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Fritz Bauer Institut: Mitschnitte Prozessprotokolle

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main

 

114. Verhandlungstag, 20.11.1964

 

Vernehmung des Zeugen Józef Bodek

 

Vorsitzender Richter:

[+ Sind Sie damit] einverstanden, daß wir Ihre Aussage auf ein Tonband nehmen zum Zweck der Stützung des Gedächtnisses des Gerichts?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy zgadza sie pan z tym, ze zeznanie bedzie wziete na tasme magnetofonowa dla ulatwienia pracy?

 

Zeuge Józef Bodek:

Oczywiscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, selbstverständlich.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Bodek, Sie sind ebenfalls in Auschwitz gewesen?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. Scisle mówiac w Birkenau.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, genau gesagt in Birkenau.

 

Vorsitzender Richter:

Und wann sind Sie dort hingekommen?

 

Zeuge Józef Bodek:

27 stycznia 1943 roku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am 27. Januar 1943.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lang sind Sie dortgeblieben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak pan dlugo [przebywal]?

 

Zeuge Józef Bodek:

Do wrzesnia 1944 roku. Potem transportem, to byl prawdopodobnie jeden z pierwszych transportów ewakuacyjnych, do obozu w Mauthausen, a stamtad na Außenkommando w Wiedniu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bis September 1944. Dann kam ich in einen Transport, wahrscheinlich war das einer der ersten Evakuierungstransporte. Und mit diesem Transport kam ich nach Mauthausen und von dort aus in ein Außenkommando nach Wien.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Zeuge, als Sie am 27.1.43 nach Auschwitz kamen, wo wurden Sie da untergebracht, in welchem Block und in welchem Lager?

 

Zeuge Józef Bodek:

Dotarlismy, nasz caly transport, to bylo wiezienie krakowsko-tarnowskie, zostalo zaprowadzone na blok 19, a czesc, która nie zmiescila sie, byla na bloku 20 na kwarantannie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Unser ganzer Transport kam aus dem Krakau-Tarnów-Gefängnis, wir alle wurden also auf dem Block 19 untergebracht. Und diejenigen, die keinen Platz mehr auf dem Block 19 hatten, wurden dann auf dem Block 20 in der Quarantäne untergebracht.

 

Vorsitzender Richter:

Und das war in Birkenau?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To bylo w Brzezince?

 

Zeuge Józef Bodek:

To bylo w BIb, Bauabschnitt Ib, a potem ten odcinek zostal ewakuowany z wiezniów mezczyzn i tam potem Frauenlager byl rozszerzony.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war auf dem Abschnitt BIb. Und später wurden die Männer von diesem Abschnitt evakuiert, und dorthin kam das Frauenlager.

 

Vorsitzender Richter:

Und wann kamen Sie dort weg aus dem Block 19?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy pan odszedl?

 

Zeuge Józef Bodek:

Okres kwarantanny trwal okolo szesciu tygodni, od czterech do szesciu tygodni. Stamtad po uplywie kwarantanny rozpoczela sie praca na komandach.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Quarantänezeit dauerte etwa vier bis sechs Wochen. Und danach, nachdem diese Quarantänezeit abgelaufen war, begann die Arbeit in den einzelnen Kommandos. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Ich möchte wissen, wie lange er auf Block 19 verblieb und wann er von Block 19 verlegt wurde.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan mieszkal na 19 bloku? Kiedy pan odszedl stamtad?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja o tym wspominalem, to jest kwestia szesciu, prawie szesciu tygodni. Czterech do szesciu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, ich habe eben das erwähnt: Das war die Zeitspanne zwischen vier bis sechs Wochen, die ich dortblieb.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo kamen Sie dann hin?

 

Zeuge Józef Bodek:

Wiec potem zostalem przelozony na blok 21.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich wurde dann auf den Block 21 verlegt.

 

Zeuge Józef Bodek:

No i tam juz przypominam sobie, ze w tym okresie chodzilem do pracy w komandzie Straßenbau, w Straßenbaukommando. Prace, roboty byly na terenie odcinka drugiego, wtedy jeszcze nie zamieszkalego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dann kam ich auf den Block 21. Und während ich dort war, erinnere ich mich, daß ich in dem Kommando Straßenbau gearbeitet habe. Dieses Kommando arbeitete auf dem Abschnitt II, soweit ich mich erinnere.

 

Vorsitzender Richter:

Lag der Block 21 auch in BIb?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ten blok 21 znajdowal sie na odcinku BIb?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Auch. Und wie lang blieben Sie nun in Block 21?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

A zupelnie dokladnie tego sie sprecyzowac nie da, w kazdym badz razie po krótkim czasie przede wszystkim po róznych przykrosciach podczas pracy jak bicie, ogólne wycienczenie, nabawilem sie tyfusu plamistego i stamtad dostalem verlegowany, jezeli to tak mozna powiedziec, na blok 8 szpitalny. Wieczorem zglosilem sie jako chory i zostalem skierowany na blok 8.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich blieb auf dem Block 21 eine verhältnismäßig kurze Zeit. Es läßt sich schwer genau sagen, wie lange. Jedenfalls, nachdem ich dort auf dem Block 21 gewesen bin und nachdem die Unannehmlichkeiten während der Arbeit begannen, also das Schlagen und dann die allgemeine Abzehrung, da bekam ich Fleckfieber und wurde dann verlegt, wenn ich mich so ausdrücken darf, auf den Krankenbau, auf den Block 8. Ich habe mich dann am Abend als krank gemeldet und kam dorthin.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, nach dem Krankenbau. Und wie lang waren Sie im

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Block 8.

 

Vorsitzender Richter:

Krankenbau Block 8.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan tam byl [unverständlich]

 

Zeuge Józef Bodek:

Kilka tygodni, a wiec okres kryzysu, wiec samego tyfusu, no i potem jeszcze przez kilka tygodni bylem na bloku 8. I w miare jak wracalem do sil, zaczalem dzialac jako tak zwany Hilfspfleger.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Einige Zeit lang. Zuerst war diese Krisenzeit, dann die eigentliche Typhuskrankheit, und dann, noch einige Wochen danach, blieb ich auf dem Block 8 und begann dann im Laufe der Zeit, nachdem es mir besser ging, als Hilfspfleger dort zu arbeiten.

 

Vorsitzender Richter:

Waren Sie einige Wochen oder einige Monate krank?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tygodnie, czy miesiace pan tam byl na 8 bloku?

 

Zeuge Józef Bodek:

To na 8 bloku, to moglo byc do dwóch miesiecy. Dokladnie tego sie sprecyzowac nie da.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das könnte so um zwei Monate herum gewesen sein. So genau kann man das schlecht präzisieren.

 

Vorsitzender Richter:

Könnte es etwa im Mai 1943 gewesen sein, daß Sie dann als Hilfspfleger angestellt wurden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to moglo byc w maju 43 roku kiedy pan zaczal pracowac jako pomocnik pielegniarza?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Zeuge Józef Bodek:

To jest raczej mozliwe.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das ist möglich. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lang blieben Sie nun als Hilfspfleger in dem Block 8?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan tam pozostawal pomocnikiem pielegniarza na 8 bloku?

 

Zeuge Józef Bodek:

Bardzo krótko, to byla kwestia kilku tygodni, poniewaz któregos dnia ogloszono po wszystkich blokach, ze Lagerführer Schwarzhuber potrzebuje tlumacza niemiecko-rosyjskiego. I poradzili mi starsi koledzy, zebym sie zglosil.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das war eine kurze Zeit, einige Wochen lediglich. In allen Blocks wurde ausgerufen, daß der Lagerführer Schwarzhuber einen Dolmetscher sucht, und zwar einen Dolmetscher für deutsch-russisch. Man hat mir geraten, mich zu melden. Und so habe ich das auch getan.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo kamen Sie dann hin als Dolmetscher?

 

Zeuge Józef Bodek:

Niestety, nie zostalem zaakceptowany, dlatego, ze zglosilo sie nas kilku do tego przegladu, rozmawial ze mna jeden z oficerów SS w jezyku rosyjskim, próbowal moich znajomosci jezyka rosyjskiego, a potem wymienili krótka uwage ze Schwarzhuberem, w której zapamietalem sie doslownie slowa Schwarzhubera: - »Der kommt nicht in Frage, der ist zu jung.«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Leider wurde ich nicht angenommen. Wir mußten uns einer Prüfung unterziehen. Das waren einige, die sich gemeldet haben. Und ein SS-Offizier versuchte sich mit mir russisch zu unterhalten. Und nach einer Weile wechselte er ein paar Worte mit dem Schwarzhuber, und ich verstand, wie sie gesagt haben: »Der kommt nicht in Frage, er ist zu jung.«

 

Vorsitzender Richter:

Und was geschah dann mit Ihnen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co sie dalej stalo z panem?

 

Zeuge Józef Bodek:

No stamtad przeszedlem do komanda Aufnahmeschreiber.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von dort kam ich ins Kommando Aufnahme als Aufnahmeschreiber.

 

Vorsitzender Richter:

Wo war das?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gdzie to bylo?

 

Zeuge Józef Bodek:

No to bylo komando bylo na bloku 4, o ile sobie to przypominam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dieses Kommando befand sich auf dem Block 4, soweit ich mich erinnere.

 

Zeuge Józef Bodek:

To byl w kazdym razie drewniany barak po prawej rece. Glównej drogi obozowej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war auf jeden Fall eine Holzbaracke, und zwar rechts, gesehen von der Hauptstraße im Lager.

 

Vorsitzender Richter:

Also auch BIb?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tez na BIb?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

BIb. Und wie lang blieben Sie dort in der Aufnahme?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I jak tam pan dlugo pozostawal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tam znowu kilka tygodni, to moglo byc do czterech tygodni.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiederum einige Wochen. Es könnten so vier Wochen gewesen sein.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. W przyblizeniu.

 

Vorsitzender Richter:

Und was geschah dann mit Ihnen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co dalej?

 

Zeuge Józef Bodek:

A pózniej któregos dnia przyszedl przedstawiciel Hauptschreibstube po mnie i powiedzial: »Sluchaj, ty i jeszcze jeden pójdziecie jako tacy kalifaktorzy reinigerzy do wachstuby«, która byla juz prz y odcinku BII, Bauabschnitt II. Ta blockführerstuba byla przy pózniejszym obozie b.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nachdem ich dort gearbeitet habe, kam eines Tages irgend jemand von der Hauptschreibstube und sagte zu mir: »Du und noch ein anderer, ihr werdet als Kalfaktoren, Reiniger, eingesetzt werden, und zwar in der Wachstube.« Die Wachstube befand sich auf dem Abschnitt BIIb.

 

Zeuge Józef Bodek:

Obóz nie zamieszkaly jeszcze.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ein Lager, das noch nicht bewohnt war.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lang blieben Sie dort?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak pan dlugo tam pozostal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tam znowu kilka tygodni, moze nawet od dwóch do trzech, a moze nawet cztery.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort blieb ich wiederum einige Wochen. Vielleicht zwei, drei, vielleicht sogar vier Wochen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Az do momentu, kiedy zaczely sie pierwsze transporty, które zapelnily obóz kwarantannowy. To byl BIIa.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es waren zwei, drei, vielleicht vier Wochen, auf jeden Fall, bis die ersten Transporte anfingen anzulaufen, die dann später den Abschnitt BIIa gefüllt haben.

 

Vorsitzender Richter:

Kann das im August 1943 gewesen sein?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Und was geschah von diesem Zeitpunkt ab?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co sie od tego czasu stalo z panem?

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec tam pracowalem w charakterze kalifaktora na bockführerstubie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort habe ich als Kalfaktor auf der Blockführerstube gearbeitet.

 

Zeuge Józef Bodek:

Kilka miesiecy

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Einige Monate.

 

Zeuge Józef Bodek:

Do momentu, to moglo byc w grudniu, to moglo byc w grudniu wzglednie w listopadzie, scisle tej rzeczy nie pamietam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Którego roku?

 

Zeuge Józef Bodek:

Do momentu, kiedy zostalem przylapany przez ówczesnego Rapportführera calego Bauabschnittu II Josefa Schillingera w stopniu Unterscharführera wówczas, który mnie zlapal na wynoszeniu, na tym, ze kilka menazek z wiktem esesmanskim nioslem ze strony obozu na blockführerstube.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es dürfte so bis Dezember, vielleicht bis November gewesen sein - das läßt sich schwer genau sagen. Auf jeden Fall bis zu dem Zeitpunkt, als ich von dem damaligen Rapportführer Unterscharführer Josef Schillinger dabei ertappt wurde, daß ich in...

 

Zeuge Józef Bodek:

Kochgeschirr.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Daß ich in Kochgeschirr SS-Essen fortgetragen habe.

 

Zeuge Józef Bodek:

Chce wyjasnic skad sie to bralo, bo poniewaz esesmani sobie blockführerzy oczywiscie organizowali sobie tak zwane lepsze wyzywienie w ramach tak zwanej organizacji, wiec sporo z tego zostawalo. Ja zanosilem te rzeczy starszym wiezniom, chorym, mlodym.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich möchte dabei erklären, woher das kam, also wie es dazu gekommen ist. Die Blockführer haben sich im Rahmen einer »Organisierungsaktion« besseres Essen verschafft, und deswegen blieb sehr viel Essen übrig. Und ich konnte dieses Essen, was übriggeblieben ist, für die älteren Häftlinge, für kranke Häftlinge und so weiter fortbringen.

 

Vorsitzender Richter:

Es würde mich interessieren: Was hat er denn zwischen August 43 und Dezember 43 getan?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

M nie interesuje to, co pan robil od sierpnia 43 do listopada, czy grudnia 43?

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec funkcja kalifaktora jest funkcja takiego dyzurnego zamiatacza, sprzatacza, do wszelkich posylek, do wszystkich polecen, staly dyzur na blockführerstub ie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Meine Funktion als Kalfaktor, das war als ständig Diensthabender, als Reiniger, als Mädchen für alles. Ich mußte ja dort ständig sein und alle anlaufenden Arbeiten [+ erledigen], also fegen und putzen und

 

Zeuge Józef Bodek:

Czyszczenie obuwia.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Schuhe, Stiefel putzen und so weiter.

