia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Holland hat genaue Zusammenstellungen.

 

Vorsitzender Richter:

Ist die Frage beantwortet?

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Und wie kommen Sie auf die Zahl der Vergasten?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

A w jaki sposób [dochodzi] pani do liczby zagazowanych?

 

Zeugin Danuta Czech:

Jesli przybylo ich 1.000, a do obozu zostala skierowana tylko liczba 321, 48 mezczyzn i 52 kobiety, wtedy pozostali zostali zagazowani.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also wenn 1.000 Personen angekommen sind und davon 48 Männer ins Lager kamen und 52 Frauen, dann ist der Rest vergast worden.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ist Ihnen der Begriff Bunker-Jakob bekannt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pani zna to pojecie Jakob z bunkru?

 

Zeugin Danuta Czech:

To imie jest mi znane z procesu Hößa i z procesu zalogi oswiecimskiej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dieser Name ist mir bekannt aus dem Verfahren gegen Höß und aus dem Prozeß gegen die Besatzung in Auschwitz.12

 

Staatsanwalt Kügler:

Haben Sie einmal im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit irgendwelche Feststellungen darüber getroffen, wie der Jakob richtig hieß und wann er ins Lager kam, insbesondere welche Häftlingsnummer er erhalten hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pani kiedys natknela sie w swoich pracach na to, jakie bylo nazwisko rzeczywiscie tego Jakóba, kiedy on przybyl do obozu i jaki mial numer?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak, w tej chwili nie pamietam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, aber ich erinnere mich im Augenblick nicht daran.

 

Zeugin Danuta Czech:

Wiem, ze przybyl transportem, ze byl z Sokólki chyba w 43 roku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich glaube, daß er mit einem jüdischen Transport aus Sokólka 1943, glaube ich, angekommen ist.

 

Zeugin Danuta Czech:

Moge to ustalic po powrocie do Oswiecimia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kann das aber gerne feststellen nach meiner Rückkehr nach Auschwitz.

 

Staatsanwalt Kügler:

Das ist sehr liebenswürdig, vielen Dank.

Wenn ich Sie jetzt richtig verstanden habe, Frau Zeugin, beruhen die Eintragungen einmal auf Dokumenten, die von der SS stammen, dann auf Schriftstücken sonstiger Art, auf Mitteilungen der Widerstandsbewegung, aber auch wohl auf Mitteilungen von ehemaligen Häftlingen, die nach dem Krieg gegenüber dem Museum oder in Prozessen abgegeben wurden.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy, ze jesli pania dobrze zrozumialem, to wszystko to, co jest zawarte u pani w tej pracy, oparte jest na nastepujacych dokumentach: dokumentach SS, innych dokumentach, materialach dokumentalnych, nastepnie na materiale ruchu oporu, nastepnie jednoczesnie tez na tych danych, które podane pani zostaly przez bylych wiezniów Oswiecimia, w trakcie rozmaitych procesów.

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak. Jak równiez na wszelkich publikacjach, które ukazaly sie zarówno w Niemieckiej Republice Federalnej, jak i w Izraelu, w Anglii, w Polsce.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, und darüber hinaus stütze ich mich noch auf Veröffentlichungen, die sowohl in der Bundesrepublik als auch in Israel und auch in Polen erschienen sind.

 

Zeugin Danuta Czech:

Korzystalam duzo na przyklad z publikacji Reimund Schnabela, »Macht ohne Moral«.1313

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe zum Beispiel auch sehr viel gewonnen und benutzt aus dem Werk von Reimund

 

Zeugin Danuta Czech:

Schnabel.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Schnabel, »Macht ohne Moral«.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Frau Zeugin, ich weiß, daß ich Ihr Gedächtnis sehr beanspruche, wenn ich an Sie folgende Frage stelle: Es wird behauptet, daß im März 1943 eine ganze Anzahl von Kindern aus Zamosc in Auschwitz durch Phenolinjektionen getötet worden sind. Ich kann es also jetzt im Moment

 

Richter Perseke [unterbricht]:

23. Februar, Seite 77.

 

Staatsanwalt Kügler:

Seite 77 in dem Heft von 1943 am 23.