 

Vorsitzender Richter:

Augenblick mal. Ich habe dann den Zeugen falsch verstanden. Ich habe ihn so verstanden: Er kam etwa im Juli auf die Blockführerstube in dem noch nicht eingerichteten Lager BIIb.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Vorsitzender Richter:

Und zwar bis zum August 43. Er sagte, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Transporte anliefen. Und dann hat er gesagt, [...] in dieser Zeit hat er schon als Kalfaktor gearbeitet, bis zum August 43. Und nun will ich wissen: Blieb er denn dann Kalfaktor vom August 43 bis zum Dezember 43?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy, ze pan powiedzial poprzednio, ze pan byl kalifaktorem do tego czasu zanim pierwsze transporty, które zaludnily BIIa przyszly i to bylo, przewodniczacy sie pana zapytal, czy to moglo byc w sierpniu. Pan powiedzial: »tak.« Ale czy pan juz wtedy byl kalifaktorem i pozostal kalifaktorem do grudnia?

 

Zeuge Józef Bodek:

W lipcu bylem w BIIb, prawda, w lipcu. A potem w sierpni juz na BIIa. Moja funkcja na b

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Im Monat Juli war ich auf dem Abschnitt BIIb. [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie zamieszkaly wówczas.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also dort, wo es noch unbewohnt war. Und im August war ich in BIIa.

 

Vorsitzender Richter:

Ah so.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ale ciagle jako kalifaktor?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, jako kalfaktor.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber ständig als Kalfaktor.

 

Vorsitzender Richter:

Auch als Kalfaktor.

 

Zeuge Józef Bodek:

Z tym ze na BIIb, to prace moje byly troche inne, a nizeli pózniej jako kalfaktor, poniewaz teren obozu byl nie zamieszkaly, tam przewaznie byli wachmeistrzy z psami. Tam trzeba bylo porzadki robic i...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nur mit diesem Unterschied, daß die Arbeit auf BIIb etwas anders war, meine Tätigkeit etwas anders war als auf dem BIIa, weil das erste war ein unbewohntes Lager. Da waren Wachmänner mit Hunden, also man hatte dort putzen müssen und saubermachen. Und auf dem anderen war ich mehr als Kalfaktor tätig.

 

Vorsitzender Richter:

Das ging bis zum Dezember 43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dezember oder November.

 

Vorsitzender Richter:

Oder November, das spielt ja keine genaue Rolle. Und damals wurden Sie dann mit diesem Essen überrascht von einem...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Josef Schillinger.

 

Vorsitzender Richter:

Von dem Schillinger. Ist das derselbe Schillinger, der nachher erschossen worden ist, ja?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to jest ten sam, który byl rozstrzelany? - Ja. Rapportführer.

 

Vorsitzender Richter:

Rapportführer. Wurden Sie von Schillinger überrascht, und was geschah dann mit Ihnen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

No dobrze, on pana zlapal i co sie dalej stalo?

 

Zeuge Józef Bodek:

Przede wszystkim dostalem od niego bicie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Na, zuerst wurde ich von ihm geschlagen. Das war am Anfang.

 

Zeuge Józef Bodek:

No i powiedzial mi tak: - »Du Sauhund, du wirst ab morgen versetzt, strafweise versetzt.«- No, tak powiedzial.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

So hat er zu mir gesagt: »Du Schweinehund, du wirst ab morgen strafweise versetzt.«

 

Zeuge Józef Bodek:

I zostalem karnie skierowany do komanda, oczywiscie mnie przelozono na ten Stammlager meski BIId, i zostalem skierowany do pracy do jednego takiego wewnetrznego karnego komanda oprócz karnej kompanii, tego prosze nie mylic. Mianowicie do komanda Kiesgrube w poblizu, które lezalo, ten teren tej kiesgruby lezal po przeciwnej stronie odcinka II, Bauabschnittu II i komando to skladalo sie kapem, oberkapem z tego komanda, byl Bver, prawda, czyli

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bver.

 

Zeuge Józef Bodek:

Bver, tak, to znaczy nie nazwisko, tylko Berufsverbrecher Walter, niejaki Walter.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Chwileczke prosze pana, chwileczke. - Ich wurde daraufhin strafversetzt, und zwar in ein Strafkommando. Bitte nicht mit der Strafkompanie zu...

 

Zeuge Józef Bodek:

Identifizieren.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zu identifizieren. Das war ein Strafkommando innerhalb des Lagers, und die Häftlinge, die dort arbeiteten, arbeiteten in einer sogenannten Kiesgrube. Und diese Kiesgrube befand sich auf der gegenüberliegenden Seite von dem Abschnitt II. Oberkapo dieses Kommandos war ein Bver, also Berufsverbrecher, namens Walter.

 

Zeuge Józef Bodek:

Vorname.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Mit Vornamen Walter.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. Unterkapo Leo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Unterkapo war ein Mann namens Leo.

 

Vorsitzender Richter:

Augenblick.

 

Zeuge Józef Bodek:

Nazwiska Vorarbeitera nie pamietam, ale

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Den Namen des Vorarbeiters weiß ich nicht.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo sind Sie damals untergebracht gewesen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gdzie pan mieszkal w tym czasie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Wtedy mieszkalem na obozie BIId, o tym wspomnialem juz poprzednio.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also ich wohnte damals im Lager BIId. Wie ich ja vorher gesagt habe, war das ein Männerlager, BIId.

 

Zeuge Józef Bodek:

Po prawej stronie w jednym z górnych bloków to mógl byc 21, przypominam sobie tylko, pamietam tylko nazwisko blokowego Michal.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Imie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Imie, tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also ich weiß nicht, das war ein Block auf der rechten Seite. Es könnte Block 21 gewesen sein. Ich erinnere mich an den Vornamen des Blockältesten, Michal.

 

Zeuge Józef Bodek:

W komandzie tym Kiesgrube, przewazajaca czesc tego komanda stanowili Rosjanie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In diesem Kommando Kiesgrube war der überwiegende Teil der Häftlinge Russen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, wie lang blieben Sie denn dort?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak dlugo pan tam pozostal?

 

Zeuge Józef Bodek:

[Pause] No tam maksymum do trzech tygodni, od dwóch do trzech tygodni.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also maximal waren das zwei bis drei Wochen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Poniewaz warunki byly bardzo przykre, kazdy nowy Häftling musial rozpoczac od najtrudniejszych prac, a wiec zejsc na najnizszy podklad i lopata wyrzucac zwir jak najwyzej. Poza tym to byla praca pod golym niebem, to juz byla pora roku, kiedy zimno bylo, palce grabialy. Z tego okresu przypominam sobie, ze do tego stopnia mi palce zgrabialy, to jest takie gwarowe wyrazenie, ze potem przez dlugi czas nie moglem ich wyprostowac pracujac ta lopata.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich blieb dort im Maximum zwei bis drei Wochen. Die Arbeit dort war entsetzlich schwer. Jeder, der neu angekommen ist in diesem Kommando, mußte die schwierigste Arbeit ausführen, und zwar von der untersten Grundstufe Kies nach oben befördern. Und das alles spielte sich unter freiem Himmel ab. Es war eine sehr kalte Jahreszeit, so daß die Hände steif geworden sind, und zwar so steif, daß die Finger später so verkrümmt waren, daß ich sie nicht mehr gerade kriegen konnte.

 

Vorsitzender Richter:

Wo kamen Sie hin nach dem Strafkommando im Dezember 43?

 

Zeuge Józef Bodek:

Potem zostalem przelozony do komanda Kartoffellagerhalle.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Später kam ich in das Kommando Kartoffellagerhalle. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Wo waren Sie da untergebracht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gdzie pan tam mieszkal w tym czasie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Mieszkalem na tym samym bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich wohnte auf dem gleichen Block.

 

Zeuge Józef Bodek:

A miejsce pracy tego to bylo Kartoffellagerhallebau, budowa, firma Kluge prowadzila ta budowe. I miescila sie nad samym torem kolejowym, a wiec w znacznej odleglosci...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich war auf dem gleichen Block untergebracht. Und meine Arbeitsstätte, also dort, wo die Kartoffellagerhalle sich befand, das war ein Bau. Der Bau wurde von der Firma Kluge durchgeführt. Und diese Kartoffellagerhalle war unmittelbar neben dem Bahngeleise.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lang blieben Sie in diesem Block 21?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I jak dlugo pan w tym bloku 21 pozostawal, mieszkal?

 

Zeuge Józef Bodek:

No to byla kwestia kilku tygodni, poniewaz wtedy zaczalem sie coraz gorzej czuc zdrowotnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war eine Frage von einigen Wochen, dadurch daß ich angefangen habe, mich damals gesundheitlich sehr schlecht zu fühlen.

 

Zeuge Józef Bodek:

I po powrocie z jednej z dniówek, jednego dnia zglosilem sie na ambulatorium.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und eines Tages, als ich von der Arbeit zurückkam, habe ich mich bei der Ambulanz gemeldet.

 

Zeuge Józef Bodek:

I zostal em skierowany jako podejrzany o ten dur brzuszny na HKB, na BIIf.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe mich also gemeldet und wurde als Bauchtyphus-verdächtig auf den Krankenbau, Abschnitt BIIf, geschickt.

 

Vorsitzender Richter:

Wie lange blieben Sie dort?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak pan dlugo tam pozostawal?

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec najpierw w stanie chorych, jako chory przebywalem na bloku 5.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zuerst war ich als Kranker auf dem Block 5.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, to kwestia kilku tygodni, to byl blok interny.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war wiederum einige Wochen. Das war der Block für internistische Fälle.

 

Zeuge Józef Bodek:

Blokowym byl Karl Isemann.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Blockälteste war Karl Isenmann.

 

Zeuge Józef Bodek:

Niemiec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ein Deutscher.

 

Zeuge Józef Bodek:

Potem po kilku tygodniach starsi wiezniowie sie mna opiekowali, starali sie, zebym mozliwie jak najszybciej, jak najkorzystniej, no jak najszybciej wrócil do sil, do zdrowia i zaczalem pracowac poczatkowo jako taka pomoc Nachtwache, która podawala chorym w nocy róznego rodzaju potrzeby, do róznych potrzeb chorych bylem, a w ciagu dnia mierzenie temperatury, pomocnicze prace wykonywalem. I kiedy sie juz zupelnie wydobrzal em

 

- Schnitt -

 

Dolmetscherin Kapkajew:

einigermaßen schon gefühlt habe, aber noch nicht ganz gesund war, begann ich so kleine Hilfeleistungen dort durchzuführen. Und zwar war ich als Nachtwache eingesetzt, und am Tage habe ich Fieber gemessen und so kleine Handreichungen gemacht. Und später, nachdem ich ganz genesen war, habe ich mich gemeldet zur Hilfe im Krankenbau.

 

Vorsitzender Richter:

Wann war das etwa?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy to bylo, kiedy pan sie zameldowal do pomocy?

 

Zeuge Józef Bodek:

No to mo glo juz byc na poczatku kwietnia, ale scisle tego sie nie da dzisiaj opowiedziec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das könnte Anfang April gewesen sein, aber genau kann man das heute nicht sagen.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo kamen Sie dann hin?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

No i dokad pan wtedy przybyl?

 

Zeuge Józef Bodek:

No i tam potem jako juz tak zwany sanitariusz zostalem przeniesiony do Waschraumu: to byl ten poprzeczny blok. Tam jedynie spalo kilku sanitariuszy, lacznie z blokowym i schreiberem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Später, nachdem ich dort schon als Pfleger eingesetzt wurde, wurde ich in den Waschraum geschickt. Dieser Waschraum befand sich im Querblock, und dort waren lediglich Pfleger und Blockschreiber - i kto jeszcze?

 

Zeuge Józef Bodek:

I blockältester.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und der Blockälteste untergebracht.

 

Vorsitzender Richter:

Und wie lang blieben Sie dort?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I jak dlugo pan tam pozostal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tam do wrzesnia, do dnia wcielenia do transportu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort blieb ich bis zum September, also bis zu dem Tage, an dem ich in den Transport kam.

 

Vorsitzender Richter:

Sagen Sie bitte, haben Sie während Ihrer Zeit dort einmal einen Blockführer namens Baretzki kennengelernt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan poznal w tym czasie, kiedy pan tam byl na obozie Blockführera nazwiskiem Baretzki?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Vorsitzender Richter:

Wollen Sie uns bitte erzählen, wann das war, wieso Sie ihn kennengelernt haben und was Sie von ihm erfahren haben.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan bedzie laskawy nam opowiedziec, kiedy to bylo, w jakich okolicznosciach i co pan sie o nim dowiedzial?

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec Baretzkiego pamietam od poczatku mo jego pobytu w obozie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

An Baretzki erinnere ich mich von der ersten Zeit meines Aufenthaltes im Lager an.

 

Zeuge Józef Bodek:

Razem z Blockführerem Perschelem

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zusammen mit dem Blockführer Perschel

 

Zeuge Józef Bodek:

Perschel [unverständlich] urzadzali »Sporty«.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Haben Sie den sogenannten Sport veranstaltet.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, tak zwany.

 

Vorsitzender Richter:

Wie hieß der Blockälteste?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Perschel.

 

Zeuge Józef Bodek:

Naszego blokowego, z 19.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war der Blockälteste aus dem Block 19.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, und der hieß Herschel? [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

Fast, ma

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Jak on sie nazywal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie Perschel to byl Blockführer

 

Vorsitzender Richter:

Zwei Blockführer, Baretzki und Perschel.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy ich bylo dwóch blokowych?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tych, tych sobie zapamietalem jako tych, którzy ten »Sport« przeprowadzali. [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

An diese beiden erinnere ich mich. Die habe ich in Erinnerung behalten als diejenigen, die diesen »Sport« durchgeführt haben. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Und diese beiden Blockführer, Baretzki und Perschel, die sind Ihnen bekanntgeworden schon [in] der ersten Zeit, wo Sie in Block 19, BIb, waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec ci dwaj blockführerzy znani sa panu z pierwszego okresu czasu pana pobytu n a bloku 19, na BIb?

 

Zeuge Józef Bodek:

19 i potem 21.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Auf dem Block 19 und später auf dem Block 21, also aus dieser Zeit.

 

Vorsitzender Richter:

Aus dieser Zeit.

 

Zeuge Józef Bodek:

I jeszcze Baretzki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und Baretzki dann noch später natürlich.

 

Vorsitzender Richter:

Also zunächst haben Sie sie mal kennengelernt im Januar, Februar 43, ja?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec pan go poznal mniej wiecej w styczniu, lutym, którego roku?

 

Zeuge Józef Bodek:

Styczen, ja dopiero 27 stycznia przyszedlem do obozu wiec to byl luty, marzec.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kam doch erst am 27. Januar ins Lager. Es könnte Februar, März gewesen sein, bitte. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Es kann auch Februar gewesen sein, 1943?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy to mógl byc luty 19...

 

Zeuge Józef Bodek:

43.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

1943.

 

Vorsitzender Richter:

Und zu dieser Zeit war Baretzki bereits Blockführer für Ihren Block 21?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy juz w tym czasie Baretzki byl Blockführerem pana bloku 21?

 

Zeuge Józef Bodek:

Blockführerem byl Perschel.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pana bloku?

 

Zeuge Józef Bodek:

Na w moim bloku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Blockführer meines Blocks war Perschel.

 

Vorsitzender Richter:

Und was war Baretzki?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

A co byl Baretzki, kim on byl?

 

Zeuge Józef Bodek:

Musial byc jednym z blockführerów innych bloków.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er müßte Blockführer von irgendeinem anderen Block gewesen sein.

 

Vorsitzender Richter:

Aber er gehörte damals nicht zu dem Wachsturmbann?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ale on nie nalezal juz wtedy do tych strazników, do tych, którzy ochraniali obóz? Ten nazywal sie Wachsturmbann.

 

Zeuge Józef Bodek:

No trudno mi powiedziec, czy nalezal, czy jeszcze nalezal. Bo bardzo mozliwe byly, ze byly dublowane czynnosci wystepowac

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es ist mir sehr schwer, zu sagen, ob er nicht auch dorthin gehörte. Es waren viele, die eine doppelte Funktion hatten.

 

Vorsitzender Richter:

Ach so. Ich meine unter »Wachsturmbann« diejenigen Leute, die die Türme besetzt haben, die die äußere Postenkette besetzt haben und so weiter.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja mam na mysli tych, którzy ochraniali obóz, znajdowali siz na tych wiezyczkach i stali w tym na okolo obozu.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, nie nie wykluczone, ze jak brakowalo jakiegos, obsady, ze i ci mogli byc do tych rzeczy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co znaczy ci?

 

Zeuge Józef Bodek:

Do tych funkcji Blockführerów uzyci.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch diejenigen, wenn es freie Stellen gab, als Blockführer eingesetzt wurden.

 

Vorsitzender Richter:

Sie haben ihn jedenfalls bei der Tätigkeit eines Blockführers erlebt.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec w kazdym badz razie pan wtedy go widzial wykonujacym czynnosc Blockführera?

 

Zeuge Józef Bodek:

Jego zapamietalem sobie z pierwszego okresu mojego pobytu jako prowadzacego »Sport« razem z Perschlem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich an ihn. Ich habe ihn in Erinnerung behalten aus der ersten Zeit meines Aufenthaltes im Lager, als er mit dem Perschel zusammen den »Sport« getrieben hat.

 

Vorsitzender Richter:

Und da wollen Sie uns bitte mal Näheres darüber erzählen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pr osze nam dokladnie opowiedziec na ten temat.

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec »Sport« przewaznie odbywal sie po zejsciu komand.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czyli wieczorem?

 

Zeuge Józef Bodek:

Po zejsciu komand, przed apelem. I po apelu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der »Sport« fand gewöhnlich vor dem Appell oder nach dem Appell, also wenn die Kommandos schon ins Lager zurückgekommen waren, statt.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. I odbywal sie zarówno na dziedzincu bloków kwarantanowych

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dieser »Sport« spielte sich sowohl auf dem Hof der Quarantäneblocks ab

 

Zeuge Józef Bodek:

Jak i na dziedzincach bloków juz poza kwarantanna.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Als auch auf den Höfen der anderen Blocks, die nicht mehr zur Quarantäne gehörten.

 

Zeuge Józef Bodek:

Zreszta teren byl nieutwardzony, a wiec bloto po kostki i na tym wykonywali wiezniowie, wszyscy miedzy innymi ja, te cwiczenia jak Hüpfen, Rollen. No i wykonywanie tych cwiczen ze wzgledu i na nasz stan fizyczny jak i na teren bylo bardzo utrudnione, a tych dwóch, a wiec Baretzki i Perschel stali z pejczami i byli obuci w te saperki, tak zwane knobelbechery, i kazdemu kto nie nadazyl z wykonaniem cwiczen, otrzymywal solidna porcje pejczem albo noga.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Boden, auf dem diese Übungen stattfanden, war sehr weich und voll Schlamm und Dreck. Es war deswegen, infolge unseres körperlichen Zustandes und infolge der Beschaffenheit des Bodens, auf dem das geschah, sehr schwer. Wir mußten in diesem Schlamm und Dreck hüpfen, rollen und alle anderen Übungen machen, währenddessen der Baretzki und der Perschel, mit Peitschen bewaffnet und in hohen Stiefeln, dastanden und beobachteten. Wenn jemand also nicht nachkommen konnte, bekam er Peitschenhiebe und wurde mit den Füßen getreten.

 

Vorsitzender Richter:

Sind dabei Menschen auch zu Tode gekommen? [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy przy tym zmarl ktos?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jawohl.

 

Zeuge Józef Bodek:

Zwlaszcza osoby podeszle wiekiem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Besonders Häftlinge in fortgeschrittenem Alter.

 

Zeuge Józef Bodek:

Jak i ci, którzy goraczkowali, a jedynie z obawy o to, zeby nie zostali zagazowani, bo do 43 roku do kwietnia kto sie zglosil z goraczka, byl z miejsca, mógl byc zagazowany.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also solche, die eben älter waren, und auch solche, die Fieber hatten. Es war nämlich so: Bis April 1943 ist es Sitte gewesen, wenn jemand sich gemeldet hat, daß er krank ist oder Fieber hat, wurde er sofort ins Gas geschickt. Und aus Angst davor haben sich die Fieberkranken nicht gemeldet.

 

Zeuge Józef Bodek:

Uzupelnienie, wyjasnienie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich möchte etwas noch ergänzend hinzufügen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie natychmiast tylko wtedy, kiedy goraczka byla zwiazana z tyfusem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und zwar ich möchte sagen, diese Fieberkranken wurden dann ins Gas geschickt, wenn dieses Fieber irgendwie im Zusammenhang mit Typhus stand, also wenn das durch Typhus hervorgerufen wurde. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Ja. Nun habe ich Sie gefragt, ob Sie sagen können, daß bei diesem sogenannten Sportmachen auch Menschen zu Tode gekommen sind. Die Frage haben Sie bejaht. Und nun wollte ich von Ihnen wissen, wie haben Sie das festgestellt, und wieviel

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Na moje pytanie, czy ktos zmarl podczas tych cwiczen pan potwierdzil to, powiedzial pan, ze tak. W jaki sposób pan stwierdzil te wypadki smierci?

 

Zeuge Józef Bodek:

Calkiem prosto: po zakonczeniu tego blokowi sformowali do apelu swoje bloki, bylo tak zwane »Antreten!«, a niezywi pozostali i trzeba bylo ich potem ciagnac pod sciane.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das ist ganz einfach. Danach haben die Blockältesten ihre Blocks formiert, das war das Kommando »Antreten!« Und diejenigen, die eben liegengeblieben sind, die mußten dann an die Wand gezogen werden.

 

Vorsitzender Richter:

Und dabei haben Sie festgestellt, daß die Leute tot waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I w tym czasie pan stwierdzil, ze to byli zmarli?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Und können Sie uns eine Zahl nennen, die Sie da als Tote festgestellt haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan nam podac liczbe tych ludzi, o których pan stwierdzal, ze oni nie zyli?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja przypominam sobie takie od dwóch do trzech przypadków, dwa, trzy przypadki.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich dabei an zwei, drei solche Fälle.

 

Vorsitzender Richter:

Waren es mindestens zwei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy minimum byly dwa takie wypadki?

 

Zeuge Józef Bodek:

Na pewno.

 

Vorsitzender Richter:

Oder war es nur einer vielleicht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ganz bestimmt.

 

Vorsitzender Richter:

Bestimmt mehr als zwei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiecej niz dwa?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Mindestens.

 

Vorsitzender Richter:

Mindestens zwei. [Pause] Was geschah mit diesen Leuten? Die wurden an die Wand geschleppt und vermutlich nachher ins Krematorium verbracht?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co sie z tymi ludzmi stalo?

 

Vorsitzender Richter:

Wo war damals das Krematorium?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gdzie sie znajdowalo krematorium?

 

Zeuge Józef Bodek:

No gdzie sie, w poblizu, zaraz, gdzie wtedy bylo...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tja, wo war denn damals das Krematorium? Moment mal.

 

Zeuge Józef Bodek:

Te za drugim Bauabschnittem byly w budowie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co bylo w budowie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Te krematoria, te w poblizu drugiego Bauabschnittu byly.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In der Nähe des Bauabschnitts II waren Krematorien im Bau.

 

Zeuge Józef Bodek:

I te w poblizu krematorium i te w poblizu Bauabschnittu I chyba tez jeszcze nie byly wtedy gotowe. One chyba musialy byc wtedy poza Brzezinka, za Birkenau.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und ich glaube, daß das Krematorium in der Nähe des Bauabschnitts BI auch noch nicht fertig gewesen war. Ich glaube, das war also ein Krematorium außerhalb von Birkenau.

 

Vorsitzender Richter:

Haben Sie auch erlebt, daß Baretzki mit sogenannten »Muselmänner«n ins Krematorium ging, damit sie dort vergast werden sollen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan widzial kiedykolwiek, przezyl pan taki wypadek, zeby Baretzki prowadzil »muzulmanów«, tak zwanych, do kramtorium na zagazowanie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Czy prowadzil, tego sobie nie przypominam, natomiast uczestniczyl w 44 roku jako Blockführer przy likwidacji, przy wywiezieniu chorych do krematorium. Mianowicie z Außenkomand róznych, mianowicie jak Janinagrube, Fürstengrube, tam Laurahütte, Golleschau-Werke zwozono chorych wycienczonych i tych potem rozbierano u nas w waschraumie. Tam czekali do wieczora, az samochody przyjada i wtedy [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich nicht daran, daß er »Muselmänner« ins Krematorium geführt hat. Aber ich weiß, daß er 1944 als Blockführer an der Liquidierung der Kranken teilgenommen hat. Das waren Kranke aus den Außenkommandos, und zwar Janina-, Fürstengrube, Golleschau-Werke und so weiter. Diese Kranken aus den Außenkommandos wurden bei uns im Waschraum entkleidet und warteten darauf, bis die Lastwagen kamen, um sie fortzubringen.

 

Vorsitzender Richter:

Wo war das im Waschraum, als sie entkleidet wurden? [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

BIIf.

 

Vorsitzender Richter:

BIIf, wo Sie damals mit den Pflegern und den Blockältesten im Waschraum untergebracht waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To bylo wtedy tam w tym waschraumie, gdzie razem z innymi, z pielegniarzami i blockältestami mieszkal tak?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Vorsitzender Richter:

Also zwischen April 44 und September 44?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy to bylo miedzy kwietniem a wrzesniem?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

44, tak?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak w tym okresie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W okresie miedzy kwietniem a wrzesniem? - Ja, in dieser Zeitspanne.

 

Vorsitzender Richter:

Da wurden Kranke gebracht von den Außenkommandos Janina, Golleschau und so weiter, die mußten sich in dem Waschraum ausziehen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und warteten, bis sie

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Und warteten, bis sie weggebracht wurden. Und was hatte Baretzki dabei zu tun?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co przy tym Baretzki robil? Co on mial

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

Wiec oni byli tam zupelnie zamknieci [unverständlich] dantejskie sceny dzialy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die waren dort eingesperrt. Und dort spielten sich höllische Szenen ab.

 

Zeuge Józef Bodek:

Wiedzieli, ze jada na stracenie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sie wußten, daß sie in den Tod gehen sollten.

 

Zeuge Józef Bodek:

Blockführerzy i inni byli tymi, którzy tworzyli ten szpaler i wypedzali ich z tego waschraumu i wpedzali na samochody.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Blockführer und auch andere, die standen Spalier, durch das sie aus dem Waschraum zu den Lastautos gehen sollten. Und die jagten sie auf die Lastautos.

 

Vorsitzender Richter:

Und was tat Baretzki dabei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co przy tym robil Baretzki?

 

Zeuge Józef Bodek:

To byl jednym z tych aktywnych popedzajacych i operujacych pejczem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er war einer von diesen aktiven Treibern und denjenigen, die mit der Peitsche operiert haben.

 

Vorsitzender Richter:

Und wieso wußten Sie, daß diese Leute zur Vergasung kamen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad pan wiedzial, ze ci ludzie jada na zagazowanie?

 

Zeuge Józef Bodek:

No bo wiadomo bylo, ze z kierunku jazdy samochodów to raz, oni jechali zupelnie nago, a poza tym te [unverständlich] kontakty ze schreibstuba, zwlaszcza tam pracowal Karol Ordower, to przeciez, to nie bylo zadnej najmniejszej watpliwosci, ani tajemnicy, co do tego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also erstens war das zu verstehen aus der Richtung, in die sie fuhren. Zweitens waren sie ja nun alle vollkommen nackt. Und drittens bestand doch eine unmittelbare Verbindung mit der Schreibstube. Dort arbeitete ein Mann namens Karol Ordower. Es unterlag ja keinem Zweifel, es war ja kein Geheimnis, daß sie dorthin fahren.

 

Vorsitzender Richter:

Und in welche Krematorien sind die gebracht worden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Do których krematoriów?

 

Zeuge Józef Bodek:

No, do tych IV i V, które tam byly.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zu diesen Krematorien IV und V, die dort waren

 

Zeuge Józef Bodek:

W poblizu, najblizsze.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In der Nähe, also die am nächsten lagen.

 

Vorsitzender Richter:

Und wenn Sie nun sagen, IV und V, wie zählen Sie da?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jak pan liczy?

 

Vorsitzender Richter:

Was ist das Krematorium I?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jakie to jest I krematorium?

 

Zeuge Józef Bodek:

Za numer I zwyklo sie uwazac Auschwitz I.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, Krematorium Nummer I, das meint man, wenn man das Krematorium in Auschwitz I meint.