 

Vorsitzender Richter:

Heft 4.

 

Staatsanwalt Kügler:

Heft 4, ja, am 23. Februar. Da ist also ausgeführt, daß 39 Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren durch Phenolinjektionen getötet worden sind, daß dies der Angeklagte... der hier Angeklagte damalige SS-Unterscharführer Scherpe getan habe. Und dann sind auch noch die Lagernummern genau angegeben. Können Sie dazu heute hier sagen, wie Sie im einzelnen zu dieser Eintragung gekommen sind?14

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, ja wiem, ze dosyc duzo wymagam od pani w tej chwili, ale stwierdzonym jest w zeszycie 4, pod data 23 luty 1943, ze dosyc duza [chlopców] zdaje sie 39 chlopców w wieku od 9 do 17 lat, dzieci z Zamoscia, zostalo zaszpilowanych i ze dokonal tego oskarzony tutaj byly Unterscharführer Scherpe. Co pani by mogla nam dzisiaj powiedziec, na jakiej podstawie doszla pani do tego wniosku?

 

Zeugin Danuta Czech:

W paru zeznaniach wiezniów bylo podane nazwisko Scherpe. W tej chwili nie pamietam, którzy twierdzili, ze to byl Scherpe.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In einigen Erklärungen von ehemaligen Häftlingen wurde der Name Scherpe genannt. Aber ich kann jetzt im Augenblick nicht sagen, wie die Namen von diesen Häftlingen sind, die Scherpe erwähnt haben.

 

Zeugin Danuta Czech:

Moge te nazwiska podac po powrocie do [+ Oswiecimia].

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich bin aber in der Lage, Ihnen diese Namen anzugeben nach meiner Rückkehr nach Hause.

 

Staatsanwalt Kügler:

Nein, es interessiert mich in diesem Zusammenhang nur, woher Sie das haben. Also den Namen Scherpe haben Sie von ehemaligen Häftlingen sicherlich nach dem Kriege erfahren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Mnie chodzi o to, skad, na jakiej podstawie pani to zapisala? Wiec nazwisko Scherpe pani poslyszala od bylych wiezniów juz po wojnie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Po wojnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl, nach dem Kriege.

 

Staatsanwalt Kügler:

Wie konnten Sie nun feststellen, daß diese Knaben gerade diese Nummern hatten, diese Lagernummern, die in dieser Eintragung aufgeführt sind?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W jaki sposób mogla pani stwierdzic numery, ze wlasnie ci chlopcy mieli tego rodzaju numery obozowe?

 

Zeugin Danuta Czech:

Wiec to jest transport z Zamojszczyzny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist ein Transport aus der Gegend von Zam osc.

 

Zeugin Danuta Czech:

I te numery pochodza z tego transportu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und diese Nummern stammen aus diesem Transport.

 

Zeugin Danuta Czech:

W tej chwili trudno mi jest powiedziec, nie pamietam, byc moze, ze mialam daty ich, ze mialam numer, date smierci i date urodzenia. Nie jestem tego pewna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Augenblick bin ich nicht ganz sicher, ob meine Antwort richtig ist. Aber ich glaube, daß ich die Angaben hatte über ihre Nummern, das Datum des Todes und den Geburtstag.

 

Staatsanwalt Kügler:

Gilt das, was Sie uns eben gesagt haben, auch für die Eintragung vom 1.3.1943, wo sich dasselbe, nur in größerem Umfang, abgespielt hat, Palitzsch aus dem Lager Birkenau 80 Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren gebracht hat, die dann auch »abgespritzt« worden sind?15

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to samo pani moze nam powiedziec na temat tej notatki, która pochodzi z 1 marca 43, a dotyczy juz wiekszej ilosci, 80 chlopców

 

Zeugin Danuta Czech [unterbricht]:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zamordowanych przez Palitzscha

 

Zeugin Danuta Czech [unterbricht]:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to na tej samej podstawie?