 

Vorsitzender Richter:

Also nicht in Birkenau?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nie w Brzezince?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie, a to jest

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also nicht in Birkenau.

 

Zeuge Józef Bodek:

Potem II, III, IV, V.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und dann II, III, IV, V.

 

Vorsitzender Richter:

Haben Sie bei dieser Gelegenheit auch einmal den Angeklagten Broad kennengelernt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Niech pan powie, czy pan przy tej okolicznosci poznal oskarzonego Broada?

 

Zeuge Józef Bodek:

Oskarzonego Broada, tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Den Angeklagten Broad, ja.

 

Vorsitzender Richter:

Bei welcher Gelegenheit, und wann?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Przy jakiej okazji i kiedy?

 

Zeuge Józef Bodek:

Broada znalem juz od chyba to bylo, to moglo juz byc w 43 roku: to byl smukly

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Chwileczke prosze pana.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak. Moglo byc pod koniec gdzies 43...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also den Broad kenne ich seit, na ja, es könnte Ende 43 gewesen sein. Das war ein schlanker Mann.

 

Zeuge Józef Bodek:

O którym krazyla fama, ze on oznacza tak zwana elegancka smierc w rekawiczkach.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Von ihm wurde gesagt, daß er einen eleganten Tod mit Handschuhen bedeutet.

 

Vorsitzender Richter:

Das war Ende 43. War das noch in der Zeit, wo Sie in der Kiesgrube beschäftigt waren? Oder war es in der Zeit, wo Sie in dem Kartoffellagerkommando waren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to bylo w tym czasie, kiedy pan pracowal w kiesgrubie, czy w Kartoffellagerkommando?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja sobie tego dokladnie n ie przypominam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Daran kann ich mich nicht so genau erinnern.

 

Zeuge Józef Bodek:

Natomiast wiem, ze mial miejsce pracy w blockführerstubie przy obozie cyganskim.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dagegen weiß ich, daß er in der Blockführerstube im Zigeunerlager tätig war.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tam tez urzedowali, tam bylo prawdopodobnie Politische Abteilung.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Dort amtierte er. Dort war wahrscheinlich die Politische Abteilung.

 

Zeuge Józef Bodek:

I pamietam go, jak wiosna 44 roku wyprowadzil z bloku 11 na HKB

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Z bloku 11?

 

Zeuge Józef Bodek:

Na HKB wieznia nazwiskiem Obidowski, o którym mi wiadomo bylo, ze byl oficerem Wojska Polskiego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ten blok 11 byl to byl HKB, czy on

 

Zeuge Józef Bodek:

HKB tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich weiß, daß er im Frühjahr 1944 vom Block 11 im Krankenbau einen Häftling abführte, der hieß Obidowski. Wie mir bekannt ist, war er Offizier der polnischen Armee.

 

Zeuge Józef Bodek:

Prowadzil go, poniewaz Obidowski znalem z czestych rozmów, czesto odwiedzalem blok 11, na którym spora czesc moich kolegów z mojego transportu przebywala, wiec bylo wielkie poruszenie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er führte diesen Häftling ab. Ich kannte den Obidowski gut. Ich führte mit ihm öfters Gespräche. Ich besuchte nämlich den Block 11 häufig, da sich dort ein großer Teil von meinen Kameraden, die mit mir im gleichen Transport angekommen sind, befand. Es war eine große Unruhe im Block.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, kiedy kazal, kiedy Obidowski musial sie ubrac

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Als Obidowski sich anziehen mußte

 

Zeuge Józef Bodek:

I zostal odprowadzony przez Broada wychodzac z odcinka z bramy BIIf, nie bylo lagersperry, mozna bylo to widziec, w lewo, a wiec kierunek wiadomy.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es war keine Lagersperre. Man konnte ganz genau beobachten, wie er abgeführt wurde, wie Broad ihn aus dem BIIf nach links gebracht hat. Und die Richtung war ja bekannt.

 

Zeuge Józef Bodek:

Nazajutrz, czy tez dwa dni po tym wydarzeniu jeden z moich kolegów nazwiskiem Kierski, Boleslaw, zamieszkaly obecnie w Warszawie, pracujacy w Effektenkammer, na Effektenlager mieszkal, tam, gdzie »Sauna« byla, przekazal mi wiadomosc w ciagu dnia, ze ma wiadomosc, z kolei od kapo komanda kramatorium Heizer Waclawa, ze Obidowski zostal stracony.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am nächsten Tag oder zwei Tage später hörte ich von einem Kameraden namens Kierski, Boleslaw, der jetzt in Warschau wohnt, der in der Effektenkammer beschäftigt war und im Effektenlager, dort wo die »Sauna« ist, untergebracht war, daß er von dem Krematoriumskapo, einem sogenannten Heizer namens Waclaw1 erfahren hat, daß Obidowski bereits umgebracht wurde.

 

Vorsitzender Richter:

Wieso kannten Sie Broad, und wieso wußten Sie, daß er es war, der diesen Obidowski abführte?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad pan znal Broada i skad wiedzial, ze to wlasnie Broad byl tym, który wyprowadzil i poprowadzil dalej Obidowski?

 

Zeuge Józef Bodek:

No, wiezniowie wszyscy po jakims czasie znali nazwiska swoich przesladowców bezposrednich, a juz szczególnie szybko rozchodzila sie informacja, co do tych, którzy pracowali w politycznym, w Politische Abteilung.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nach einiger Zeit kannten die Häftlinge diejenigen, die sie töteten, die sie mißhandelt haben, ihre Verfolger. Und besonders bekannt waren diejenigen, die in der Politischen Abteilung tätig waren.

 

Vorsitzender Richter:

Und Sie hatten angefangen, uns zu erzählen davon, daß Sie Ende 43 den Broad kennengelernt hätten, weil er in der Blockführerstube des Zigeunerlagers Dienst getan habe.

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie, nie, nie dlatego.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, nein, ich habe es nicht so gesagt.

 

Vorsitzender Richter:

Sondern?

 

Zeuge Józef Bodek:

Przypominam sobie i na pytanie przewodniczacego sadu wlasnie odpowiedzialem, ze przypominam sobie, ze Broad juz w 43 w ogóle dzialal w Birkenau, byl.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe es anders gesagt. Auf die Frage des Vorsitzenden habe ich geantwortet: Ich erinnere mich, daß Broad bereits Ende 43 in Birkenau tätig gewesen ist.

 

Vorsitzender Richter:

Und wieso wissen Sie das, wenn Sie sich daran erinnern, wenn Sie ihn nicht gekannt haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

No, a skad to jest panu wiadome, jak pan sobie przypomina, jezeli pan go nie znal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nazwisko i osoba Broada byly znane bardzo, bardzo szeroko znane.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Der Name und die Person von Broad waren sehr gut bekannt.

 

Zeuge Józef Bodek:

On robil wrazenie bardzo takiego dystyngowanego

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er machte einen sehr distinguierten Eindruck. [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

I dlatego tym niebezpieczniejsze to bylo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und aus diesem Grunde war das noch gefährlicher.

 

Vorsitzender Richter:

Wenn Sie nun sagen, ich hätte Sie falsch verstanden, Sie hätten den Broad noch nicht Ende 43 kennengelernt, wo er auf der Blockführerstube des Zigeunerlagers tätig war, dann sagen Sie mir doch bitte: Wann haben Sie ihn denn kennengelernt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

No, a kiedy pan go osobiscie poznal? Kiedy pierwszy raz pan wiedzial?

 

Zeuge Józef Bodek:

Z Broadem nigdy nie zamienilem, nie prowadzilem zadnej bezposredniej rozmowy

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe mit dem Broad niemals ein unmittelbares Gespräch geführt. [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

Ale wiedzielismy, bo czasem wchodzil do obozu.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir haben ihn aber gekannt, weil er manchmal ins Lager kam.

 

Vorsitzender Richter:

Wann haben Sie ihn zum erstenmal gesehen, und wann haben Sie zum erstenmal erfahren, daß dieser Mann den Namen Broad trug?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy pan go pierwszy raz zobaczyl i kiedy pan sie po raz pierwszy dowiedzial, ze wlasnie ten czlowiek nosi nazwisko Broada?

 

Zeuge Józef Bodek:

Dzisiaj za scislosc terminu poznania, nie mozna operowac scislym terminem poznania. Ale tak mi sie wydaje, tak jestem przekonany prawie, ze chyba juz go w 43 odróznialem jako Broada, wysoki, szczuply.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Auf einen genauen Zeitpunkt kann man sich jetzt nicht festlegen. Aber es scheint mir, ich bin fast überzeugt davon, daß ich bereits Ende 43 gewußt habe, daß es sich um den Broad handelt, daß er Broad heißt.

 

Vorsitzender Richter:

Und woher haben Sie den Namen erfahren?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I skad pan sie dowiedzial o tym nazwisku?

 

Zeuge Józef Bodek:

No to dzisiaj tego z jakas dokladnoscia taka nie da sie tego powiedziec. Wiezniowie miedzy soba rozmawiaja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Heute läßt sich ja nicht ganz genau sagen, wie das geschehen ist: die Häftlinge untereinander halt.

 

Vorsitzender Richter:

Ich habe keine Frage mehr. Bitte schön.

 

Richter Hotz:

Herr Bodek, zur Person des Angeklagten Baretzki: Können Sie uns noch eine Beschreibung seiner Erscheinung geben, so wie er Ihnen damals vorgekommen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zrozumial pan pytanie, tak? Czy moze pan opisac jak on wygladal zewnetrznie? Opisac jego postac, jego wyglad Baretzkiego.

 

Zeuge Józef Bodek:

Baretzki byl dosc masywnie zbudowany, brunet.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Baretzki war ziemlich kräftig gebaut

 

Zeuge Józef Bodek:

Schwarzhaarig.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Schwarzhaarig

 

Zeuge Józef Bodek:

No i O-Beine prawdopodobnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und [+ hatte] O-Beine wahrscheinlich.

 

Zeuge Józef Bodek:

Z czego sobie ten szczegól przypominam

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Warum ich mich an diese Einzelheiten erinnere.

 

Zeuge Józef Bodek:

Kiedys ktos przyniósl pilke na odcinek BIIf i grupa wiezniów tak strzelala, grala w pilke, na bramke strzelali. No i tam zjawil sie wlasnie Baretzki, widocznie byl po sluzbie, i sam powiedzial, ze byl kiedys dobrym pilkarzem i nie pamietam juz dokladnie, czy oddal jeden strzal pilka, czy tez nie, w kazdym badz razie, stad zapamietalem sobie ten szczegól wlasnie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich noch, daß eines Tages jemand einen Ball gebracht hat, dorthin auf den Abschnitt BIIf. Und einige Häftlinge haben dann Fußball gespielt und einige Tore geschossen, und Baretzki erschien dann dort. Es war nach dem Dienstschluß wahrscheinlich. Und er erzählte uns, daß er ein guter Fußballspieler gewesen sei. Und ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube, er hat auch ein Tor geschossen. Und deswegen erinnere ich mich so an diese Einzelheit.

 

Vorsitzender Richter:

In welcher Sprache hat er das geschildert?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W jakim jezyku on to mówil wtedy?

 

Zeuge Józef Bodek:

No wiec wlasnie przypominam sobie ten moment, ze Baretzki uzyl kilku slów polsko-ukrainskich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Eben. Ich erinnere mich, daß er bei dieser Gelegenheit einige polnisch-ukrainische Worte gebraucht hat.

 

Richter Hotz:

Wissen Sie auch noch zu sagen, welchen Dienstgrad Baretzki damals hatte?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W jakim on byl stopniu sluzbowym?

 

Zeuge Józef Bodek:

Wiec ja Baretzkiego sobie przypominam jako Sturmmanna z jedna lica.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich an Baretzki als Sturmmann mit einer Litze.

 

Zeuge Józef Bodek:

I jako Rottenführer z dwiema licami.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und dann als Rottenführer mit zwei Litzen.

 

Richter Hotz:

Dann zu etwas anderem, Herr Bodek: Haben Sie eine genaue Kenntnis darüber, wann die neue Rampe in Birkenau fertig gewesen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan przypomina sobie dokladnie, kiedy zostala wykonczona nowa rampa w Brzezince?

 

Zeuge Józef Bodek:

No pamiec po tylu latach, kazda pamiec jest krucha

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Tja, nach so vielen Jahren ist jedes Gedächtnis nicht mehr stabil.

 

Zeuge Józef Bodek:

Ale to moglo przypasc na okres zapoczatkowania tych masowych transportów Zydów wegierskich.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber es könnte der Zeitpunkt gewesen sein, an dem die Massentransporte der ungarischen Juden begannen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Albo moze jeszcze wczesniej.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Vielleicht noch früher.

 

Richter Hotz:

Danke schön.

 

Richter Perseke:

Wissen Sie noch, wann die Männer aus dem Lagerabschnitt BIb nach BIId verlegt worden sind? [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

To moglo byc gdzies z koncem czerwca, czerwiec, lipiec. Jedynym komandem, które wówczas pozostalo, meskim komandem, które pozostalo na terenie BIb bylo komando Aufnahmeschreiber, w którym ja wówczas krótko pracowalem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also das könnte Ende Juni, also Juni/Juli2 gewesen sein. Und das einzige Männerkommando, das auf dem Abschnitt BIb geblieben ist, das war [+ das Kommando] Aufnahmeschreiber, in dem ich eine kurze Zeit gearbeitet habe.

 

Richter Perseke:

Und was hatten Sie für eine Häftlingsnummer?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Jaki pan mial numer?

 

Zeuge Józef Bodek:

95.373. [...]

 

Richter Perseke:

Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Sind noch Fragen vom Gericht? Bitte sehr.

 

Ergänzungsrichter Seiboldt:

Herr Zeuge, wie lange waren Sie in Mauthausen?

 

Zeuge Józef Bodek:

Przepraszam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Niech pan mówi po niemiecku. [...]

 

Zeuge Józef Bodek:

In Mauthausen war ich verhältnismäßig kurz. - Dlaczego? Tam otrzymalem numer 101.602. Tam udalo mi sie spotkac kolege lekarza z Oswiecimia, który umozliwil mi dostanie sie do transportu, na Außenkommando Wien 11, 11. Bezirk, to Außenkommando sie nazywalo Saurerwerke. Czyli w Mauthausen bylem bardzo stosunkowo krótko.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Warum das so gewesen ist: Ich kam nach Mauthausen und bekam dort die Nummer 101.602. Es gelang mir, dort einen Kameraden, einen Arzt aus Auschwitz, zu treffen. Und der ermöglichte mir, auf einen Transport zu kommen zu einem Außenkommando. Das war Wien, 11. Bezirk.