 

Zeugin Danuta Czech:

Na tej samej podstawie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, auf derselben Grundlage.

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak, tu zreszta poza tym sa materialy ruchu oporu wymienione.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Hier sind auch Angaben aus der Untergrundbewegung erwähnt. Das haben Sie ja dort.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja. Ich kann mich erinnern, Frau Zeugin, unter den vielen Dokumenten, die damit im Zusammenhang stehen, eine Todesmeldung gesehen zu haben von zwei Knaben, die von Birkenau kamen, aus Zamosc waren, und dann wurde eine Todesursache vermerkt, das [steht] unter dem 1.3. Handelt es sich dabei nach Ihrer Meinung um diese Kinder?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Mnie sie wydaje, bo bardzo duzo widzialem dokumentów, ale zdaje mi sie, ze mialem meldunek smierci, widzialem, mialem w reku meldunek smierci 2 chlopców, którzy byli z Brzezinki, pochodzili z Zamoscia

 

Zeugin Danuta Czech [unterbricht]:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I notatke z 1 marca, czy to dotyczy tego samego transportu?

 

Zeugin Danuta Czech:

To jest te n sam transport, ale ci dwaj chlopcy zostali osobno chyba zamordowani, jeden nazywal sie Rycyk, drugi Rycaj.16

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Rycyk?

 

Zeugin Danuta Czech:

Rycyk, Rycaj.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Rycaj. Ja das ist derselbe Transport. Aber diese beiden Jungen wurden getrennt ermordet, von den anderen getrennt. Und an die Namen erinnere ich mich: Rycyk und Rycaj.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Staatsanwalt Kügler, nicht mehr. Herr Wiese? Staatsanwalt Kügler [unterbricht]:

Ich habe dann keine Frage mehr, danke.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Raabe.

 

Nebenklagevertreter Raabe:

Keine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Doktor Kaul?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich habe eine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Frau Zeugin, kann es trotz der von Ihnen geschilderten Arbeitsweise, wie das »Kalendarium« zustande kam oder kommt, doch möglich sein, daß bestimmte Lagervorkommnisse nicht erwähnt werden in dem »Kalendarium«?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, czy jest mo

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Ich widerspreche dieser Frage. Kann es möglich sein? Möglich ist alles. Diese Frage zielt nicht auf eine Tatsache, und es ist keine zulässige Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, sie zielt aber hin auf die Art der Bearbeitung, über die diese Zeugin ja jetzt gerade gefragt werden soll: ob diese Urkunden, die sie hat, und diese Mitteilungen so erschöpfend sind, daß alle Dinge, die im Lager sich abgespielt haben, darin enthalten sind.

Ich möchte sagen, daß, schon allein ohne die Situation im einzelnen zu kennen, die Antwort sehr leicht zu geben ist. Nach meinem Dafürhalten kann bei einer solchen Bearbeitung nur das verwertet werden, was da ist. Was nicht da ist, kann nicht verwertet werden, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, daß mehr passiert ist, als wirklich da wäre.

 

Verteidiger Laternser:

Ja. Ich möchte meinen Widerspruch gegen die Frage aufrechterhalten. Denn ich halte die Frage nicht für zulässig aus den angeführten Gründen.

 

Vorsitzender Richter:

Gut, da werden wir darüber entscheiden.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ich schließe mich der Frage an, mit ausdrücklichem Hinweis auf das Beweisthema, zu dem die Zeugin unter anderem benannt ist, der 24. Dezember 1943.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Überflüssig, dazu etwas zu sagen. Ich darf gleich eine zweite Frage anschließen

 

Verteidiger Stolting II [unterbricht]:

Ich möchte mich noch dem Widerspruch des Herrn Doktor Laternser anschließen. Herr Präsident, es kann immer nur nach einer Tatsache gefragt werden. Ein Zeuge ist zur Bekundung von Tatsachen da.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Verteidiger Stolting II:

Deshalb ist die Frage, kann etwas möglich sein, nicht die Frage nach einer Tatsache. Die Tatsache setzt voraus, daß etwas geschehen ist.

 

Vorsitzender Richter:

Moment, Herr Rechtsanwalt Stolting, ich kann nur wiederholen, was ich bereits dem Herrn Doktor Laternser gesagt habe. Die Tatsachen, über die diese Zeugin Aussagen machen soll, besteht ja gerade in der Art der Bearbeitung dieser »Auschwitz-Hefte«. Über diese Tatsache soll sie gefragt werden, wie nämlich die Bearbeitung zustande kommt und ob die »Auschwitz-Hefte« eine lückenlose Darstellung der damaligen Vorgänge bilden.

 

Verteidiger Stolting II:

Das ist aber nicht gefragt, Herr Präsident.

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Das hat er doch nicht gefragt. Er hat gefragt: »Kann es möglich sein?« Eine Frage, die so beginnt, ist immer falsch, Herr Vorsitzender.

 

Verteidiger Stolting II:

Das ist auch meine Auffassung.

 

Verteidiger Steinacker:

Wenn er gefragt hätte, wie Sie es formuliert haben [unverständlich]

 

Sprecher (nicht identifiziert):

Hat er ja nicht

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Entspricht meine Formulierung dem Inhalt Ihrer Frage?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Vollkommen, und diese Wortspielerei ist so läppisch.

 

Verteidiger Laternser:

Ich halte meinen Widerspruch aufrecht.

 

Vorsitzender Richter:

Schön, und da wird die Frage fallengelassen, und der Herr Rechtsanwalt Doktor Kaul stellt die Frage nun in der Fassung: Stellt das »Kalendarium« in den »Auschwitz-Heften« eine lückenlose Darstellung der Vorkommnisse dar, oder ist es möglich Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Möglich ist alles.

 

Vorsitzender Richter:

Daß gewisse Vorgänge nicht erfaßt sind?

 

Verteidiger Laternser:

Ich widerspreche dieser Frage.

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Ganz richtig, Herr Präsident.

 

Vorsitzender Richter:

Widersprechen Sie?

 

Verteidiger Laternser:

Jawohl.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Eine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte schön.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Frau Zeugin, haben Sie alles Material, was Ihnen in Auschwitz vorliegt

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Verzeihung, Herr Landgerichtsrat, daß ich unterbreche. Wollen wir doch erst diese Frage

 

Ergänzungsrichter Hummerich [unterbricht]:

Herr Präsident hatte mir das Wort erteilt, und ich habe immer noch das Gefühl

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Ich möchte gerne, daß die Frage

 

Ergänzungsrichter Hummerich [unterbricht]:

Daß Herr Präsident die Verhandlungsführung hat.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Sicherlich. Aber ich möchte, daß doch endlich einmal klargestellt wird, daß das hier nicht zum Prinzip wird, daß, wenn ich einmal eine Frage stelle, sofort von ganz bestimmten Seiten, nur lediglich, um diese Dinge zu perforieren, irgendwelche Widersprüche erfolgen. Dann bitte ich das Hohe Gericht, ich wiederhole das noch einmal, durch die Art der Zurückweisung dieses Widerspruches klarzustellen, daß mir das mir prozessual zustehende Fragerecht [unverständlich]

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Ja. Also da wollen wir doch zunächst mal die Frage insoweit stellen, als ihr nicht widersprochen worden ist, und das war der Teil: Stellt dieses »Kalendarium« eine lückenlose Darstellung der Vorkommnisse in Auschwitz dar?

 

Verteidiger Laternser:

Ja, Herr Vorsitzender, das ist auch keine zulässige Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Sie haben ihr aber nicht widersprochen.