 

Zeuge Józef Bodek:

Simmering.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wien Simmering, 11. Bezirk, die sogenannten Saurerwerke. Auf diese Weise blieb ich nur kurze Zeit in Mauthausen.

 

Ergänzungsrichter Seiboldt:

Wie lang etwa?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

No ile mniej wiec ej?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ein paar Wochen. [...]

 

Ergänzungsrichter Seiboldt:

Wer war dieser Arzt?

 

Zeuge Józef Bodek:

To byl wiezien polityczny, Polak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ein politischer Häftling, Pole.

 

Ergänzungsrichter Seiboldt:

Hatten Sie in dieser Zeit zufällig eine Begegnung mit dem SS-Arzt Doktor Lucas?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan moze przypadkowo spotkal tam lekarza esesmana Lucasa?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Ergänzungsrichter Seiboldt:

Danke sehr.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Noch eine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Sie sagten auf die Frage des Herrn Vorsitzenden, bei dem Fußballspielen, als Baretzki dazukam, habe er polnisch-ukrainische Worte gebraucht. Kann ich daraus schließen, daß das nicht seine Sprache war? Wie sprach er denn sonst?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan powiedzial, ze on uzyl kilku slów polsko-ukrainskich, to znaczy, z tego moge wyciagnac wniosek, ze to nie byl jego jezyk, w jakim on jezyku mówil zazwyczaj?

 

Zeuge Józef Bodek:

No, zazwyczaj zawsze w niemieckim.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Also gewöhnlich hat er immer Deutsch gesprochen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Ale jego slownictwo bylo bardzo prymitywne i ubogie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber sein Wortschatz in Deutsch war sehr primitiv und sehr

 

Zeuge Józef Bodek:

Arm.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gering.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Also das fiel Ihnen auf?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To panu

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

Mnie to podpadlo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Podpadl o? - Ja.

 

Ergänzungsrichter Hummerich:

Und was seine Muttersprache war, haben Sie nicht gewußt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

A jaki byl jego jezyk ojczysty?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak daleko nie moglismy sie powiedzmy zblizac w rozmowach.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

So weit konnten wir uns nicht näherkommen im Gespräch.

Ergänzungsrichter Hummerich:

Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Zeuge, können Sie uns sagen, in welchem Hotel der Zeuge Kaminski abgestiegen ist?

 

Zeuge Józef Bodek:

My mieszkamy na prywatnej kwaterze u pani Fleischer.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wir wohnen in einer Privatpension, Frau Fleischer.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo ist diese?

 

Zeuge Józef Bodek:

To jest

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Oederweg.

 

Zeuge Józef Bodek:

Mittelweg 6.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Mittelweg 6.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, Mittelweg, Frau Fleischer.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pension Fleischer.

 

Vorsitzender Richter:

Hat der Herr Kaminski schon einen Arzt gehabt?

 

Zeuge Józef Bodek:

Bisher noch nicht.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Co jest?

 

Zeuge Józef Bodek:

On prosil nas, zebysmy skierowali, postarali sie o lekarza.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Er bat uns, uns um einen Arzt zu bemühen.

 

Staatsanwalt Wiese:

Herr Vorsitzender, ich bin sicher, daß das Rote Kreuz sich des Falles annehmen wird.

 

Vorsitzender Richter:

Ich möchte zunächst einmal den Amtsarzt bitten, mal hinzugehen und den Zeugen auf seine Verhandlungsfähigkeit hin [+ zu untersuchen], vielleicht daß er heute nachmittag doch erscheinen kann.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze po poludniu bedzie mógl.

 

Zeuge Józef Bodek:

No tak.

 

Vorsitzender Richter:

Von seiten der Staatsanwaltschaft, sind da noch Fragen zu stellen?

 

Staatsanwalt Vogel:

Ich habe keine Fragen. Ich möchte nur noch anregen, Gelegenheit zu einer Gegenüberstellung zu geben mit den Angeklagten. Ja sicher, nachher, aber...

 

Zeuge Józef Bodek:

Kto to jest: obrona?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nie to prokurator.

 

Zeuge Józef Bodek:

Prokurator.

 

Staatsanwalt Vogel:

Jedenfalls bevor die einzelnen Angeklagten Erklärungen abgeben oder Fragen an den Zeugen richten.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Ormond.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ich hätte folgende Frage: Herr Zeuge, Sie haben vorhin erklärt, Name und Person von Broad waren durchaus bekannt. Können Sie [+ das] nicht erläutern? Haben Sie Kameraden gehabt, die mit Broad zusammengearbeitet haben oder die Sie auf ihn aufmerksam gemacht haben? Sind Sie auf ihn aufmerksam geworden? Können Sie nicht sagen, wie Ihnen Broad aufgefallen ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan rozumie

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Ich widerspreche der Frage. Die ist beantwortet. Der Herr Vorsitzende hat gefragt, von wem der Zeuge den Namen erfahren habe. Und da hat der Zeuge geantwortet: »Das läßt sich nicht sagen, wie es geschehen ist.« Das war die letzte Antwort.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»Unter Kameraden halt«.

 

Verteidiger Laternser:

Daraufhin hat der Herr Vorsitzende die weitere Befragung abgebrochen.

 

Zeuge Józef Bodek:

To bylo publiczne, to bylo wiadome po pewnym czasie, kto jest kto.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war nach einiger Zeit immer bekannt, wer wer ist.

 

Zeuge Józef Bodek:

Jasne.

 

Vorsitzender Richter:

Also eine nähere Auskunft kann uns der Zeuge offensichtlich nicht geben.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Gut, danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön. Herr Doktor Kaul.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich habe keine.

 

Vorsitzender Richter:

Keine Frage. Herr Doktor Laternser.

 

Zeuge Józef Bodek:

Kto to jest, obrona po prawej?

 

Verteidiger Laternser:

Eine Frage.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To jest [unverständlich]

 

Verteidiger Laternser:

Herr Zeuge, seit wann sind Sie in Frankfurt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy pan przyjechal do Frankfurtu?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja przyjechalem przedwczoraj.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kam vorgestern in Frankfurt an.

 

Verteidiger Laternser:

Waren Sie schon in der Auschwitz-Ausstellung, die hier in Frankfurt gezeigt wird?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan juz byl na wystawie?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie.

 

Verteidiger Laternser:

Ich habe keine [unverständlich]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Doktor Aschenauer.

 

Verteidiger Aschenauer:

Ich habe eine Frage. Herr Zeuge, hieß dieser Arzt, der Ihnen ermöglicht hat, nach Wien zu kommen, Doktor Szymanski?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy ten lekarz, który panu umozliwil pójsc do Wiednia, czy on nazywal sie Szymanski?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie przypominam sobie. Nie znam, nie pamietam jego nazwiska, nawet i wówczas nie znane mi bylo jego nazwisko.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich erinnere mich nicht an den Namen. Sogar damals war mir der Name nicht bekannt.

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja sobie to tlumacze w ten sposób, ze to byl ktos, kto przyszedl do obozu w Oswiecimiu wtedy, kiedy bylem kalifaktorem w Brzezince, i ze zapamietal mnie sobie i potem po prostu bylo jakies takie wsparcie rewanzowe.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kann mir das damit erklären, daß es wahrscheinlich ein Arzt gewesen ist, der damals nach Auschwitz kam, als ich Kalfaktor in Birkenau gewesen bin, der mich in Erinnerung hatte und eben auf die Weise mir helfen wollte.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Gerhardt, Sie hatten auch noch...

 

Verteidiger Gerhardt:

Keine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Keine Frage mehr. Ist sonst noch eine Frage an den Zeugen zu stellen? Ja, der Herr Staatsanwalt hat gebeten, zunächst eine Gegenüberstellung herbeizuführen. Ich bitte dann die Angeklagten, mal hierher zu treten.

 

- Schnitt -

 

Verteidiger Laternser:

Broad, auf Broad zeigten.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Prosze swiadka, jak pan powiedzial, kiedy pan pokazywal na Broada?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ze to jest wlasnie on.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Daß es gerade er ist.

 

Verteidiger Laternser:

Sagten Sie nicht Pery Broad?

 

Zeuge Józef Bodek:

Broad.

 

Verteidiger Laternser:

Haben Sie nicht den Vornamen genannt dabei?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan imie powiedzial?

 

Zeuge Józef Bodek:

Pery.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pery, ja.

 

Verteidiger Laternser:

Woher wissen Sie den Vornamen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Skad pan zna jego imie?

 

Zeuge Józef Bodek:

To bylo wlasnie w Oswiecimiu w obozie oryginalne skad to imie do Broada.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war eben im Lager so auffallend, woher Broad diesen Vornamen hat.

 

Verteidiger Laternser:

Na ja. Herr Zeuge, wie kommt es, daß Sie als Zeuge hier in dieser Sache auftreten? Haben Sie sich selbst gemeldet, oder wie ist es dazu gekommen, daß Sie als Zeuge hier sind?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

W jaki sposób tak przyszlo, ze pan tutaj w charakterze swiadka? Czy pan sie sam zglosil, jak to nastapilo?

 

Zeuge Józef Bodek:

Oczywiscie Komisja Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce zwrócila sie do wszystkich bylych wiezniów o skladanie zeznan.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja sicher, die Hauptkommission zur Untersuchung der hitleristischen Verbrechen in Polen hat sich an alle ehemaligen Häftlinge gewandt, mit der Bitte, ihre Aussagen zu machen.

 

Verteidiger Laternser:

Wann hat sie sich an Sie gewendet?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I kiedy ta komisja zwrócila sie do pana?

 

Zeuge Józef Bodek:

No, pierwsze kontakty w tej sprawie pochodza z okresu prowadzenia sledztwa, a wiec w 1962 roku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, die ersten Kontakte datieren noch aus der Zeit der Untersuchung, 1962.

 

Zeuge Józef Bodek:

A ostatnio juz byly szczególowe przeslu chania.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und zuerst gab es genaue Verhöre.

 

Verteidiger Laternser:

Und wann hat sich diese Kommission das letzte Mal mit Ihnen in Verbindung gesetzt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kiedy ostatnio komisja byla, zglosila sie do pana?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ostatni kontakt: 20.9. i 30. wrzesnia tego roku.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war am 29. und 30. September dieses Jahres.

 

Verteidiger Laternser:

Dieses Jahres. Und was wurde Ihnen da gesagt oder geschrieben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I co panu wówczas powiedziano, czy co do pana napisano?

 

Zeuge Józef Bodek:

Normalnie mnie, przeprowadzono przesluchanie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Es wurde normal ein Verhör durchgeführt.

 

Verteidiger Laternser:

Ist noch mal ein Verhör durchgeführt worden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy bylo przesluchanie 20?

 

Zeuge Józef Bodek:

Przesluchanie, tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das war ein Verhör.

 

Verteidiger Laternser:

Ist ein Protokoll davon aufgenommen worden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to zostalo

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Zaprotokolowane? - Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Haben Sie das auch unterschrieben?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan to podpisal? - Jawohl.

 

Verteidiger Laternser:

Und wo ist das Protokoll?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I gdzie sie znajduje teraz ten protokól?

 

Zeuge Józef Bodek:

Skad ja moge o tym wiedziec?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Woher soll ich das wissen?

 

Verteidiger Laternser:

Na ja, vielleicht könnten Sie es wissen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan przypadkowo o tym wie.

 

Verteidiger Laternser:

Wissen Sie, ob dieses Protokoll hier nach Frankfurt geschickt worden ist?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy panu jest wiadomym, czy ten protokól zostal przeslany do Frankfurtu?

 

Zeuge Józef Bodek:

Przypuszczam, ze chyba logicznie biorac w tym celu zostalo to sporzadzone.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich nehme an, logisch gesehen, daß es für diesen Zweck überhaupt protokolliert wurde.

 

Verteidiger Laternser:

Aber Sie irren sich nicht, daß ein Protokoll aufgenommen worden ist, das Sie unterschrieben haben?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ale pan sie nie myli, ze to bylo zaprotokolowane i pan podpisal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Oczywiscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Natürlich.

 

Verteidiger Laternser:

Und das war Ende September, also vor etwa sechs Wochen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

To znaczy, to bylo w koncu wrzesnia mniej wiecej przed 6 tygodniami?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja.

 

Verteidiger Laternser:

Ich habe keine weiteren Fragen.

 

Verteidiger Eggert:

Herr Zeuge, hat diese letzte Vernehmung in Warschau stattgefunden oder in einer anderen Stadt?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to ostatnie przesluchanie bylo w Warszawie, czy w innym miescie?

 

Zeuge Józef Bodek:

W Warszawie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

In Warschau.

 

Verteidiger Eggert:

Hat diese Vernehmung in den Geschäftsräumen des polnischen Auschwitz-Komitees stattgefunden?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to przesluchanie mialo miejsce w biurze Polskiego Komitetu Oswiecimskiego?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tylko w gmachu ministerstwa sprawiedliwosci.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Gebäude des Justizministeriums.

 

Verteidiger Eggert:

Wissen Sie, wo das polnische Auschwitz-Komitee seinen Sitz hat?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan wie, gdzie znajduja sie biura Polskiego Komitetu Oswiecimskiego?

 

Zeuge Józef Bodek:

Znam adres korespondencji, sam tam nie bylem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich kenne die Adresse aus der Korrespondenz. Ich selbst war dort nicht. [...]

 

Verteidiger Eggert:

Und wie lautet diese Adresse?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

I jaki jest ten adres?

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja sobie w tej chwili [unverständlich], dokladnie nie pamietam.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Augenblick kann ich mich nicht genau daran erinnern.

 

Verteidiger Eggert:

Herr Zeuge, wissen Sie, wie der vernehmende Beamte oder Angestellte hieß?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy wie pan jak sie nazywal ten, który pana przesluchiwal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czlowiek, który pana przesluchiwal, urzednik przesluchiwania?