 

Verteidiger Laternser:

Ich kann doch jetzt widersprechen, was ich hiermit tue. Das ist ein Urteil, was von der Zeugin abverlangt wird. Sie ist nach Tatsachen zu befragen und nach sonst nichts. Das Urteil und die Schlüsse hat das Gericht Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Also Sie widersprechen auch?

 

Verteidiger Laternser:

Ich widerspreche auch dieser Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Gut, schön

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Ich bitte um eine Entscheidung, und zwar um eine sehr rasche Entscheidung.

 

Vorsitzender Richter:

Werden wir entscheiden, ja. Schön. Herr Rechtsanwalt Erhard.

 

Verteidiger Erhard:

Ich habe noch eine Frage mit Rücksicht auf die Befragung durch den Herrn Staatsanwalt Kügler. Frau Zeugin, im Heft 4 auf der Seite 69 findet sich etwa in der Mitte der Seite un ter dem 26. Januar 43 eine Eintragung: »RSHA-Transport, Juden aus dem Ghetto in Sokólka«.17

 

Zeugin Danuta Czech:

Sokólka.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sokól ka.

 

Verteidiger Erhard:

Bei mir steht -kolka, ich kann kein Polnisch.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sokólka, ja.

 

Verteidiger Erhard:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Das ist doch Seite 69.

 

Verteidiger Erhard:

Soundso viele wurden ins Lager aufgenommen und so weiter. Könnte es sein, daß der Bunker-Jakob mit diesem Transport gekommen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, w numerze 4 Zeszytów Oswiecimskich na 69 stronie jest zanotowane: »26 stycznia 43 Transport RSHA z Getta w Sokólce«. Czy istnieje mozliwosc, ze ten wlasnie Jakob z bunkra, przybyl wlasnie tym transportem?

 

Zeugin Danuta Czech:

Wydaje mi sie, ze tak, nie jestem w tej chwili na 100% pewna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es scheint mir so zu sein, aber ich bin nicht hundertprozentig sicher.

 

Vorsitzender Richter:

Welche Eintragung meinen Sie?

 

Zeugin Danuta Czech:

To jest mozliwe do sprawdzenia.

 

Verteidiger Erhard:

Auf der Seite 69, Herr Präsident, 26.1., RSHA- Transport. Es ist der einzige Eintrag über einen RSHA-Transport unter dem 26.1.

 

Vorsitzender Richter:

Juden aus dem Ghetto von Sokólka?

 

Verteidiger Erhard:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, und was wollen Sie jetzt wissen, ob darunter der Bunker-Jakob gewesen sein kann?

 

Verteidiger Erhard:

Die Zeugin hatte vorhin gesagt, sie glaub e sich zu erinnern, daß er in einem Transport aus Sokólka gekommen wäre. Ich habe ihr jetzt die Stelle, in der dieser Transport gekommen ist, in den Heften gesagt.

 

Vorsitzender Richter:

Na. Also wenn das eine zulässige Frage ist, dann kann ja die andere schließlich auch nicht unzulässig sein, nicht.

 

Sprecher (nicht identifiziert):

Es hat aber keiner widersprochen.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Es ist so, daß in dieser verlesenen Erklärung des Jakob Kozelczuk vom 15.1.46 als Häftlingsnummer die Nummer 93.830 angegeben wurde. Und die Nummer 93.830 fällt unter diesen Transport.18

 

Richter Perseke:

Wir wissen ja gar nicht, ob die Urkunde von dem Jakob stammt.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Das ist eine andere Frage.

 

Verteidiger Erhard:

Danke.

 

Vorsitzender Richter:

So, ist die Frage beantwortet? Noch eine Frage?

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Frau Zeugin, in dem »Auschwitz-Heft« 4 haben Sie auf den Seiten 85, 87, 88 und 109 jeweils die Daten über die Übergabe der Krematorien IV, II, V und III angegeben.19 Es ergibt sich aber aus den Eintragungen nicht, aus welchen Materialien, aus welchen Unterlagen Sie diese genauen Daten entnehmen konnten.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pani bedzie laskawa poszukac w zeszycie 4 na stronicy 85, 87, 88 i 109. Chodzi o przekazanie, o przyjecie, o [uruchomienie] krematoriów 4, 2, 5 i 2. Tu nie jest jednak podane, na jakiej podstawie pani doszla do wniosku, ze one wtedy zaczely dzialac, te krematoria. Na jakich danych?