 

Zeuge Józef Bodek:

To chyba normalny zwyczaj przy przedstawianiu sie, zreszta to bylo najbardziej oficjalne urzedowe nawet nie mialo obowiazku przedstawiania sie, ktos tam pod nosem cos mówil, kazdy sie przedstawial.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ja, das ist so, wie es gewöhnlich ist. Es war ja gar keine Pflicht für ihn, sich mir vorzustellen, weil das amtlich ja vorgekommen ist. Er hat irgendwas gesagt, irgendeinen Namen, aber ich kann mich nicht erinnern.

 

Verteidiger Eggert:

Können Sie sich daran erinnern, wie er aussah?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Moze pan sobie przypomina, jak on wygladal?

 

Zeuge Józef Bodek:

O kogo chodzi?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ten przesluchujacy pana urzednik.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Herr Direktor, ich widerspreche mal dieser Frage, und ich widerspreche den weiteren Fragen auf diesem Gebiete, wie ein vernehmender Richter ausgesehen hat. Der Zeuge hat klar und eindeutig gesagt, daß es ein offizieller Akt gewesen

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Von einem Richter war bisher noch keine Rede.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Unterbrechen Sie mich nicht. Es ist ein offizieller Akt gewesen. Er fand im Justizgebäude von Warschau statt. Wer der Vernehmende [+ war], wie er ausgesehen hat, das alles hat nichts mehr mit der Wahrheitsfindung, auch nichts mehr mit der Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Zeugen zu tun. Ich habe schon an mich gehalten bezüglich der Frage, wo das Auschwitz-Komitee seinen Sitz hat und ähnliches. Ich bitte, diese Frage also nicht zuzulassen.

 

Verteidiger Eggert:

Es hat sehr viel mit der Wahrheitsfindung zu tun. Ich habe ganz bestimmte Gründe, diese Fragen zustellen.

 

Staatsanwalt Kügler:

Ja, dann nennen Sie doch mal Ihre Gründe, Herr Rechtsanwalt

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

Dazu ist er nicht verpflichtet.

 

Staatsanwalt Kügler:

Was soll denn diese Geheimnistuerei, die lediglich dazu angetan ist, hier irgendeine Stimmung zu provozieren.

 

Verteidiger Eggert:

Ich werde die Gründe noch nennen, aber nicht heute.

 

Staatsanwalt Kügler:

Dann lassen Sie auch Ihre Frage.

 

Verteidiger Eggert:

Verzeihung

 

Verteidiger Laternser [unterbricht]:

»Dann lassen Sie auch Ihre Frage.«

 

Verteidiger Eggert:

Seit wann verbietet mir die Strafprozeßordnung, hier Fragen zu stellen, deren Gründe ich später noch aufdecken werde?

 

Vorsitzender Richter:

Sie wollen eine Beschreibung des vernehmenden Beamten haben?

 

Verteidiger Eggert:

Ja. Ich kann sogar konkret dazu fragen: War der reich behaart oder nur wenig behaart? Ich habe nämlich eine ganz bestimmte Person im Auge. Und diese Person möchte ich jetzt hier von dem Zeugen schildern lassen. Der Herr Kaul hat widersprochen, es mag also darüber entschieden werden.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, Herr Direktor. Der Zeuge hat erklärt: »Die Vernehmung fand im Justizgebäude in Warschau statt und war ein offizieller Akt.« Jede weitere Frage dient nicht mehr der Wahrheitsforschung.

 

Vorsitzender Richter:

Nun ja, dann werden wir darüber entscheiden.

 

Verteidiger Eggert [unterbricht]:

Merkwürdigerweise ist die Urkunde über diesen formellen Akt aber nicht hierher gereicht worden, und daß das auffällig ist, wird ja wohl nicht zu bestreiten sein. [...]

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Nein, das ist nicht auffällig. Wenn bis heute noch nicht einmal die Bonner Regierung die Anfrage wegen des Lokaltermins nach Warschau gerichtet hat, kann man wohl den Warschauer Behörden nicht übelnehmen, daß sie ohne Ersuchen hier nicht Protokolle herführen. Also das ist gar nicht auffallend.

 

Vorsitzender Richter:

Aber jedenfalls ist die Frage gestellt. Und Sie haben widersprochen, und das Gericht muß darüber entscheiden. Sind noch weitere Fragen zu stellen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Herr Vorsitzender, entschuldigen Sie bitte, der Zeuge möchte nur erklären, da Sie das Justizministerium noch mal erwähnt haben, Herr Rechtsanwalt, der Sitz der Hauptkommission zur Untersuchung der nazistischen Verbrechen in Polen befindet sich im Justizministerium in Warschau.

 

Zeuge Józef Bodek:

Gebäude.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Im Gebäude drin.

 

Vorsitzender Richter:

Hatten Sie noch eine Frage?

 

Verteidiger Laternser:

Ja, ich habe noch eine Frage. Herr Zeuge, derjenige, der Sie vernommen hat, war das ein Richter?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy to byl sedzia ten, który pana przesluchal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Oczywiscie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Selbstverständlich.

 

Verteidiger Laternser:

War ein Richter. Ein polnischer Richter?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Polski sedzi a?

 

Verteidiger Laternser:

Und Sie sind sich sicher, daß das so war?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan jest pewien, ze to bylo tak?

 

Zeuge Józef Bodek:

Protokolantka tytulowala go: »panie sedzio.«

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Protokollführerin hat ihn »Herr Richter« genannt.

 

Verteidiger Laternser:

Haben Sie einen Durchschlag dieser Vernehmung bekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan otrzymal kopie tego przesluchania?

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein.

 

Zeuge Józef Bodek:

Nie jest, n ie bylo mi potrzebne. [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Nein, es war nicht notwendig.

 

Verteidiger Laternser:

So. Herr Zeuge, wer hat bei der Vernehmung den Namen Broad zuerst genannt: der Richter oder Sie?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kto pierwszy uzyl nazwiska? - Ich.

 

Vorsitzender Richter:

Herr Rechtsanwalt Eggert, würde sich Ihre Frage dadurch erledigen, daß der Zeuge gesagt hat, es war ein polnischer Richter, die Protokollführerin hat ihn mit »Herr Richter« angesprochen?

 

Verteidiger Eggert:

Ich gehe soweit zu sagen, daß es sich im Augenblick damit erledigt hat. Zumal da mich dieser Zeuge nichts weiter angeht, wie ich einräumen muß. Ich werde also die Frage jetzt zurück

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

Von Anfang an [unverständlich]

 

Verteidiger Eggert:

Aber die Wahrheitsfindung geht mich was an. Und das gilt auch für andere Zeugen. Aber bei diesem Zeugen nehme ich die Frage zurück.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, Herr Rechtsanwalt Doktor Kaul, ich bitte doch, nicht diese Zwischenrufe dauernd zu machen. Haben Sie noch eine Frage?

 

Verteidiger Gerhardt:

Herr Zeuge, als Sie vom d-Lager in das f-Lager kamen, wer hat das dann angeordnet?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kto wydal polecenie przeniesienia pana z obozu d do obozu f?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich widerspreche der Frage. Die Frage ist beantwortet. Der Zeuge hat erklärt, während er dort war, erschien von der Schreibstube jemand und erklärte: »Du hast jetzt rüberzugehen und hast dort tätig zu sein als Kalfaktor beziehungsweise als Reiniger.«

 

Vorsitzender Richter:

Da weiß ich nichts davon, Herr Doktor Kaul

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

[unverständlich]

 

Vorsitzender Richter:

Bitte?

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Entschuldigung, Herr Direktor [unverständlich]

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Er war krank und war als Kranker zunächst in dem

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

Richtig.

 

Vorsitzender Richter:

Bau

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

Verlegt.

 

Vorsitzender Richter:

Im Block 5.

 

Verteidiger Gerhardt:

Verlegt.

 

Vorsitzender Richter:

Und wurde dann Hilfskrankenpfleger und wurde dann verlegt in den Waschraum im April 44.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Ich habe vermerkt, daß der Zeuge erklärt hat: »Es kam von der Schreibstube jemand und sagte: ›Du mußt‹ «

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Hauptschreibstube.

 

Nebenklagevertreter Kaul:

» ›Jetzt herübergehen.‹ «

 

Dolmetscherin Kapkajew:

»›Du und noch ein anderer.‹ «

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, tak, ja sobie

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

Nein, nein, der Zeuge ist im d-Lager

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Einen Moment.

 

Zeuge Józef Bodek:

Ja chcialem wyjasnic.

 

Vorsitzender Richter:

Langsam, lassen Sie den Zeugen das noch mal sagen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tu sie pewne nieporozumienie wytworzylo.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Hier ist ein Mißverständnis.

 

Zeuge Józef Bodek:

Mianowicie, kiedy zostalem przez Schreibstube skierowany na II Abschnitt, Bauabschnitt II, to byl rok 43, to wtedy jako zdrowy przechodzilem z bauabschnittu I do Bauabschnittu II.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Damals, als ich von der Hauptschreibstube auf den Abschnitt BII verlegt wurde, da war ich ja gesund. Da kam ich von I nach II.

 

Verteidiger Gerhardt:

Ja.

 

Zeuge Józef Bodek:

Natomiast, odpowiadajac na pytanie obroncy

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und jetzt zur Frage des Verteidigers

 

Zeuge Józef Bodek:

Jak nazwisko?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Gerhardt.

 

Verteidiger Gerhardt:

Meine Frage ist doch folgende: Der Zeuge ist schnell in das d-Lager gekommen...

 

Zeuge Józef Bodek:

Wiec na pytanie obroncy pana doktora Gerhardta dotyczylo: kto spowodowal, ze ja przeszedlem z obozu, z lagru d na f. Jak sie zglosilem

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Und die Frage des Rechtsanwalts Doktor Gerhardt ging in die Richtung, wer angeordnet hat, daß ich aus dem d ins f gekommen bin.

 

Verteidiger Gerhardt:

Genau so ist es.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Verteidiger Gerhardt:

Diese Frage ist bis jetzt noch nicht beantwortet.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jak poprzednio przedstawialem to.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Genau wie ich es vorher geschildert habe.

 

Zeuge Józef Bodek:

Zglosilem sie jako chory do ambulansu, do ambulatorium.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ich habe mich als Kranker bei der Ambulanz gemeldet.

 

Zeuge Józef Bodek:

Wieczorem odbyl sie przeglad lekarski, leitender Arzt badal wszystkich i orzekl, ze jestem chory, wobec tego nalezy mnie skierowac do

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Wieczorem?

 

Zeuge Józef Bodek:

Wieczorem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am Abend wurden diese Personen von dem leitenden Arzt untersucht. Und er hat festgestellt, daß ich krank bin, und hat das angeordnet.

 

Verteidiger Gerhardt:

Genau das wollte ich von dem Zeugen wissen. Meine zweite Frage: Ist der Zeuge dann am nächsten Tag alleine oder mit mehreren anderen Kranken in das f-Lager gekommen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan nastepnego dnia sam jeden, czy z inny m przybyl do

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

Wiec, co nastepnego dnia zwykle tak, takie Verlegung chorych obejmowalo grupe 30, 40, a w gorszych sytuacjach w okresach jakis zimowych i chlodów i tak dalej, to nawet i do 50 wedrowalo na obóz szpitala.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Am nächsten Tag war das eine Gruppe, wie es gewöhnlich bei den Verlegungen von Kranken war. Die Gruppe umfaßte so 30 bis 40 Personen. Sogar zu einer kalten Jahreszeit waren manchmal 50 Personen dabei.

 

Verteidiger Gerhardt:

Und wer hat Sie begleitet in das f-Lager?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Kto was odprowadzal?

 

Zeuge Józef Bodek:

Po nas przychodzili pflegerzy z BIIf z Häftlingskrankenbau.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Die Pfleger aus dem BIIf, also aus dem Krankenbau, kamen, um uns abzuholen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, i Schreiber.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Und der Schreiber.

 

Verteidiger Gerhardt:

Danke, keine Frage.

 

Vorsitzender Richter:

Sind von seiten der Angeklagten... Baretzki. Nein, das ist heute [unverständlich] wieviel Uhr. Bitte schön.

 

Angeklagter Baretzki:

Herr Direktor, der Zeuge kann mich niemals gesehen haben 43 vor dem Monat August. Vor dem Monat August kann der mich nicht gesehen haben in Birkenau.

 

Vorsitzender Richter:

1943?

 

Angeklagter Baretzki:

43.

 

Vorsitzender Richter:

Er hat gesagt, das könnte damals im Februar

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Februar.

 

Vorsitzender Richter:

März gewesen sein.

 

Angeklagter Baretzki:

Vor dem Monat August konnte er mich höchstens im d-Lager gesehen haben. Aber in den anderen Lagern, wo der war, da konnte er mich nicht sehen. Da war ich ja niemals gewesen.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, das d-Lager war doch damals noch gar nicht in Betrieb.

 

Angeklagter Baretzki:

Ich bin im Monat August, Ende Juli, entweder 24. Juli oder 24. August, ins d-Lager gekommen. Von den beiden Daten stimmt eines.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, das haben Sie uns immer gesagt.

 

Angeklagter Baretzki:

Ja, das sage ich heute auch noch.

 

Vorsitzender Richter:

Ich habe deshalb auch den Zeugen besonders gefragt, ob Sie damals, als er Sie im März 1943 gesehen hat, dem Wachsturmbann angehört hatten oder ob Sie Blockführer gewesen seien. Und da hat er gesagt: »Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Es waren immer wieder Leute da, die sowohl bei dem Wachsturmbann als auch im Lager tätig waren.« Und er behauptet, er hat Sie genau mit diesem anderen Blockführer

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Perschel.

 

Zeuge Józef Bodek:

Perschel.

 

Vorsitzender Richter:

Perschel dort beobachtet, wie Sie »Sport« mit ihm getrieben haben. Das hat der Zeuge gesagt. Ich habe mir gedacht, daß Sie darauf hinweisen.

 

Angeklagter Baretzki:

Herr Vorsitzender, darf ich dazu noch was sagen?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Pan zrozumial?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte schön.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ze nie mógl pan widziec go w lutym lub marcu, poniewaz on dopiero od konca lipca, sierpnia on tam byl.

 

Angeklagter Baretzki:

Ein Posten, einer vom Wachsturmbann, das kann ein Offizier sein oder Unteroffizier oder einer von der Wachmannschaft - es kommt keiner ins Lager herein. Das weiß der Herr Langbein bestimmt genau. Der kann es Ihnen genau sagen, daß das wahr ist. Also nur ein Blockführer kommt herein ins Lager, und ein Sanitätsarzt und Sanitäter. Aber andere Leute haben da nichts verloren. Es kommt ja auch keiner herein. Ein Offizier kann nicht ins Lager hereinkommen. Ich kann ihn ja gar nicht reinlassen, er hat ja gar keinen Ausweis.

 

Vorsitzender Richter:

Ja.

 

Angeklagter Baretzki:

Ich kann ihn ja gar nicht hereinlassen.

 

Vorsitzender Richter:

Nun weiß ich ja nicht, ob es vielleicht damals so war, daß Sie zeitweilig abkommandiert waren oder vorübergehend abkommandiert waren. Ich weiß es ja nicht, ich war ja nicht dabei.

 

Angeklagter Baretzki:

Meinen Sie, man konnte eine Woche da sein und nächste Woche da? Das hat es nie gegeben in Auschwitz. [...]

 

Richter Perseke:

Vielleicht war er gar nicht mehr im Wachsturmbann.

 

Vorsitzender Richter:

Vielleicht waren Sie damals schon Läufer und waren gar nicht mehr im Wachsturmbann.

 

Angeklagter Baretzki:

Wenn ich Läufer bin, komme ich auch nicht rein ins Schutzhaftlager. Der Läufer kommt ja gar nicht herein ins Schutzhaftlager.

 

Vorsitzender Richter:

Fragen Sie bitte den Zeugen, ob er dabei bleibt, daß er bereits im Februar, März, um diese Zeit herum, den Angeklagten Baretzki in dem Lager, wo er sich damals befunden hat, nämlich BIb, gesehen und beobachtet hat, wie er mit den Leuten »Sport« trieb.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Wiec prosze swiadka, czy pan juz potem, co on powiedzial, obstaje przy tym, ze to bylo w lutym, czy w marcu 43 roku, kiedy pan widzial Baretzkiego na terytorium tego obozu, w którym sie pan wtedy znajdowal, a wiec BIId.

 

Zeuge Józef Bodek:

Oczywiscie i jednoczesnie zglaszam do slów oskarzonego Baretzkiego moje przekonanie o tym, ze przeciez byly okresy, kiedy brakowalo w poszczególnych formacjach wielu ludzi i tym przeciez potem mielismy dowody, ze sciagano nawet i rozmaitego rodzaju uzupelnienia z tych Niemców baltyckich, besarabskich, nawet jakies widzialem grupy te mongolskie. Przeciez po to mnie wzywano w charakterze tlumacza. Byly, byly luki czasem w obsadzie.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Baltyckich i tak dalej to byli ci esesmani, którzy byli tam?

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak, tak. Wiec dlatego on nie mógl byc...

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Selbstverständlich ist es so, daß ich ihn gesehen habe. Ich möchte aber zu den Worten des Angeklagten Baretzki noch meine Überzeugung aussprechen, daß es Zeiten gab, da in den einzelnen Formationen Mangel an Menschen war. Und man hat ja - wir haben es ja gesehen - verschiedene zusätzliche Ergänzungseinheiten hinzugebracht, bestehend aus Baltendeutschen, Bessarabiendeutschen, auch aus der Mongolei. Aus diesem Grunde wurde ich doch als Dolmetscher gebraucht.

 

Vorsitzender Richter:

Noch etwas?

 

Angeklagter Baretzki:

Hier handelt es sich es ja um Blockführer und Posten. Da ist ein Unterschied. Ist ja noch eine Frage. Herr Vorsitzender, ich war niemals in Auschwitz Rottenführer gewesen. Mich konnte niemals ein Mensch sehen als Rottenführer. Ich war in Auschwitz nur Sturmmann gewesen. Auf einmal bin ich befördert worden zum Rottenführer. Da müßte man mir noch nachzahlen das ganze Geld, was ich zu wenig bekommen habe. Ich war nur Sturmmann gewesen. Und zu einer letzten Frage, da möchte ich hier erklären, wie die...

 

Vorsitzender Richter:

Wollen Sie zunächst dem Zeugen sagen

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Ich kann ja, ich kann das beantworten.

 

Vorsitzender Richter:

Der Angeklagte Baretzki

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Er hat es verstanden.

 

Vorsitzender Richter:

Behauptet, er sei nie Rottenführer gewesen, sondern nur Sturmmann.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Baretzki twierdzi, ze on nigdy nie byl Rottenführerem, tylko Sturmmann

 

Zeuge Józef Bodek [unterbricht]:

W okresie kiedy pracowalem, jako kalifaktor, a oskarzony Baretzki byl Blockführerem, wtedy byl Sturmmannem, ale pózniej

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Als ich als Kalfaktor tätig gewesen bin, und Baretzki war Blockführer, da war er ein...

 

Zeuge Józef Bodek:

Sturmmann. Jedna mial lice

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Sturmmann, hatte nur eine Litze.

 

Zeuge Józef Bodek:

Ale potem za udzial w tych tak zwanych »Sonderakcjach« na pewno byl Rottenführerem.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Aber später, nach seiner Teilnahme an »Sonderaktionen«, ist er bestimmt Rottenführer gewesen.

 

Vorsitzender Richter:

Noch eine Frage?

 

Angeklagter Baretzki:

Herr Vorsitzender, das ist ja festzustellen von der Wehrmachtsauskunftsstelle, wann ich Rottenführer geworden bin. Ich bin Rottenführer geworden am 20. April 45 im Raum von Guben. Ich weiß es genau, am Brückenkopf von Ziltendorf, da bin ich Rottenführer geworden am 20. April 45. Auf einmal war ich schon Rottenführer in Auschwitz.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

20 kwietnia 44 roku zrobilem sie jeszcze

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

Das ist doch festzustellen. Ich habe ja keine Möglichkeit, von hier aus was zu unternehmen.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Bylem Rottenführerem. Dopiero od 20 kwietnia i to mozna stwierdzic.

 

Vorsitzender Richter:

Ist sonst noch eine Frage?

 

Angeklagter Baretzki:

Bei meiner letzten Frage handelt es sich hier um die kranken Häftlinge, wie der Herr sagt. [...]

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Ach so. Aus den Außenlagern.

 

Angeklagter Baretzki:

Solch ein »Muselmann« aus einem Außenlager kommt niemals in... Also jetzt müßte man hier... Es kommen Häftlinge, geholt von Jawischowitz oder Monowitz oder, ist egal, von welchem Lager sie kommen. Entweder sind das Verlegungsmeldungen oder Überstellungshäftlinge. Wenn das Verlegungsmeldungen sind, kann ich die ins Lager hereinlassen. Die werden dann in die Gesamtstärke hereingeholt und bleiben stehen, also muß ich ganz stufenweise zählen. Das passierte gewöhnlich am Samstag nachmittag. Sonst die ganze Woche, und das passiert dann nur Samstag.

 

Vorsitzender Richter:

Also die Verlegungsmeldung bedeutete eine Verlegung in die Gaskammer?

 

Angeklagter Baretzki:

Eine Verlegungsmeldung ist eine Verlegung. Für mich war das ja immer [unverständlich] ... Verlegen ist ja verlegt. Der kommt ins Lager, wird er verlegt nach BIId. Immer zum Hauptlager wird er verlegt. Da sind kranke Häftlinge. Weil wenn die zurückkommen, sind sie sowieso Kranke. Diese Häftlinge, die verlegt sind, die kommen ins d-Lager herein. Und am Montag werden sie dem Arzt vorgestellt. Und der Arzt tut sie anordnen nach f- Lager. Und die Häftlinge, die überstellt werden, die kommen überhaupt in kein Lager herein.

 

Vorsitzender Richter:

Was heißt denn &überstellt«?

 

Angeklagter Baretzki:

Was heißt überstellt? Von einem Lager in das andere überstellt.

 

Vorsitzender Richter:

Und was ist denn der Unterschied dann zwischen verlegen und überstellen?

 

Angeklagter Baretzki:

Was ich verlegen will, Häftlinge, hereinlassen kann ins Lager, muß ich hereinlassen. Und die überstellten Häftlinge kann ich gar nicht hereinlassen ins Lager. Ich kann gar nicht das Tor aufmachen. Der muß ja direkt zum Krematorium herunter. Da kommt ja kein Blockführer dazwischen, niemand. [...]

 

Vorsitzender Richter:

Also heißt &überstellt«: in die Gaskammer überstellt?

 

Angeklagter Baretzki:

»Überstellt« ist Gaskammer, und »verlegen« ist: in ein anderes Lager. Der Blockführer mußte die Leute irgendwohin buchen. Er konnte ja keine Überstellung buchen.

 

Vorsitzender Richter:

Überstellt, ja. Und wenn nun diese Leute überstellt worden sind und hatten ja noch ihre Kleider und ihre Sachen an, dann mußten Sie ja sich irgendwo auskleiden.

 

Angeklagter Baretzki:

Tja, ob die sich auskleiden müssen oder nicht, aber nicht ins Lager, die kommen doch nicht ins Lager herein. Der Blockführer kann sie ja gar nicht hereinlassen ins Lager.

 

Vorsitzender Richter:

Und wo waren denn die Krematorien? Waren die außerhalb des Lager?

 

Angeklagter Baretzki:

Die Krematorien sind gerade 200, 300 Meter weiter vorne.

 

Vorsitzender Richter:

Und warum konnten die dann nicht erst in den Waschraum von f geführt werden, um sich dort auszukleiden und dann die 200 Meter in die Gaskammern

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

Der darf sie doch gar nicht hereinlassen, der Mann.

 

Vorsitzender Richter:

Der darf sie nicht hereinlassen.

 

Angeklagter Baretzki:

Der kann sie doch gar nicht [+ hereinlassen]. Wenn er so jemand hereinläßt, muß er ihn doch irgendwo aufschreiben. Der kann ja gar nirgends aufschreiben die Leute. Es ist ja ein Unterschied zwischen Verlegung [+ und Überstellung].

Also es passiert schon. Wenn Häftlinge verlegt werden, haben wir ein Auto. Das muß man sich praktisch mal vorstellen, wie das vor sich geht: Die kommen Samstagnachmittag, die Häftlinge, es kommen zwei Autos an. Es sind zwei Mann am Tor. Also einer sitzt drin in der Blockführerstube, und einer steht vor dem Tor. Das Tor ist ja zu. Samstagmittag wird das Tor ja zugemacht. Ist immer zu, das Tor. Das Tor wird zugemacht, und dann kommt noch eine Kette dran und noch mal ein Hängeschloß. Und der Lagerdienst ist im Lager drin. Jetzt geht der Hilfsdienst und hält den Schein in der Hand. Da macht er schon das Tor auf, und das Auto steht ja schon direkt vor dem Tor. Jetzt paßt er nicht richtig auf und hält den Schein in der Hand, liest den Schein nicht durch. Oder hat er zwei Scheine, und er guckt und hält sie fest, und der Chauffeur sagt ihm: »Verlegung.« Der macht das Tor auf, jetzt fährt das Auto herein, macht einen Rechts- oder Linksbogen, ja. 50 Meter weiter gibt es so einen Bogen um die zwei Küchen. Und in der Zeit, wo der Blockführer das [+ alles macht] - er muß ja das Tor zumachen, er kann nicht weg, er macht ja zu und holt die Kette, macht die Kette zu und kommt hin -, hat der schon die Leute ausgekippt, Kipper hoch, und alles fliegt runter, also wie Pflastersteine da.

Jetzt gucken sie die an, jetzt haben sie Verlegung und Überstellung. Sind zweierlei Sorten Menschen auf dem Auto gewesen. Jetzt müssen Sie herausziehen die Nummern, die schlimmste Arbeit beginnt jetzt. Die liegen ja durcheinander da. Jetzt wissen Sie gar nicht, wer hier bleibt und wer ins Krematorium muß. Jetzt müssen Sie die ganzen Nummern herausziehen, das kommt auch vor, wenn einer nicht

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Ja, wenn das aber vorkommen kann, kann es doch auch vorkommen, daß die Leute dann in den Waschraum geführt werden zum Entkleiden.

 

Angeklagter Baretzki:

Aber Herr Vorsitzender, die Leute stehen noch da. Die kommen jetzt alle zurück, heraus. Die Posten stehen da, die haben den Schein noch gar nicht unterschrieben. Die müssen wieder mit dem Mann herunter. Die Leute holt keiner ab, die gehören ja gar nicht da hin. Nur Verlegung kann man ja irgendwo buchen. Ich muß die Leute, die ankommen, ja irgendwo aufschreiben.

Ich kann nicht sagen: »Hier habe ich überstellte Leute aufgeschrieben.« Der Alte frißt mich ja auf. Wo soll ich sie hinstellen? Die Leute, die gekommen sind, verlegt, für die habe ich ja keinen Block frei. Also freie Blöcke sind da. Kommt der Schreiber, sage ich: »Schreiber, ruf mal den Danisch.« Da kommt der Danisch, sage ich: »Danisch, wohin denn mit den Leuten?« »Laß sie stehen«, sagt er. Sage ich: »Wieso laß sie stehen? Ich kann sie stehen lassen bis abends, und abends muß ich sie ja in den Block reintun, ja.« Sagt er: »In den Block kommen sie gar nicht rein. Die versauen mir den ganzen Block. In den Waschraum.« Darf ich einmal zeigen, wo die hinkommen?

 

Vorsitzender Richter:

Ja, bitte.

 

Angeklagter Baretzki:

Bis jetzt ist immer gezeigt worden: Das wäre ein Waschraum, und das wäre ein Waschraum und das und das. Aber das ist auch ein Waschraum, und das ist auch ein Waschraum hier. Die zwei Baracken sind ja auch noch Waschraum. In der Mitte kann man austreten, an der Seite kann man sich waschen.

Und hier kommen die Häftlinge dann herein. Die kommen, trotzdem sind freie Plätze da. Sagt der Lagerälteste ganz einfach: »Ja, die versauen mir den ganzen Block.« Da müssen die Leute hier herein, bei Nacht herein, und morgens müssen sie wieder heraus. Morgens stehen sie wieder draußen. Bei Tag müssen sie nicht drinnen stehen, müssen sie draußen stehen. Das liegt ja nur an dem Lagerältesten. Wenn er da nicht sagt, so wird es gemacht, da kann der Blockführer gar nix machen dagegen.