 

Zeugin Danuta Czech:

Na podstawie [Pause], jest w tym calym zeszycie fotokopia dokument u kolaudacyjnego, w którym podane sa daty uruchomienia krematoriów.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gerade in demselben Heft ist eine Fotokopie eines Dokuments, wo es angegeben ist, wann die Übernahme der Krematorien erfolgt ist.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Ja, diese Fotokopie hat nun hier bei uns kein Datum und keine Unterschrift. Deswegen will ich von Ihnen wissen: Ist das eine vollständige Fotokopie aus den Akten der Bauleitung? Deswegen frage ich ja gerade.

 

Zeugin Danuta Czech:

43 [unverständlich] 43 krematorium 4.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

117 ist das.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zum Beispiel 22.3.43, Krematorium IV.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Richtig. Aber ich möchte von Ihnen wissen, ob das Original aus den Akten der Bauleitung entnommen ist.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ale czy oryginal zostal wziety z materialów Bauleitungu, kierownictwa budowy?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Wenn keine Fragen mehr sind, auch von seiten der Angeklagten keine Erklärungen mehr gewünscht werden

 

Richter Hotz [unterbricht]:

[unverständlich] Widerspruch.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, ja, bitte ich die Zeugin zunächst einmal, hinten Platz zu nehmen, und den Zeugen Krauch, vorzutreten.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na razie na pare minut przejdziemy [+ do tylu] i swiadek Krauch przyjdzie. [unverständlich]

 

Vorsitzender Richter:

Herr Krauch, Ihre Beeidigung ist angeordnet worden. Können Sie das, was Sie gesagt haben, mit gutem Gewissen beschwören?

 

- Schnitt -

 

Vorsitzender Richter:

Es ergeht Beschluß. Die Frage des Rechtsanwalt Doktor Kaul wird in folgender Fassung zugelassen: Haben Sie alles vorliegende Material in den Kalendarien der »Auschwitz-Hefte« verarbeitet, oder sind nach Drucklegung der Kalendarien noch weitere Einzelheiten bekanntgeworden, die bei Drucklegung nicht berücksichtigt werden konnten?20

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pytanie jest tego rodzaju prosze pani. Czy przy opracowaniu kalendarza zuzytkowane zostaly wszystkie dane, które w tym czasie byly do pani dyspozycji? Czy po wyjsciu juz kalendarza [pojawily sie, staly sie znanymi] pani jakies fakty, które nie zostaly objete w swoim czasie kalendarzem?

 

Zeugin Danuta Czech:

Wtedy, kiedy pisalam kalendarz korzystalam z wszystkich dostepnych materialów w muzeum.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Damals, als ich das »Kalendarium« geschrieben habe, benutzte ich sämtliches, das ganze mir zugängliche Material im Museum.

 

Zeugin Danuta Czech:

W pózniejszym okresie czasu naplynely do muzeum materialy, które w momencie pisania i wydawania drukiem nie byly mi dostepne.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Später bekamen wir verschiedene andere urkundliche Unterlagen, die mir damals, als ich dieses »Kalendarium« verfertigt habe, nicht zugänglich waren. Das »Kalendarium« war aber bereits geschrieben und teilweise veröffentlicht.

 

Zeugin Danuta Czech:

Dlatego »K alendarz wydarzen obozowych« posiada kartoteke dzienna do kazdego faktu i w tej chwili ja stale uzupelniam lata ubiegle. To, co juz napisalam, jest uzupelniane osobno.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aus diesem Grunde haben wir zu diesem »Kalendarium« noch eine Kartei der Angaben, die später dazugekommen sind, die Ergänzungen und neue Daten, so daß jetzt im Verlaufe der Zeit diese Arbeit ergänzt und neu gearbeitet wird.