Die Leute kriegen auch gar nichts zu essen bis Montagmittag. Da kriegen die Leute das erste Mal zu essen. Denn Samstag ist ja schon frei, ist alles weg. Jetzt kommen die Leute. Jetzt kann ich sie mal buchen, aufschreiben. In die Gesamtstärke kann ich sie reinholen. Aber Verpflegung haben sie doch keine. Zu essen kriegen sie doch nichts. Erst am Montag früh wird das gemeldet, »zur Verpflegung her«, und dann kriegen sie Montagmittag das erste Mal Essen. Sonst kriegen sie gar nichts zu essen.

 

Vorsitzender Richter:

Das, was uns der Zeuge gesagt hat, soll sich ja nicht in dem Lager d, sondern im Lager f abgespielt haben.

 

Angeklagter Baretzki:

Das waren ja ihre kranken Leute, ihre »Muselmänner«, aber nicht aus einem anderen Lager, das gibt es nicht. Zum Beispiel die Leute, die überstellt sind, die leben ja praktisch überhaupt nicht mehr. Die kann man ja nirgends mehr aufschreiben. Die müssen schon direkt herunter. [unverständlich] kommt ein Auto, hat nur Überstellte. Braucht nur auf den Schein zu gucken, sagt er: »Fahr weiter herunter!« Da fährt er immer herunter. Alles kommt in das Krematorium IV herein. [...]

 

Verteidiger Gerhardt:

Eine kleine Frage an den Zeugen. Herr Zeuge, als Sie sich krank meldeten - ich spreche jetzt vom d-Lager -, hatten Sie da keine Angst?

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan sie nie bal wtedy, kiedy pan sie zameldowal chorym w obozie d?

 

Zeuge Józef Bodek:

Wtedy to bylo przeciez zimowa pora 43 na 44, ta rzecz juz nie byla taka grozna. Ja tu przedtem sadowi nie powiedzialem o tym, ze wiadomo nam bylo, przynajmniej w wersji obiegowej, ze w roku 43 w kwietniu wyszedl zakaz gazowania aryjczyków. I wtedy juz bylo znacznie bezpieczniej zglaszac sie jako chory.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das war ja die Winterzeit 1943 auf 44, und das war ja nicht mehr so gefährlich. Ich habe vergessen, Ihnen noch zu sagen, daß - so wie wir erfahren haben, wie erzählt wurde im Lager - im April ein Verbot kam, die Arier zu vergasen. Also aus diesem Grunde war die Gefahr der Vergasung für solche, die sich krank melden, zur damaligen Zeit, im Winter 43/44, nicht mehr.

 

Verteidiger Gerhardt:

Der Zeuge hat sich ja im Dezember 43 krank gemeldet. Ich spreche jetzt nicht vom April 44.

 

Vorsitzender Richter:

Im Januar 44.

 

Verteidiger Gerhardt:

Ja. Und er war ja auch kein Arier.

 

Sprecher (nicht identifiziert):

Woher wissen Sie das [unverständlich]

 

Verteidiger Gerhardt:

Ist doch Pole, oder? [...]

 

Vorsitzender Richter:

Meine Herren, ich bitte hier weiter keine Kommentare [+ abzugeben].

 

Nebenklagevertreter Kaul:

Herr Direktor, ich möchte gerne wissen, wer ein Arier ist.

 

Vorsitzender Richter:

Ja

 

Nebenklagevertreter Kaul [unterbricht]:

[unverständlich]

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

Arier im Sinne der hier

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Moment, wir haben hier keine Universität. Diese Belehrungen können Sie sich anderweitig besorgen. Ich möchte jetzt hier von Ihnen wissen, ob Sie noch eine Frage zu stellen haben.

 

Verteidiger Gerhardt:

Ja, meine Frage ist noch nicht beantwortet [unverständlich]

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

Sie haben gefragt, ob der Mann Angst gehabt habe, sich krank zu melden. Da hat er gesagt: »Nein, ich habe keine Angst gehabt. Denn damals wußte ich bereits, daß ein Verbot bestand, daß Arier vergast werden sollten.«

 

Verteidiger Gerhardt:

Nein, Herr Vorsitzender, der Zeuge hat daraufhin erklärt, daß im April 44 eine Regelung gekommen sei

 

Dolmetscherin Kapkajew [unterbricht]:

Nicht 44. Im April, hat er gesagt. 44 hat er nicht gesagt. Er hat gesagt

 

Verteidiger Gerhardt [unterbricht]:

Im April. Ja, das kann nur 44 gewesen sein. Dann bitte ich, den Zeugen zu befragen.

 

Zeuge Józef Bodek:

Zakaz gazowania aryjczyków w 43 roku w kwietniu, bezposrednieg o

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Das Verbot der unmittelbaren Vergasung der Arier war im April 1943.

 

Vorsitzender Richter:

Also ein Jahr vorher bald, oder ein dreiviertel Jahr vorher.

 

Verteidiger Gerhardt:

Gut, damit ist die Frage beantwortet.

 

Vorsitzender Richter:

Ist sonst noch eine Frage zu stellen? Kein

 

Nebenklagevertreter Ormond [unterbricht]:

Ich hätte noch eine Frage an den Angeklagten Baretzki, Herr Vorsitzender.

 

Vorsitzender Richter:

Bitte schön, ja.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Baretzki, Sie waren doch Läufer gewesen vom März bis zum August 43, und zwar Läufer bei der Kommandantur.

 

Angeklagter Baretzki:

Von Ende Januar, Anfang Februar kann es sein

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

43.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Also gut, von Anfang Januar oder Februar 43. Als Läufer haben Sie doch zweifellos einen Ausweis gehabt, der Sie berechtigt hat, in das Lager reinzukommen.

 

Angeklagter Baretzki:

Was soll ich denn jetzt sagen als Läufer?

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ich frage Sie, ob Sie als Läufer

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

Nein.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Einen Ausweis gehabt haben.

 

Angeklagter Baretzki:

Ich komme in kein Schutzhaftlager herein als Läufer. Wissen Sie, was ein Läufer zu tun hat?

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Nachrichten zu überbringen und entgegenzunehmen für die Kommandantur.

 

Angeklagter Baretzki:

Bitte, ich will Ihnen sagen. Sie stehen morgens vor der Baracke da, da oben, hier sitzen die Läufer. [Pause] [unverständlich] Hier sitzt der Wachhabende, und hier ist der Führer vom Dienst. Und hier sind die Wachmannschaften. Und hier hinten sind zwei Räume, hier sitzen die drei, vier Läufer [unverständlich] Und wenn was kommt, von der Kommandantur rufen sie hier an zum Läufer. Der Läufer kommt herauf, und wenn der erste heraufkommt, erstes Zimmer rechts, Treppe rauf, erstes Zimmer rechts. Da sind ein, zwei, drei Zimmer. Im einen Zimmer rechts, da sitzen drei SS-Unterscharführer. In dem Mittelzimmer ist der Spieß, und im letzten Zimmer war der Adjutant.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ja, hat denn ein Läufer nicht die Aufgabe einer Ordonanz gehabt, die in die verschiedenen Lager Nachrichten der Kommandantur zu bringen hatte?

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

[unverständlich] Jetzt will ich mal weiter sagen. Das war der Sinn der Sache. Jetzt ruft er an: »Läufer herauf!« Desto jünger der Läufer, desto längeren Weg hat er. Es gibt einen Läufer, der läuft am meisten Monowitz, mit dem Fahrrad nach Monowitz. Der andere Läufer fährt Jawischowitz, unterwegs holt er: Rajsko, Budy, oder wie das heißt, und dann kommt Jawischowitz. Da kriegt er eine Aktentasche, dann kommt er mit der Tasche herauf.

Da sind in der Tasche so [unverständlich], so Couverts wie das ungefähr. Alles zu, plombiert. Sie wissen gar nicht, was drin ist, steht drauf: »Im Schutzhaftlager Jawischowitz abgeben.« Und das ist Monowitz, und da steht Rajsko. Und Sie gehen da hin und geben das ab. Sie haben so etwas wie ein Checkheft. Das unterschreibt er, der es empfangen hat, fertig.

Sie wissen gar nicht, was da drin ist. Sie kriegen das von der Schreibstube, von dem Schreiber, stopfen es in die Tasche, setzen sich auf das Fahrrad, und dann geht es ab. Und dann geben Sie das ab, der quittiert es im Buch, dann sind Sie fertig. Der kommt bis an die Tür, bis an die Blockführerstube. Herein kommen Sie in kein Lager. In Monowitz nicht, in Jawischowitz nicht, nirgends kommen Sie herein.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Aber als Läufer waren Sie doch ein bekannter Mann und sind sicher von den Posten durchgelassen worden.

 

Angeklagter Baretzki:

Von welchen Posten?

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Am Lagereingang. Bei II, bei III.

 

Angeklagter Baretzki:

Es läßt Sie kein Blockführer herein ins Lager. Das gibt es nicht. Das gibt es nicht.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Als Läufer?

 

Angeklagter Baretzki:

Ein Läufer hat im Schutzhaftlager gar nichts zu tun. Wenn er Blockführer ist, gehört er zum Schutzhaftlager. Sonst gehört er gar nicht [+ dazu, sondern] gehört zur Kommandantur. Ja, meinen Sie, ein Spieß von der Kommandantur, der kann ins Schutzhaftlager hineingehen? Das gibt es ja doch gar nicht.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Na.

 

Angeklagter Baretzki:

Das ist Ihre Meinung. Meinen Sie vielleicht, daß da alles durcheinander gelaufen ist? Denn der Mann, der da vorne sitzt, der Blockführer vom Dienst, wenn der Hilfsdienst denkt, er darf den hereinlassen, da fragt er den Blockführer vom Dienst: »Soll ich ihn hereinlassen?« Der Blockführer vom Dienst ist der verantwortliche Mann. Der bestimmt über alles, über die anderen zwei. Wenn er sagt: »Hereinlassen!« dann läßt er ihn herein. Und wenn der andere sagen: »Nicht hereinlassen!« läßt er ihn nicht herein.

Zum Beispiel kommt ein Häftling und will heraus und sagt: »Häftlingsnummer Soundso, vorübergehend aus dem Lager.« Da fragt ihn der Hilfsdienst: »Ja, wo willst du hin?« »Da und dahin.« Ja, und dann sagt er entweder: »Geh!« oder fragt er den Blockführer vom Dienst: »Soll ich ihn laufenlassen, oder soll er zurück ins Lager?« Entweder sagt er: »Kannst du gehen!« oder sagt er: »Abmarsch zurück!« So geht das.

Da kann ja nicht jeder Mensch herein ins Lager. Was meinen Sie, wie viele Leute am Tag hereinkommen, SS-Männer ins Lager. Es kommt der Lagerführer herein, der Rapportführer herein, der eine von der Küche und der von der Bekleidungskammer, das ist alles, was da ins Lager reinkommt. Die anderen Leute kommen ja gar nicht herein. Zum Beispiel wenn ein Arzt hereinkommt und der Blockführer ihn nicht kennt, der kommt mit dem Fahrrad, der hält ihn doch auf. Das gibt es ja nicht. Er kann ihn nicht ohne weiteres hereinfahren lassen ins Lager. Müssen Sie sich vorstellen, das passiert nicht. Aber die von einem anderen Standpunkt

 

Vorsitzender Richter [unterbricht]:

So. Ist keine Frage mehr?

 

Angeklagter Baretzki:

Die tun dem [unverständlich] eine auf den Kopf hauen.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Verzeihung, ich würde noch einen Vorhalt machen. Kennen Sie die Kommandanturbefehle, in denen darüber geklagt wird, daß die Angehörigen des Lagerpersonals, Kinder insbesondere, in die Lager hineinkommen? Und daß darauf geachtet werden soll

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

Nein, nein, das habe ich nicht verstanden.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Daß die Kinder nicht in die Lager kommen?

 

Angeklagter Baretzki:

Die Kinder?

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Ja, Kinder von SS-Angehörigen, die da gewohnt haben.

 

Angeklagter Baretzki:

Jetzt warten Sie mal. Man kann das machen. Ein Kind und Kinder, das ist ein Unterschied. Das will ich Ihnen sagen. Ein Kind und Kinder, das ist der Unterschied.

 

Vorsitzender Richter:

Ja, warum und...

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Wieso ist das ein Unterschied? Wenn sogar

 

Angeklagter Baretzki [unterbricht]:

Ja, ein Kind ist eins und [unverständlich]

 

Nebenklagevertreter Ormond [unterbricht]:

Kinder hereinkommen, um wieviel mehr können SS-Angehörige hereinkommen.

 

Angeklagter Baretzki:

Herr Vorsitzender, ein Kind ist eins, und mehrere Kinder sind ein ganzer Haufen. Das ist meine Meinung. Es kommt ein Kind im Lager vorbeigelaufen, kann passieren, daß es einmal durch die Postenkette durchgeht. Das ist das Kind von Schwarzhuber, sein Junge. Der hat eine Tafel hier am Hals hängen, und da steht genau seine Anschrift. Und jeder von der Postenkette geht seinen Vater suchen. Ein Junge vielleicht von sechs Jahren. Der geht seinen Vater suchen. Und dafür hat er die Tafel am Hals, damit sie ihn ja nicht holen und in das Gas tun. Sonst meinen sie vielleicht, das ist ein fremdes Kind und er ist schon im Gas drin. Da geht er seinen Vater suchen. Das war das einzige Kind, das in Birkenau herumgegangen ist, und sonst kein zweites.

Und dann kommt anschließend, als er zu Hause weggelaufen ist, die Frau, die Bibelforscherin, und heult den ganzen Weg. Sie sucht das Kind. Das Kind ist weg. Und da geht er zu den SS-Männern oder kriecht er bei den Posten an dem Tor rum. Das war das Kind, das immer gesucht worden ist. Das ist, was ich sagen kann, aber keine Kinder. Das war der eine Junge, der immer im Lager herumgegangen ist.

 

Nebenklagevertreter Ormond:

Danke schön.

 

Vorsitzender Richter:

Wenn keine Fragen mehr an den Zeugen zu stellen sind, fragen Sie bitte den Zeugen, ob er bereit ist, mit gutem Gewissen zu beschwören, was er gesagt hat.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Czy pan jest gotów zlozyc przysiege

 

Zeuge Józef Bodek:

Tak jest.

 

Dolmetscherin Kapkajew:

Po tym, co pan

 

- Schnitt -

 

 

1. Waclaw Lipka.

2. 1943.

 

 
 
 
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Letzte Änderung: 18. Juli 2013
 
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