 

Vorsitzender Richter:

Und damit ist die Frage, die Sie vorhin stellen wollten, bearbeitet, Herr Rechtsanwalt?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Bearbeitet nein. Die Frage, die ich gestellt habe

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Beantwortet.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Nein, die Frage, die Sie umgewandelt haben, ist beantwortet. Meine Frage

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Ja, und damit ist auch Ihre Frage beantwortet. Denn es geht ja nun hier hervor, daß das »Kalendarium« keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Da ich nicht kleinlich bin, sage ich ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und das ist nämlich ein Schluß, den nicht die Zeugin ziehen kann, sondern den das Gericht ziehen muß.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Danke.

 

Verteidiger Laternser:

Ich wollte nur sagen, nach Rechtsberatung durch das Gericht ist die Frage dann zulässig geworden.

 

Vorsitzender Richter:

Damit sind die Fragen an die Zeugin erledigt, und ich frage die Zeugin, ob sie bereit ist, das, was sie ausgesagt hat, mit gutem Gewissen zu beschwören.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze pani, pani zeznanie jest zakonczone. Czy gotowa jest pani z czystym sumieniem zaprzysiac na to, co pani nam tu powiedziala?

 

Zeugin Danuta Czech:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

- Schnitt -

 

 

1. Vgl. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in: Hefte von Auschwitz 2, 1959, S. 89-118, Hefte von Auschwitz 3, 1960, S. 47-110, Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 63-111, Hefte von Auschwitz 6, 1962, S. 42-87, Hefte von Auschwitz 7, 1964, S. 71-103, Hefte von Auschwitz 8, 1964, S. 47-109.

2. Vgl. Beweisantrag von Verteidiger Erhard vom 04.02.1965, Anlage 4 zum Protokoll der Hauptverhandlung vom 07.01.1965, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 106.

3. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 64 sowie Czech, Kalendarium, S. 377 f.

4. Prozeß vor dem Obersten Nationalgerichtshof in Warschau gegen Rudolf Höß, 11.03.1947-02.04.1947.

5. Vgl. Franciszek Brol, Gerard Wloch, Jan Pilecki: Das Bunkerbuch, in: Hefte von Auschwitz 1, 1959, S. 7-42.

6. Vgl. Beweisantrag von Verteidiger Göllner vom 11.07.1964, Anlage 2 zum Protokoll der Hauptverhandlung vom 13.07.1964, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 100.

7. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 3, 1960, S. 110 sowie Czech, Kalendarium, S. 365.

8. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 7, 1964, S. 87.

9. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 7, 1964, S. 87, Anm. 54.

10. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 3, 1960, S. 75, Anm. 48.

11. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 71 sowie Czech, Kalendarium, S. 403 f.

12. Prozeß gegen Liebehenschel u.a. vor dem Obersten Nationalgerichtshof in Krakau, 25.11.1947-16.12.1947.

13. Reimund Schnabel: Macht ohne Moral. Eine Dokumentation über die SS. Frankfurt am Main: Röderberg-Verlag, 1957, 580 S.

14. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 77 sowie Czech, Kalendarium, S. 420 f.

15. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 78 sowie Czech, Kalendarium, S. 426.

16. Vgl. Czech, Kalendarium, S. 359, 389.

17. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 69 sowie Czech, Kalendarium, S. 393.

18. Vgl. Erklärung vom Jakob Kozelczuk vom 15.01.46, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 4, Bl. 569.

19. Vgl. Czech, Kalendarium, in: Hefte von Auschwitz 4, 1961, S. 85, 87 f. sowie Czech, Kalendarium, S. 447, 454, 459.

20. Vgl. Protokoll der Hauptverhandlung vom 19.02.1965, 4 Ks 2/63, Hauptakten, Bd. 108, Bl. 1.184.

 

 
 
 
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